Bali: Der Zauber der göttlichen Insel

19.04.2018

„Auf den Bergen wohnen die Götter, im Meer die Dämonen.“ So beschreibt marcopolo.de die indonesische Trauminsel Bali. Hier ist Urlaub mehr, als nur Sonne, Surfen und tropisches Paradies. Der exotische Duft von Frangipaniblüten liegt in der Luft, während im Hintergrund Hähne krähen und sich vor einem Reisfelder in den verschiedensten Grüntönen erstrecken. „Kein Wunder, dass ein derart magischer Ort auch die Insel der Götter genannt wird“, schreibt unsere stellvertretende Chefredakteurin Veronika Görlitz in ihrem Blog-Beitrag Bali – Unterwegs auf der Insel der Götter.

Der Pura Ulun Danu Bratan Tempel

Wer Bali bereist, ohne in die Tempelwelt einzutauchen, hat die Insel nicht gesehen. Und nicht verstanden. Geprägt vom Hinduismus, platzieren Balinesen an jeder Kreuzung und jedem Hauseingang bunt gefüllte Opferschalen aus geflochtenen Palmblättern. Nahezu überall gibt es Tempel in ihren vielfältigsten Formen. Ob kleine Schreine im eigenen Haus, in Höhlen oder auf den Reisfeldern und Badeplätzen – an jeder Ecke begegnen Balis Götter den Menschen.

Religiöses Zentrum ist der Pura Besakih, einer von neun Haupttempeln. Dank seiner Lage auf 1000 Metern, zieht der heilige Ort neben Kulturbegeisterten auch Abenteurer und Entspannungshungrige in seinen Bann. Denn sind Sie erstmal oben angekommen, begeistert ein atemberaubender Blick auf den Tempelkomplex vor der Kulisse des 3142 hohen Gunung Agung – dem höchsten Berg der Insel.

Der Tempel Pura Besakih

Auch sonst bietet Ihnen die bekannteste der über 17.000 Inseln des indonesischen Archipels eine perfekte Mischung aus Abenteuer, Kultur und Entspannung. Hier können Sie aufs Rad steigen und ordentlich in die Pedale treten, während links und rechts Balis faszinierende Landschaft vorbeirauscht. Für Abwechslung sorgt danach ein Bad unterm kühlen Wasserfall. Oder Sie fahren mit dem Geländewagen über unbefestigte Straßen, besteigen einen Vulkan, besichtigen heiße Quellen oder spüren das Adrenalin auf einer Rafting-Tour über den Fluss Ayung.

 

Rafting-Tour über den Fluss Ayung

Neben Adrenalin in den Adern bietet der Fluss Ayung auch die Möglichlichkeit zu sinnlichem Luxus. Spektakulär hoch über dem Gewäser wohnte einst die Fürstenfamilie von Ubud. Heute befindet sich an der Stelle das Resort „The Royal Pita Maha“ mit traumhaften Pool-Villen. Jede Villa ist ein kleines Paradies für sich und ein wahrer Rückzugsort vom Stress des Alltages. Hier werden Sie morgens vom Vogelgesang geweckt und wohnen nahe Ubud – und doch abseits vom Trubel.

Das Hotel The Royal Pita Maha

Genießen auch Sie mit unserem Top-20-Deal den puren Luxus des Fünf-Sterne-Hotels, gepaart mit magischem Inselzauber.

Weitere Highlights in Kürze:

Tanah Lot Tempel

Das auch als Meerestempel bezeichnete Bauwerk ist dem Gott des Meeres geweiht und einer der bedeutendsten Tempel Balis. Viele Sagen ranken sich um diesen Ort. Der Tempel wurde gebaut, nachdem der heilige Priester Danghyang Nirartha dort genächtigt hatte. Einer Legende nach gab es einst eine Brücke, die das Festland mit dem Tempel verbunden habe – jedoch sei diese von den Meeresgewalten zerstört worden. Am besten besichtigen Sie den Tanah Lot Tempel in den frühen Morgenstunden oder bei Sonnenuntergang, dann ist die Atmosphäre am magischsten. Bei Flut erreichen Sie den Tempel nur per Boot.

Gangga Beach

Dieser schöne Strand ist nur etwa 15 Minuten vom Tanah Lot Tempel entfernt. Erkunden Sie den Strand beispielsweise hoch zu Ross mit einem der lokalen Anbieter. Auch für Surfer gibt es hier optimale Bedingungen.

Der Gangga Beach

Reisterrassen von Jatiluwih 

Der Reisanbau ist fest in der balinesischen Kultur verankert. Ein sehr sehenswertes Gebiet ist Jatiluwih, zu Deutsch „wunderschön“. Das sind sie, diese Jahrhunderte alten Reisterrassen. Die schönsten der Insel, sagen Einige. Seit 2012 ist das Gebiet auch Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Am besten erreichen Sie Jatuluwih per Mietwagen oder zusammen mit einem erfahrenen Guide. „Die Reisterrassen sind ein Muss für jeden Besucher Balis", meint Veronika Görlitz.

