Sonne, Surfen, Scones: Sommer-Guide für Südengland

18.06.2017

Ein Garten voll wuchernder Rosen, darüber der dunkelblaue Himmel und in der Ferne das Geräusch des tosenden Meeres. Es gibt sie wirklich, diese Rosamunde-Pilcher-Momente. Auf einer Reise durch den Südwesten Englands können sich Besucher von ihrer Echtheit überzeugen. Aber auch von der Vielseitigkeit einer Region, die im Sommer Surfer, Künstler, Sonnenanbeter und Wanderer gleichermaßen anzieht. Wie man dort aktive Urlaubstage verbringt und den Trip durch Cornwall, Devon und Dorset am besten organisiert, lesen Sie hier.

Welcher ist der ideale Ausgangspunkt für eine Reise in den Südwesten Englands?

Mit einem Wagen lässt sich die Region bequem erkunden. Diesen mietet man am besten noch von Deutschland aus und nimmt ihn an einem der südlichen Flughäfen auf. Am bekanntesten ist wohl London Heathrow, von dort aus führt auch die Autobahn M4 direkt nach Westen. Alternativ bieten sich London Gatwick, Bristol oder Southampton an, flybe fliegt von Stuttgart aus sogar nach Newquay – und somit direkt ins Herz Cornwalls.

Wie finde ich die passende Unterkunft?

Hotels finden sich etwa bei unseren englischen Kollegen. Wer es etwas traditioneller mag, mietet sich in eines der zahlreichen Bed and Breakfasts ein:  Bei einem deftigen Frühstück tauschen Sie sich mit den Hausherren über das englische Wetter aus und holen sich den ein oder anderen Tipp für die nächste Tour. Hilfe bei der Suche bieten diverse Seite im Internet. Auf historic-uk.com oder english-heritage.org findet man Unterkünfte in historischen Gebäuden oder romantischen Cottages.

Welcher ist der schönste Badestrand?

Sowohl in Cornwall, als auch in Devon und Dorset gibt es je eine Süd- und eine Nordküste. Wobei letztere eher von Surfern bevölkert wird. Die ohne Zweifel schönsten Badestrände findet man im Künstlerdorf St. Ives und der angrenzenden Carbis Bay. Wenn man seine Zehen in den weißen Sand bohrt und an Palmen vorbei auf das türkisfarbene Wasser schaut, könnte man meinen, man befände sich in der Karibik. Bekannt ist außerdem die „Englische Riviera“ im Süden Devons. Hierher, nach Torquay, Torbay und Paignton zieht es seit den 70er Jahren Sprachreisende und Urlauber aus ganz Europa. Wer es ruhiger mag oder Kinder hat, der ist etwa in Weymouth besser aufgehoben. Hier lockt ein breiter und besonders flach abfallender Sandstrand.

 

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Und wo kommen Surfer auf ihre Kosten?

Surfer zieht es traditionell in die Region um Newquay an der Atlantikküste Cornwalls. Hier herrschen bessere Bedingungen als im vergleichsweise milden Süden. Und hier haben sich auch die meisten Schulen und Läden mit Ausrüstungsverleih angesiedelt. Croyde, Bude, Perranporth oder Polzeath eignen sich neben der "Surf-Hochburg" Newquay ebenfalls gut für einen Wellenritt.

Wo kann man gut wandern?

Was gibt es Schöneres als direkt am Meer entlang zu spazieren, vorbei an verlassenen Ruinen, begleitet von Seemöwen, Wind und Wellen? In Cornwall führt der South West Coast Path einmal um die gesamte Küste zwischen Minehead im Norden und kurz vor Bournemouth im Süden. Insgesamt etwas mehr als 1000 km lang. Es gibt schwerere und leichte Abschnitte, themenbezogene Wanderungen, Routenvorschläge für Familien und vieles mehr. Einen Entfernungsrechner und alle wesentlichen Infos finden Sie auf southwestcoastpath.org.uk.

Welche Sehenswürdigkeiten muss man mitnehmen?

Natur und Küste selbst sind bereits eine Reise wert. Außerdem lohnen aber Stopps in Clovelly in Nord-Devon, einem zauberhaften Fischerort mit viktorianischem Flair und vor allem literarischer Geschichte. Allerdings ist es hier in der Hochsaison oft sehr voll. Wer an Burgen und Schlösser interessiert ist, sollte Tintagel in Nordcornwall einen Besuch abstatten. In der malerisch über dem Meer thronenden Ruine soll einst König Arthur geboren worden sein. Neben lebendiger Geschichte gehören auch Gärten untrennbar zu England. In den "Lost Gardens of Heligan" im Süden Cornwalls erwarten Besucher alle Varianten von Grün, die die Natur zu bieten hat. Auf einem Spaziergang durch die Anlage im Freien entdeckt man mystische Ecken, einen Dschungelbereich sowie einheimische Pflanzen und Tiere. Im botanischen Garten "Eden Project" in unmittelbarer Nähe gibt es zudem riesige Kuppeln mit tropischen und mediterranen Pflanzen. Hier wurde übrigens auch für den James-Bond-Film "Stirb an einem anderen Tag" gedreht..

Was gibt es zu beachten?

Vorsicht im Linksverkehr! Man sollte zunächst auf größeren Straßen üben, bevor man sich in das Labyrinth der kleinen Feldwege in Cornwall und Devon wagt. Zu beiden Seiten eingerahmt von meterhohen Weißdornhecken, saugen einen die Wege förmlich auf und spucken einen erst an der nächsten Gabelung wieder aus. Kommt in der Zwischenzeit ein Auto entgegen, heißt es rückwärts fahren bis zur nächsten Einbuchtung. Gutes Augenmaß ist hier gefragt. Außerdem beachten sollte man, dass auch die Engländer selbst gerne an ihre Küsten reisen. Zum half-term Ende Mai/Anfang Juni und im Sommer kann es schon Mal sehr voll werden. Mitte Mai, Juni und September bieten sich deshalb als beste Reisezeiten an.

Und zu guter Letzt: Wo gibt es Scones mit Aussicht?

Das süße runde Gebäck mit Erdbeermarmelade und cremig geschlagener Sahne gehört zu Südengland wie die Queen zum Buckingham Palast. Unser Tipp: Im Godolphins’s Arms Hotel und Restaurant in Marazion genießt man diese Spezialität mit Panoramablick. Durch die große Glasfront oder von der Terrasse aus kommt die ungetrübte Aussicht auf den berühmten St. Michael’s Mount gratis mit dazu. 

 

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