Afrika virtuell erleben

06.01.2021

Entdecken Sie Afrika jetzt bequem von zu Hause, ganz ohne VR-Brille, aber mit (fast) allen Sinnen.  Wie ist es möglich, ein Reiseziel virtuell zu sehen, zu hören, zu fühlen, sogar zu riechen – und das vom heimischen Sofa?  

Mit einer bunt gemischten Ideensammlung aus interaktiven Live-Streams, einem Mix aus afrikanischer Musik, Einblicken in Kultur und Kulinarik des Schwarzen Kontinents und jeder Menge spannender Reisetrends aus der echten Welt. Sind Sie bereit für Ihre virtuelle Reise? 

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Reiseland Afrika 

Afrika gilt als die Wiege der Menschheit und macht beinahe ein Viertel der weltweiten Landmasse aus. So bietet der große Kontinent jede Menge aufregende Urlaubsziele. Insgesamt 54 Staaten zählt der Kontinentdarunter große Flächenstaaten wie Ägypten, Marokko und Südafrika, aber auch paradiesische Inseln wie Sansibar, Mauritius und die Seychellen. 

Die Vielfalt an Sprachen in Afrika ist enorm: Über 2000 verschiedene Idiome gibt es vom Mittelmeer bis ans Kap der Guten Hoffnung, zusätzlich ist als Amtssprache je nach Land auch Englisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch, Deutsch, Arabisch oder Niederländisch gängig.

Dabei ist die kulturelle Diversität nur einer von vielen Gründen, Afrika zu entdecken, sei es in der realen Welt oder bei einer virtuellen Reise. Denn: Nirgendwo sonst auf der Welt zeigt sich die Natur mit einem derart faszinierenden Artenreichtum – vor allem die Tierwelt ist einmalig.   

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Interaktive Safaris  

Private Wildreservate leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der afrikanischen Flora und Fauna. Lizenziert vom jeweiligen Staat organisieren sie Safaris, sorgen für einen nachhaltigen Tourismus und kümmern sich um den Umweltschutz.  

Mit über 20 Reservaten zählt Südafrika zu den beliebtesten Reisezielen für Safari-FansZwischen Gras-Savannen, leuchtenden Wüsten und fruchtbaren Sümpfen leben hier verschiedenste Raubkatzen, Huftiere und Hornträger. Außerdem herrscht in den Reservaten ein enormer Reichtum an Vogel-, Amphibien- und Reptilienarten. 

Aus den Wildreservaten senden englischsprachige Ranger bei WildEarth während täglicher Erkundungsfahrten live aus dem Busch. Sie müssen nicht mal von der Couch aufzustehen, um an einer solchen virtuellen Safari teilzunehmen.  

Zwei Mal pro Tag rattern die Ranger bei der Übertragung mit ihren Jeeps staubige Wege entlang und suchen die Landschaft nach Wildtieren ab. Wann immer ihnen ein sehenswertes Exemplar vor die Linse huscht, schalten sie untereinander hin und her.  

Sehr gut stehen die Chancen bei einem virtuellen Safari Live-Stream einen oder mehrere der „Big Five“ zu sehen: Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden führen die Rangliste der berühmtesten Tierarten Afrikas an 

Wie auf einer echten Safari erzählen die Ranger auch bei einer virtuellen Wildbeobachtung viel Wissenswertes, wenn ihnen etwas Interessantes vor die Linse gerät. Fressen Giraffen jemals Gras vom BodenWie verteidigen sich Zebras? Wieso haben Elefantenbullen oft kaputte Stoßzähne? Warum lassen sich männliche und weibliche Hyänen schwer voneinander unterscheiden? 

Wenn Sie mögen, können Sie sogar live eine Frage stellen – ganz so als säßen Sie selbst mit im Jeep. Diese tippen Sie dann einfach ins Textfeld ein. Die virtuellen Reisen durch Busch und Savanne finden täglich zwischen 5 und 8:30 Uhr sowie zum Sonnenuntergang zwischen 15 und 18:30 Uhr statt. 