Die Reisterrassen bei Jatiluwih
 

Tabanan

Kunst, Kultur und die schöne Aussicht auf die Reisterrassen machen die Stadt Tabanan aus. Lohnenswert für Tierfreunde: Ein Besuch des Bali Butterfly Parks. Schmetterlinge in allen Farben, Formen und Größen gibt es hier zu sehen. Am aktivsten sind sie morgens. Im kleinen Museum Subak informieren Sie sich über die Bewässerungssysteme, die zur Versorgung der Reiseterrassen angewendet werden. Im Sangeh Monkey Forest bewachen Makaken den Bukit Sari Tempel. Eine Legende besagt, dass die Affen Nachfahren des Affenkönigs Hanuman seien. Achtung, die Tiere sind sehr frech, behalten Sie unbedingt Ihre Habseligkeiten im Auge.

Der Bali Butterfly Park

Künstlerstadt Ubud

Schon immer fühlten sich in Ubud Künstler aus aller Welt wohl. So ist es nicht verwunderlich, dass der Aussteigerfilm „Eat, Pray, Love“ mit Julia Roberts in der Hauptrolle unter anderem in dieser Stadt spielte. Auf dem Markt in Ubud und in üppig gefüllten Boutiquen präsentieren Künstler ihre Waren in allen Farben des Regenbogens: Körbe, selbst gewebte Stoffe, Ölgemälde und natürlich reichlich Souvenirs. Mit ein wenig Verhandlungsgeschick lässt sich hier das ein oder andere Schnäppchen schlagen.

Wem der Trubel in und um die berühmte Monkey Forest Road zu viel ist, der kann über Treppen und verwinkelte Wege zwischen Reisterrassen nach Penestanan wandern und hier einen Eindruck von echtem balinesischem Dorfleben erhaschen. Lassen Sie sich faszinieren von Sehenswürdigkeiten, Galerien und den Tanzdarbietungen und lernen Sie das traditionelle Bali hautnah kennen. Zudem eignet sich Ubud wegen seiner zentralen Lage sehr gut als Ausgangspunkt für Touren über die gesamte Insel.

Markt in Ubud
 

Pejaten Keramik- und Töpferdorf

Terracotta-Fliesen, kunstvoll verzierte Schüsseln, Tierfiguren: Im Dörfchen Pejaten sehen Sie zu, wie traditionelle balinesische Ton- und Keramikwaren hergestellt werden. Fast jedes Haus hier beherbergt eine kleine Werkstatt im Hinterhof. Die Stücke werden bis nach Japan, in die USA und nach Europa verschifft.

Ton- und Keramikwaren aus Pejaten

Zu guter Letzt unsere Insidertipps:

Sicheres Reisen

Eine sehr bequeme Art die Insel zu erkunden, ist einen einheimischen Guide als Fahrer anzuheuern. Nebenbei erhalten Sie so Informationen über Land und Leute aus erster Hand. Das Fahren im eigenen Auto ist nämlich nur den wirklich Mutigen vorbehalten.

Tauchen zur USS Liberty

Das Schiffswrack der gesunken USS Liberty gilt als berühmtester Tauchspot Balis. Das von einem japanischen Torpedo versenkte Schiff des US-Geheimdienstes, bietet dank seiner Lage von 5-30 Meter unter Wasser ideale Tauchbedingungen. Neben dem 130 Meter langen Wrack erwarten Sie tiefe Steilwände, Korallen und eine bunte Mischung an Meeresbewohnern. Im Osten befindet sich der tiefe Graben des Lombok Straits, in dem Sie unter anderem Mantas begegnen können.

Pura Tanah Lot

Ein weiteres Highlight von Bali ist der Tempel Pura Tanah Lot. Wer den auf einer Felsspitze im Meer dicht am Ufer liegenden Tempel besichtigen möchte, sollte Ebbe abwarten. Dann gelangt man trockenen Fußes auf den Tempel, der übersetzt „Land inmitten des Meeres“ heißt.

Vulkanbesteigung des Gunung Agung

Wagemutige haben die Möglichkeit, den über 3.000 Meter hohen Vulkan Gunung Agung zu besteigen. Absolutes Highlight: Eine Wanderung in den frühen Morgenstunden zum Sonnenaufgang. Oben angekommen, genießt man die Schönheit Balis im satten rot der aufgehenden Sonne. Da der Vulkan jedoch aktiv ist, sollten Sie sich im Vorfeld über die etwaige Eruptionsgefahr informieren.

Goa Gajah - der Elefantentempel

Wenn Sie das Heiligtum Goa Gajah durch den Schlund einer Dämonenmaske betreten möchten, müssen Sie wie in allen Tempeln Balis einen Sarong tragen. Da es im Elefantentempel jedoch keine Leihtücher gibt, empfehlen wir Ihnen ein eigenes Tuch mitzubringen. Andernfalls müssen Sie sich vor Ort einen Sarong kaufen. Am besten besuchen Sie den Elefantentempel zur Abendstunde, wenn die Reisebusse bereits abgefahren sind.

Regionale Köstlichkeiten

Wenn Sie traditionelle Küche probieren möchten, sollten Sie in eins der vielen Warungs einkehren.  Die Straßenrestaurants werden von Privatpersonen geführt und servieren zu günstigen Preisen original balinesische Zubereitungen. Probieren Sie den frittierten Reis des Nasi Goreng und testen Sie Sate. Die gegrillten Spieße aus Huhn werden traditionell mit Erdnusssauce serviert.

Abschließend lässt sich nur noch der Schriftsteller Kurt Tucholsky zitieren, der meinte: „Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.“

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