Über Genuss und Leidenschaft – Interview mit einer Foodbloggerin

31.05.2017
Gehen Sie mit mir auf eine kulinarische Reise durch Miami, Münchens Wochenmärkte und das Bloggen. Begleitet werden wir von Sonja, dem kreativen Kopf hinter dem Münchner Foodblog Madame Cusine.

Stell Dich doch einmal selber kurz vor, bitte.

Ich bin die Sonja, liebende Ehefrau und Mama von zwei reizenden Töchtern. Im echten Leben Physiotherapeutin und von Haus aus leidenschaftliche Hobbyköchin und -bäckerin.

Ihr seid gerade von einer Miami-Reise mit euren Kindern zurückgekehrt – wie war die Reise und welche kulinarischen Highlights habt ihr dort kennengelernt?

Wir sind 3 Wochen lang mit dem Wohnmobil durch Florida gereist und es war einfach nur großartig! Ich mag ja die Amerikaner, die immer nett, freundlich und hilfsbereit sind. Auch wenn viele sagen, dass diese Freundlichkeit aufgesetzt ist, mir ist das viel lieber als die unfreundliche Arroganz, die einem hier regelmäßig begegnet. Mein kulinarisches Highlight war - ich traue es mich fast nicht zu sagen - ein Donut! Auf der Suche nach einer Bakery mit frisch gebackenen Muffins, landeten wir im ‘Sugar Shack’ in Cocoa Beach, wo es die weltbesten Donuts gab!

Wann hast Du Deinen Foodblog ins Leben gerufen?

Im Herbst 2013. Irgendetwas fehlte mir in meinem Leben und nach einem Brainstorming mit einer Freundin und der ein oder anderen Flasche Wein, begann ich über meine wahre Leidenschaft zu schreiben: der Liebe zum Kochen, Backen und essen!

Was bedeutet das Bloggen für dich?

Bloggen bedeutet für mich, meine Leidenschaft zu gutem Essen mit vielen anderen Gleichgesinnten zu teilen.

Essen scheint in Deinem Leben eine wichtige Rolle zu spielen, wie kam es dazu?

Meine Eltern hatten nicht viel Geld, aber am Essen bzw. der Qualität des Essens wurde nie gespart. Mein Vater kochte gut und gerne und brachte von seinen vielen Reisen - er war Purser bei der Lufthansa - Gewürze und Zutaten aus aller Welt mit. Zuhause setzte er mich auf die Arbeitsfläche und fing an zu kochen, während ich ihm zuschaute, ihn Löcher in den Bauch fragte und später auch mithelfen durfte.

Wie holst Du Dir Inspiration für Deine Rezepte?

Beim Bummel über den Wochenmarkt, dem Durchblättern Omas alter Rezepte-Sammlung und dem Stöbern im Internet.

Was darf bei euch auf keinen Fall auf den Teller kommen?

Jegliche Form von Fertiggerichten!

Auf welchen Blogs surfst Du selber gerne?

Ich mag „Tricky-Tine“, „Herr Grün kocht“, „Kochkarussell“, „Kraut-Kopf“, „Liz & Jewels“, „Zucker, Zimt und Liebe“, „Minimalist Baker“, „Half baked Harvest

Wenn ihr einen Koch zu euch zum Essen einladen könntet, wer wäre es und warum?

Wenn ich die Chance hätte würde ich gerne noch einmal mit meiner Oma Käte kochen können. Sie hatte so viele tolle Tricks und Kniffe auf Lager und hat die weltbesten Apfelpfannkuchen gebacken!

Kochbücher oder Foodblogs – was verwendest Du mehr und warum?

Beides! Ich liebe schöne und hochwertig hergestellte Kochbücher, die ich mir auch immer wieder gerne anschaue. Genauso perplex bin ich aber immer wieder ob der zahlreichen und tollen Foodblogs, die es mittlerweile gibt.

Auf welches Küchenutensil kannst Du auf gar keinen Fall verzichten?

Meine Kitchen Aid!

Deine drei Lieblingsrestaurants in München?

Oh weh, ich gehe ja wirklich selten essen, aber ich mag das „Nana“ schrecklich gerne! Ein kleines israelisches Restaurant mit wahnsinnig leckerem Essen, tollen Weinen und einer immer netten Bedienung!

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