Von Miami über Key West zu den Traumstränden auf den Bahamas

29.11.2015

„Ich fliege nach Miami" – ich weiß noch ganz genau, wie aufgeregt ich damals war. Das Problem: Aus beruflichen Gründen hatte ich nur knapp zwei Wochen Zeit. Wie soll man sich da entscheiden? Was wollte ich unbedingt sehen? Was sollte man unbedingt sehen? Hier sind meine Highlights – eine Reise, die ich genauso wieder machen würde!

Miami – South Beach

South Beach ist einfach ein Traum. Hätte die Welt nicht so viele tolle Ecken, die ich noch sehen möchte, würde ich jedes Jahr 3 Wochen Urlaub hier verbringen.

Wir hatten ein Hotel in der Collins Road. Von unserem Hotel führte uns der erste Weg zum Strand. Und da waren sie: Die berühmten Rettungshäuschen in quietschgelb, türkisblau und pink. Gestreift oder gepunktet. Der fast weiße Strand ist sehr breit und ewig lang. Spazieren oder Joggen ist hier fantastisch. Und das Meer war einmalig. Ich weiß nicht, ob es an der Jahreszeit lag, aber solch wunderbare Wellen hatte ich vorher noch nie erlebt. Je nach Land, Strand und Klima zeigte sich das Meer in meinen vorherigen Urlauben entweder total ruhig wie in der Badewanne, oder aber die rote Flagge warnte vor dem unberechenbaren Wellengang, der einen fast umriss. Ganz anders in Miami Beach: Man konnte sich wunderbar von den Wellen hin und her schaukeln lassen. Der Strand fällt flach ab, so dass man nach etwa 15 Metern bis zum Oberkörper in den sanften Wellen steht. Einfach traumhaft!

Eines der berühmten Rettungshäuschen am South Beach.

Man fühlt sich einfach so cool, wenn man durch die Straßen von South Beach läuft. Der Cadillac, den man von der Postkarte kennt, all die schönen Menschen mit sportlichen Körpern und überall spanische Hinweisschilder. Mein morgendliches Ritual: Einen Kaffee bei Starbucks am Ocean Drive holen und ab an den Strand zum Relaxen. Mittags wollte ich nie weit weg von meiner gemütlichen Liege. Überraschenderweise gibt es wirklich auch auf dem Ocean Drive bezahlbare Restaurants. Es gibt ein Clevelander Restaurant für Burger & Co. Für alle Smombies: Es gibt hier gratis W-Lan. Aber auch ein (kleines) Stripsteak mit Salat bekommt man hier für unter 20 Dollar. Abends waren wir gerne in einem mexikanischen Restaurant am Ende des Ocean Drives. Leckeres, bezahlbares Essen und feine Margaritas.

Wer Meeresbewohner mag, ist im Miami Seaquarium genau richtig. Die sonst so scheuen Stachelrochen lassen sich hier tatsächlich streicheln. Und wer Lust hat, steigt zu den Delfinen ins Becken, hängt sich an deren Rückenflosse und lässt sich durchs Wasser ziehen.

Key West

Wir haben uns entschieden, anschließend die Keys hinunterzufahren. Bis zum Most Southern Point – der berühmten Riesenboje, vor der jeder ein Foto haben will. Mit unserem Mietwagen, einem beeindruckenden Lincoln Towncar, fuhren wir der langsam untergehenden Sonne entgegen. Auf einer Straße, die übers Wasser gebaut ist. Ich glaube, diesen Ausblick werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Links und rechts der Straße ist nur Wasser. So fährt man von Key zu Key – ab und zu lesen wir „Attention! Crocodiles Crossing“ in der Form unserer „Vorfahrt gewähren“ Schildern. Super! Aber ich kann euch beruhigen: Ich habe kein Krokodil gesehen.

Das Wahrzeichen des Most Southern Point: eine riesige Boje.

In Key West angekommen haben wir beim Hotel geparkt und uns mit dem Taxi in das autofreie Innenstädtchen bringen lassen. Wir aßen den berühmten Key Lime Pie (Limettenkuchen) und Fried Conch (eine frittierte Muschel). Ehrlich gesagt hat mich beides nicht umgehauen. Ich mochte den frischen Fisch und die leckeren Shrimps, die es in jedem Restaurant gab, viel lieber.

Nach der Stärkung haben wir uns mit einem Fahrrad-Taxi zum Most Southern Point fahren lassen – vorbei an Hemingways Haus. Der Fahrer hatte Rastas und etwas „zerlumpte“ Klamotten an. Ein klassischer Aussteiger, der sich in der „Conch Republic“ ein gemütliches Leben macht. Er erklärt uns, dass auf Key West alles etwas langsamer läuft und jeder von Natur aus entspannt ist. Können wir bestätigen!

Die Traumstrände haben wir auf Key West nicht gefunden. Aber allein für den Weg dort runter, die gemütlichen Leute und die coolen Bars hat sich der Trip schon gelohnt.

Bahama Mama

Nun geht es zurück nach Miami. Genau genommen zum Hafen. Wir fahren mit einem großen Kreuzfahrtschiff auf die Bahamas. NCL oder Royal Caribbean bieten das an. Man ist einen Tag auf einer kleinen Privatinsel (zum Beispiel Cococay Island, diese Inseln gehören den Reedereien), dann einen Tag auf See und zuletzt einen Tag auf Nassau. Insgesamt verbringt man vier Nächte auf dem Schiff. Die Amerikaner machen das wie wir Bayern Wellness oder ein Wochenende in die Berge fahren. Dort fährt man eben mal für ein Wochenende auf die Bahamas. Man trifft neben der klassischen Kreuzfahrtklientel also auch Partyurlauber wie etwa Junggesellenabschiede.

Paradise Island mit dem berühmten Hotel Atlantis.

Die Ausschiffung mit Blick auf South Beach ist wirklich sensationell. Wiederholt fahren wir also der untergehenden Sonne entgegen. Auf einem riesigen Schiff diesmal und mit einem Cocktail in der Hand. Auf der Privatinsel genießen wir ein Barbecue und den weißen Traumstrand. In Nassau lassen wir uns von einem Taxi einmal über die Insel fahren. Vorbei an Rihannas Haus, der ehemaligen Festung und der schicken Upper Class Neighborhood.

Unser Ziel: Paradise Island. Der Strand, an dem auch das berühmte Hotel Atlantis steht. Wir gucken uns hier auch noch schnell die Lobby an, mit dem unfassbar riesigen Aquarium, bevor wir dann weiter zum Paradise Beach fahren, um uns wieder unserer Faulheit zu widmen. Hier findet sich tatsächlich ein ruhiges Meer mit Badewannen-Temperatur und weißen feinem Karibiksand. Und wir denken nur: Der Urlaub ist einfach perfekt. Zum Abschied düsen wir noch mit dem Jetski an Oprah Winfreys Haus vorbei (zumindest kann man es aus der Ferne erkennen), bevor wir uns mit dem Taxi zurück zum Schiff fahren lassen. Hier genießen wir dann wieder einen Bahama Mama und sehen der Sonne ein letztes Mal beim Untergehen im karibischen Meer zu.

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