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24/7: Virtuelle Einblicke in Afrikas Tierwelt 

Bei den Webcams von Africam handelt es sich um fest installierte Beobachtungsposten in den Savannen und Buschlandschaften Afrikas. Atemberaubende Einsichten ins Live-Geschehen der Wildnis erhalten Sie dank optimaler Positionierung der Kameras: Diese befinden sich meist an Flussuferund Wasserstellen. So sind Sie ganzjährig zu jeder Zeit virtuell mit dabei, wenn in Südafrika oder Kenia verschiedenste Tiere durchs Bild laufen.  

Die Kameras bewegen sich und zoomen näher an die Tiere heran. So sehen Sie beispielsweise, wie die Elefanten ein kühlendes Bad nehmen und wie sie miteinander interagieren. Dank hoher Audio-Qualität wird das ganze Spektakel mit entsprechend wilden Tönen begleitet. So fühlt man sich während der Live-Übertragung den Tieren besonders nah. Wie auf einer echten Safari machen Fans Fotos, indem sie Screenshots ihrer Beobachtungen anfertigen − und teilen ihre virtuellen Reise-Erinnerungen anschließend mit der Community.

Unser Tipp: Besonders beim Sonnenaufgang und -untergang lohnt sich der Blick in die Live-Streams. Dann schauen nämlich häufig Nilpferde, Hyänen, Löwen, Leoparden, Giraffen, Kudus und Elefanten vorbei. In manchen Reservaten gibt es sogar Infrarot-Kameras, die selbst in absoluter Finsternis atemberaubende Bilder, Videos und Audio-Aufnahmen übertragen. 

Mein persönliches „Lieblings-Fenster“ nach Südafrika ist der Stream in den Tembe-Elephant-Park. Bei Trockenheit lockt die kleine Wasserstelle verschiedenste Wildtiere wie Zebras, Giraffen, Elefanten oder sogar Tiger zum Trinken und Abkühlen. Im Olifants-River nehmen Flusspferde oft vor der Kamera ein Bad. Wenn der Ton an ist, hört man sie zufrieden grunzen. Noch mehr Live-Kameras zu Afrikas Tierwelt finden Sie bei explore.org oder Google Earth.

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Musikalische Reise durch Afrika 

Fotos, Filme, fremde Klänge – sie sind unser Tor zur Welt, wann immer uns die Zeit, das Geld oder die Freiheit überall hinzureisen fehlen. Gerade die Musik schafft es, uns quasi auf Knopfdruck in exotische Welten zu katapultieren. Und sei es nur für ein paar Minuten, während man zu Hause, im Auto oder bei der Arbeit dem Alltag nachgeht.  

Eine rhythmische Reise nach Afrika erwartet Sie in unserer gleichnamigen Playlist auf SpotifyLassen Sie sich zurückgelehnt beschwingen oder drehen Sie auf und tanzen zu den elektrisierenden Beats afrikanischer Interpreten. Wir haben für Sie Songs und Sounds aus rund 60 Jahren afrikanischer Musikgeschichte zusammengestellt – darunter sowohl altbekannte Klassiker als auch persönliche Geheimtipps. 

So vielseitig wie Afrika selbst ist auch das musikalische Repertoire des Kontinents. Mag es auch klischeehaft klingen, doch rhythmisch-rituelle Trommelschläge, treibende Rasseln und ausdrucksstarke Stimmen sind die typischen Elemente traditioneller wie moderner afrikanischer Songs. Diese entführen Sie gedanklich mal in die Wildnis der Savanne, mal mitten in die festliche Stimmung eines Dorfes, dessen Bewohner gemeinsam feiern.  

Ob Country, Rock oder House – in Afrika bekommt jedes Genre einen eigenen, unverkennbaren Twist verpasst. Davon abgesehen lassen sich die Ursprünge vieler populärer Musikrichtungen ohnehin recht verlässlich nach Afrika zurückverfolgen, wenn auch nur indirekt: Immerhin gilt die afroamerikanische Community der USA als Wiege von Jazz, Gospel und Blues.  

