Wenn „Sie“ auf Reisen geht: Fünf Tipps von Frau zu Frau

30.08.2017

Ich reise oft alleine. Regelmäßig werde ich dann mit Situationen konfrontiert, die meinen männlichen Kollegen deutlich leichter fallen. Meist schon aufgrund ihrer Größe und Stärke. Egal ob Sie beruflich oder privat unterwegs sind: ich möchte meine Tipps mit Ihnen teilen, um Ihre Reise hoffentlich etwas angenehmer, leichter und sicherer werden zu lassen.

1. Mit Handtasche und Koffer ist keine Hand mehr frei. Zudem wird das Gewicht am Arm mit der Zeit richtig schwer:

Ich empfehle Ihnen, einen Reisekoffer oder Trolley mit vier Rollen zu kaufen. Dieser lässt sich aufrecht schieben, Handtasche oder Rucksack stellen Sie einfach darauf ab. Sie haben somit weniger zu schleppen und immer eine Hand frei für Handy, Portemonnaie oder Reiseführer. Außerdem empfehlenswert: Cross-Body-Bags, also Taschen, die Sie quer um den Körper tragen.  Sie sind nicht so leicht zu entwenden und somit ein sicherer Aufbewahrungsort für Ihre Wertsachen. Auch hier bleiben beide Hände frei.

2. Der Koffer ist zu schwer, als dass Sie Ihn alleine auf das Ablagefach über dem Sitz heben könnten:

Sie können natürlich jemanden um Hilfe bitten – welcher starke Mann hilft nicht gerne einer Frau. Aber um auch beim Aussteigen unabhängig zu bleiben, empfehle ich Ihnen, im Abteil nach Alternativen zu suchen. In den ICEs der deutschen Bahn etwa gibt es in der Mitte des Abteils Ablageflächen am Boden, die Sie nutzen können. Oft entstehen auch in anderen Zügen durch einen Richtungswechsel der Bestuhlung freie Plätze innerhalb der Stuhlreihen, in die Sie Ihren Koffer schieben können.

3. Sie fühlen sich unsicher, wenn Sie nachts alleine in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind:

Als Frau alleine unterwegs zu sein, kann manch unangenehme Situation bergen. Sei es spät abends an Bahnhöfen oder Flughäfen, in der U-Bahn oder zu Fuß in der Stadt auf der Suche nach dem Hotel. Hier habe ich mittlerweile einige Taktiken entwickelt, um mich zu schützen und mich sicherer zu fühlen.

  • Sagen Sie immer einer Vertrauensperson, wohin Sie gehen und wann Sie dort ankommen wollen. Geben Sie dann verlässlich Bescheid, sobald Sie Ihr Ziel sicher erreicht haben.
  • Halten Sie sich an Bahnhöfen oder in der U-Bahn im Sichtfeld von Überwachungskameras auf. Diese sind mittlerweile auch an den meisten öffentlichen Plätzen angebracht und wirken abschreckend auf potentielle Angreifer. Alternativ setzen Sie sich in die Nähe des Fahrers (der U-Bahn oder des Busses) oder in die Nähe von Menschengruppen, die Ihnen sympathisch sind.
  • Optimieren Sie Ihre Wege vor der Reise, um Herumirren zu vermeiden. Es gibt einige tolle Apps, die Sie bei der Planung unterstützen. Die Deutsche Bahn App z.B. zeigt Ihnen Verbindungen öffentlicher Verkehrsmittel und die Wege zu und vom Abfahrtsort in Deutschland auf. Auch die meisten Großstädte haben eigene Apps, die Sie nutzen können.
  • Die App "Wayguard" mag ich persönlich besonders gerne. Sie bietet die Möglichkeit, sich von Freunden oder Familienmitgliedern via GPS Signal begleiten zu lassen. Bei Problemen kann der virtuelle Begleiter über einen Notruf informiert werden und sieht via GPS den letzten Aufenthaltsort. Sollten Sie keinen Begleiter haben, begleitet Sie das Team von Wayguard und das alles komplett kostenfrei.

4. Nach einem langen Flug oder der Bahnfahrt sehen Sie müde aus, Sie wollen aber im Meeting oder bei Ankunft im Hotel strahlen:

  • Viele Kosmetikhersteller bieten mitlerweile Reisegrößen Ihrer Produkte an, die in der Handtasche nicht viel Platz wegnehmen. Etwas Wimperntusche, Rouge und Lippenstift wirken Wunder nach einem langen Trip. Gegen trockene Haut hilft ein kleines Thermalspray oder eine Feuchtigkeitscreme im Mini Format.
  • Wählen Sie knitterfreie Materialien. Stoffe wie Seide oder Viskose, die zu Falten neigen, im Koffer einrollen anstatt sie zu knicken. Das spart außerdem Platz!
  • Ein kleines Haarspray hilft, wenn die Frisur ruiniert ist. Einfach die Haare über Kopf, Ansätze etwas ansprühen und voilà - das Volumen ist wieder hergestellt. Längere Haare lassen sich auch einfach streng nach hinten binden.

5. Sie schwitzen im überheizten Wartebereich des Flughafens und frieren unter der Klimaanlage im Flieger:

Hier hat sich die „Scheibchentaktik“ bewährt: Ziehen Sie mehrere Schichten an, um sich dann je nach Temperatur leicht anpassen zu können. Zudem mein ultimativer Tipp für jede Reise: Ein dünner und langer Schal, den Sie bei Kälte doppelt wickeln können. Er ist Ihr Lebensretter in allen Situationen und hilft etwa als Verdunkelung vor dem Gesicht, Schutz vor Kälte, hygienische Unterlage oder eine dem Anlass entsprechende Kleidungsergänzung. Etwa wenn im Sommer die Schultern bedeckt werden müssen.

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