9 Dinge, die Sie über Ungarn nicht wussten

18.06.2015

Ungarn ist mehr als seine Hauptstadt Budapest. Haben Sie zum Beispiel gewusst, dass die offizielle Währung Ungarns der Forint ist? Der aktuelle Wechselkurs beträgt 293 Forint für 1 Euro. Oder dass die ungarische Sprache, auch Magyar genannt, zum finno-ugrischen Zweig der uralischen Sprachfamlie gehört und damit nur zwei verwandte Sprachen in Europa hat – das Finnische und das Estnische?

Als wir hier in der Redaktion über Ungarn als Reiseziel diskutiert haben, haben wir festgestellt, dass wir über dieses faszinierende Land unglaublich wenig wissen. Offen gestanden, mussten wir sogar die Landkarte zu Rate ziehen, um herauszufinden, was es hier eigentlich zu entdecken gibt. Und zwar eine ganze Menge.

Diese Fakten könnten Ihnen eventuell noch nicht bekannt sein:

1. Ungarn ist eines der ältesten Länder in Europa. Es wurde im Jahr 895 gegründet - noch bevor Frankreich und Deutschland unabhängige Länder wurden.

2. Der Zauberwürfel von Ernö Rubik, der Kugelschreiber und die Holografie wurden allesamt von den Ungarn erfunden. Haben Sie das gewusst?

Wer kennt ihn nicht aus seiner Kindheit, den Zauberwürfel?

3. Der Sommer in Ungarn kann manchmal sehr heiß sein. Die Einheimischen entfliehen der städtischen Gluthitze, indem sie zeitweilig aufs Land übersiedeln. Die Ungarn bezeichnen diese Zeit als „Gurken-Anbau-Saison“, denn es sei die einzige Aktivität, der man sich in den erdrückend heißen Vororten widmen möge.

Im heißen Sommer flüchten sich die Ungarn beispielsweise an den Balaton, auch als Plattensee bekannt.

4. Vergessen Sie Gulasch – warmer Kohlstrudel ist das liebste Gericht der Ungarn. Richtig, er wird aus Kohl gemacht, nicht aus Äpfeln. Zudem sautiert mit Zucker und Rosinen. Seit Generationen isst man in Ungarn diese kulinarische Kreation zum Nachtisch.

5. Das Land hat keinen Zugang zum Meer. Es grenzt an sieben Länder: die Slowakei im Norden, die Ukraine im Nordosten, Slowenien, Serbien, Rumänien und Kroatien im Süden und Österreich im Westen.

6. Das Anstoßen mit Biergläsern sollte man in Budapest möglichst vermeiden, denn es wird dort als höchst taktlos empfunden. Das hängt damit zusammen, dass die Österreicher im Jahre 1848 den ungarischen Volksaufstand niederschlugen und dies mit dem allgegenwärtigen „cheers!“ feierten, während die Anführer hingerichtet wurden.

7. Viel häufiger findet man die Ungarn bei einem Plausch in einem öffentlichen Frei- oder Hallenbad als in einer Kneipe. Über 1500 Spas und Thermen gibt es im ganzen Land. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Eines der berühmtesten Jugendstilbäder der Welt, das Gellért-Bad.

8. In der ungarischen Küche treffen verschiedene kulinarische Einflüsse aus Italien, der Türkei, Österreich und Deutschland aufeinander. Sie ist „eine der besten Küchen Osteuropas“, schreibt das Magazin Essen & Trinken.

9. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie auf einer ungarischen Hochzeit erleben, dass die Braut plötzlich ihre Schuhe in die Mitte des Raumes stellt. Damit animiert sie die Gäste, beim sogenannten Geldtanz mitzumachen. So kann, wer möchte, die Gelegenheit nutzen, mit der Braut zu tanzen - aber nur dann, wenn man ein ordentliches Sümmchen in die Schuhe gelegt hat.

Auf einer ungarischen Hochzeit geben die ausgezogenen Schuhe der Braut das Signal zum Geldtanz.
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