Trotz – oder gerade wegen – ihrer von Fremdbestimmung und Kolonialismus geprägten Geschichte hat die Musik eine besondere Bedeutung für die kulturelle Identität des modernen Afrika. Als eines seiner künstlerischen Aushängeschilder gilt seit den 1980er Jahren der senegalesische Sänger und Gitarrist Baaba Maal. Musikalische Tradition zu bewahren und trotzdem mit der Zeit zu gehen ist sein Credo. In seinem neuesten Album lässt er elektronische Klänge mit Trommelklängen und akustischen Instrumenten verschmelzen.  

In die internationalen Charts schafften es afrikanische Songs in der Vergangenheit nur unregelmäßig, einige jedoch haben es zu ewigem Ruhm gebracht. Die wohl bekannteste Stimme des Kontinents ist die von „Mama Africa“, Miriam Makeba. Ende der 60er Jahre landete sie mit „Pata Pata“ einen Welthit. 50 Jahre später, im Jahr 2020, belegt der über Social Media verbreitete Song „Jerusalema“ erneut das Hit-Potenzial afrikanischer Pop-Musik. 

Auch aus der elektronischen Musik sind afrikanische Künstler nicht mehr wegzudenken. Unzählige House-Tracks haben in den Jahrzehnten gerade wegen ihrer markanten, afrikanisch angehauchten Drums und Vocals die Tanzflächen Europas zum Beben gebracht. Besonders oft in den Clubs zu hören ist die Stimme der malischen Sängerin und Songwriterin Fatoumata Diawara. In Deutschland war sie bereits live zu sehen.

Losgelöst von den musikalischen Traditionen ihrer Ahnen hat sich vor allem in Südafrika eine global ausgerichtete Musikszene entwickelt. Hier zählen Künstler wie Arno Carstens und Alice Phoebe Lou zu den Vertretern der internationalen afrikanischen Musik ohne jeglichen Folklore-Touch. 

Auch Black Coffee bewegt sich im populären Bereich, nämlich Dance. Er ist ein DJ, Produzent, Sänger und Songwriter aus Südafrika und mischt seit mehreren Jahren mit Musik-Größen wie David Guetta, Drake oder Pharrell Williams mit. Eines seiner bekanntesten, internationalen Dance-Hits ist „Black Coffee & David Guetta - Drive feat. Delilah“. Für unsere Playlist haben wir seinen Track "We are one" ausgewählt, den er seiner Heimat gewidtmet hat.

Viel Spaß beim Hören, Entdecken, Fühlen und Tanzen. 

 

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Afrikas kulinarisches Erbe  

Damit Ihre Sinnesreise durch Afrika komplett wird, gilt es auch die Küche zu würdigen. Diese hat nicht nur einige Geschmacksüberraschungen zu bieten – sie ist auch was fürs Auge. 

Zu Weltruhm hat es die Fusionsküche Südafrikas gebracht. Viele Rezepte der Regenbogennation spiegeln die bewegte Einwanderungsgeschichte des Landes wider. Traditionelle Stammesgerichte wurden ergänzt um Gewürze, Zutaten und Zubereitungsarten aus den Niederlanden, Indien, Großbritannien und dem pazifischen Raum – herausgekommen ist eine aufregend abwechslungsreiche Nationalküche. Wo sich welche Gemeinschaft seinerzeit ansiedelte, kann man bis heute an den regionalen Spezialitäten Südafrikas ablesen: So zeigen sich am Westkap starke malaiische Einflüsse im Speiseplan, während es im östlichen Durban die besten Currys geben soll.

Südafrika ist ein Land von Fleischliebhabern. Am beliebtesten sind LammRind und Hühnchen. Ein bekannter Snack ist Biltong, das südafrikanische Pendant zum amerikanischen Beef Jerky. Die Spezialität wird aus luftgetrocknetem Rind- oder Wildfleisch hergestelltIn Deutschland finden sie Biltong in afrikanischen Spezialitäten-Shop oder online. 

