Bienen, Backstein, Baked Beans: Unterwegs in Manchester

10.08.2018

Am Gebäude ein riesiges Bienen-Graffiti, daneben ein Mülleimer mit Bienenprägung. An mir läuft jemand vorbei, auf dem Arm ein Bienentattoo. Wo bin ich hier gelandet?

Die Biene

Manchester gewann vor allem während der industriellen Revolution an Bedeutung. Seit spätestens 1842 steht die Biene, bzw. die Arbeiter-Biene, als Symbol für Manchester und seine Bewohner. Viele der Textilfabriken wurden mit sirrenden, sehr produktiven Bienenstöcken verglichen. Diese hohe Effizienz ist sicher nicht nur positiv zu bewerten. Nicht umsonst fragt man sich bei der Besichtigung alter Maschinen, warum viele Griffe so niedrig liegen. Die Antwort: 12jährige sind nunmal klein.

 

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Inzwischen wird das Symbol weiterverwendet, aber steht vor allem für den Zusammenhalt und Solidarität der Manchesterer. Ganz nach dem Motto „Zusammenhalt bedeutet Stärke“.

Selbst im Rathausboden findet sich ein Bienenmosaik. Nach dem Anschlag bei einem Ariana Grande Konzert im Jahr 2017, tätowierten sich außerdem sehr viele Einheimische die Biene als Symbol der Solidarität. Deshalb ist die Biene überall.

Sehenswürdigkeiten

Manchester war das Zentrum der industriellen Revolution. Viele Fabriken der Baumwollindustrie sind bis heute erhalten und dienen nun als Wohnungen oder Büros.

Museum of Science and Industry: Nicht nur für Technikfreunde

Von Raumfahrt über Textilmaschinen bis hin zur Dampfmaschine, gibt es hier jede Menge zu sehen. Besonders toll: In Manchester sind alle Museen kostenfrei. Sie spenden nur, was Sie wollen.

John Rylands Library

Einmal fühlen wie Harry Potter in Hogwarts? Das können Sie in der imposanten John Rylands Library. Das neugotische Gebäude sieht von außen und innen imposant aus. Haben Sie Kinder dabei, die beschäftigt werden wollen? Lassen Sie sie einmal alle Drachen im Gebäude finden!

 

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Die Bibliothek wurde 1900 von Enriqueta Augustina Rylands in Erinnerung an ihren Ehemann erbaut und eröffnet. Besonders beeindruckend ist die Spezial-Sammlung mit Exponaten des frühen Buchdrucks, wie einer Gutenberg-Bibel oder einem vermutlich originalem Fragment des Neuen Testaments. 

Manchester Town Hall

Viktorianische, neo-gotische Architektur, die beeindruckt: Das Gebäude wurde bereits 1877 gebaut und wird aktuell renoviert. Dadurch können Sie es momentan nur von außen bewundern: Statten Sie ihm trotzdem einen Besuch ab!

Traumhafte Verführungen: Manchester kulinarisch

Buttrige Scones mit zarter Kruste, Clotted Cream und dazu Erdbeermarmelade: In Manchester sollten Sie jede Diät pausieren, denn hier wird es traumhaft lecker. Mein persönliches Highlight waren die Scones und der Afternoon Tea im Teacup Kitchen.

Ein weiterer Klassiker der englischen Küche sind natürlich Fish & Chips. Auch das sollte bei Ihrem Besuch nicht fehlen. Nimmt das Sightseeing Ihre ganze Zeit in Anspruch? Dann legen Sie doch eine schnelle Pause im Fish&Chips-Imbiss Wright’s in der Nähe des Rathauses (86 Cross Street) ein. Fettig, sättigend und unvergesslich lecker!

Ein weiteres Schmankerl, das Sie an jeder Ecke finden, sind Jacket Potatoes mit Baked Beans. Das sind Backkartoffeln, mit Butter gefüllt und Käse überbacken. Dazu gebackene Bohnen in Tomatensauce – besonders an kühlen Tagen ein Traum!

Wussten Sie schon…

  • Alan Turing, der Vater moderner Computer, lehrte an der Universität Manchester. Basierend auf seinen Ideen entstand 1948 der Vorreiter der heutigen Computer: „Baby“.
 

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  • „Manchester“ nennt man in Australien bis heute Bettwäsche und Handtücher. In Kaufhäusern heißt so auch die Textilabteilung.
  • Kommt Ihnen das Rathaus bekannt vor? Hier eilte schon Robert Downey jr. in Sherlock Holmes entlang.
  • Im 19. Jahrhundert trug Manchester den Spitznamen „Cottonopolis“, Baumwollstadt.
  • „Manchester“ steht auch für eine bestimmte Sorte Hosen: Die klassischen Kordhosen.
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