Wichtiger Bestandteil der Esskultur ist Braai, was auf Afrikaans schlichtweg „braten“ bedeutet. Gemeint ist letztendlich ein BarbecueAußer am Nationalfeiertag grillen die Südafrikaner eigentlich zu jedem festlichen Anlass. Ein Rezept für ein Cape-Chicken-Braai haben wir Ihnen in unserem Weihnachtsmenü zusammengestellt (schmeckt natürlich das ganze Jahr über).   

Beliebte afrikanische Zutaten sind der Butternut-Kürbis und die Süßkartoffel. Sie werden geröstet, gekocht, püriert, mit Karotten oder Aprikosen verfeinert und als Suppe, Eintopf oder Beilage serviert.  

Neben der südafrikanischen Küche hat auch Nordafrikas kulinarische Tradition Fans auf der ganzen Welt. Vor allem die marokkanische Küche wartet mit einer Vielfalt an Aromen auf, die berberische, arabische, spanische und französische Einflüsse erkennen lässt. 

Das Nationalgericht Marokkos, Couscous, ist auch in Deutschland längst zum allseits beliebten Comfort Food geworden. Authentisch zubereitet wird die deftige Speise im Tajine, einem speziellen Lehmtopfin dem sich der Geschmack von Gries, Fleisch, Gemüse und Gewürzen ideal entfaltet. Kaufen kann man einen solchen Tajine am einfachsten in Online-Shops, aber auch in Kaufhäusern und Orient-Boutiquen.   

Zum Essen wird in Marokko stets Pfefferminztee gereicht. Er ist nicht wegzudenken aus der Esskultur des Maghrebstaates – und schmeckt so viel aromatischer als das in Deutschland gängige Pendant. Probieren Sie es selbst aus: Einfach ein paar Blätter frische Minze und etwas grünen Tee mit siedendem Wasser übergießen und ein paar Minuten ziehen lassen. Zitronenverbene oder Wermutkraut verleihen zusätzliches Aroma.   

Auch in Südafrika wird Tee seit den Tagen des britischen Empire getrunken: schwarz mit Milch, dazu gibt es Scones und Gurkensandwiches. Viel bekannter ist die bunte Republik jedoch für ein anderes Getränk. 

350 Jahre nachdem der Niederländer Jan van Riebeeck den ersten Kapwein gekeltert hat, gelten der Anbau und die Weiterverarbeitung von Trauben heute als relevante Wirtschaftszweige in Südafrika. Rund 100.000 Hektar Fläche nehmen die Reben zusammengenommen ein, wobei gewisse Anbauregionen des Weinlands Südafrika stärker hervorstechen als andere. 

Unter den zwischen Kapstadt und Swellendam angebauten Weißweinen gelten Chenin Blanc, Sauvignon Blanc und Chardonnay als besonders schmackhaft, an Rotweinen genießen Sie beispielweise Cabernet Sauvignon, Shiraz, Pinot Noir sowie Südafrikas Nationalrebsorte, den Pinotage.  

Letztere wird übrigens nicht nur zu kräftigen Rotweinen, sondern auch zu Rosé verarbeitet. Durch das sanfte Pressen der Pinotage-Trauben entsteht ein zart gefärbterblumig duftender WeinTipp: Nehmen Sie einen tiefen Atemzug am Glasrand, um das zarte, frische Erdbeer-Aroma in der Nase zu spüren. 

Wie wäre es mit einer Weinprobe in den eigenen vier Wänden, passend zu Ihrer virtuellen Reise durch Afrika? Weine vom Kap finden Sie online, beim afrikanischen Spezialitäten-Händler oder im Supermarkt.  

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Safari-Quiz

„Wenn es etwas gibt, das ich nochmals erleben wollen würde, dann wäre es eine Safari“, sagte bereits die dänische Schriftstellerin Karen Blixen. Zu den beliebtesten Safari-Regionen zählen Südafrika, Kenia, Tansania, Namibia, Botswana und Uganda. Sind auch Sie ein Safari-Liebhaber oder sogar ein richtiger Safari-Experte? Hier geht es zum Safari-Quiz.

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