Slowenien - das kleine grüne Paradies

15.12.2019

Vom Adriastrand in die verschneiten Berge. Durch dichte Wälder, zu rauschenden Wasserfällen und idyllischen Seen. Historische Heilbäder und die Hauptstadt Ljubljana mit ihrem jugendlichen Flair: Entdecken Sie Slowenien!

Der besondere Reiz des Landes an der Schnittstelle Mitteleuropas zum Balkan liegt in seiner abwechslungsreichen Landschaft. Die vielgestaltige Natur auf engstem Raum ist einzigartig. Vom zentral gelegenen Ljubljana aus erreichen Sie in Richtung Norden schnell die Alpen mit ihren Ski- und Wandergebieten.

Südwestlich finden Sie die reizvolle Karstlandschaft, die sich mit ihren 11.000 Höhlen bis ans Meer zieht. Richtung Osten erstreckt sich der Pannonische Teil Sloweniens. Dort finden Genießer schon seit Jahrhunderten heilende Quellen und edle Weißweine.

Im Süden schwört man dagegen auf Rotwein. Die Top-Attraktion dort sind die als Welterbe geschützten Buchen-Urwälder. Sie sind ein wichtiges Rückzugsgebiet für Wölfe, Luchse und Bären.

Unberührte Landschaften – verantwortungsvoll geschützt
Die Non-Profit-Organisation Green Destinations hat 2016 Slowenien als erstes Land zum „grünen Reiseziel“ erklärt. Belohnt wurde die Bereitschaft, nachhaltig und verantwortungsbewusst mit den natürlichen Ressourcen des Landes umzugehen.

Im Sommer wie im Winter ist der Triglav Nationalpark ein Anziehungspunkt für Outdoor-Urlauber. In der Region um den 2864 Meter hohen Berg Triglav, den höchsten Gipfel des Landes, führen gut markierte Wanderwege zu Naturschönheiten wie dem Wocheiner See und dem fotogenen Jasna See.

Im Winter – also bis Mitte April – finden Skifahrer tolle Pisten und Routen für Skitouren durch unberührte Natur am Berg Vogel. Weitere Skigebiete für das entspannte Gleiten hat Slowenien zum Beispiel nahe der Stadt Maribor mit 20 Liften zu bieten.

Dort fahren Sie mit dem Stadtbus von der City direkt zum Lift. Beliebt ist auch Kranjska Gora mit seiner Weltcup-Abfahrt und der berühmten Skiflugschanze von Planica.

Küste, Karst und Grottenolme
Zu den weltweit einmaligen Naturwundern Sloweniens gehören die Höhlen von Postojna und die von Škocjan. Die Flüsse Reka und Pivka haben sich dort unterirdisch einen Weg durchs Karst-Gestein gebahnt.

Fahren Sie mit der Höhlenbahn in Postojna tief ins Innere der Grotte und statten Sie den dort lebenden Grottenolmen einen Besuch ab. Die rosafarbenen Schwanzlurche kommen nur in der Karstunterwelt dieser Region vor. Sie können 100 Jahre alt werden, was ihnen für Besucher wie Forscher einen fast mythischen Charakter gibt.

Einzigartig präsentiert sich auch die Höhle von Škocjan. Sie bietet Zugang zur tiefsten unterirdischen Schlucht Europas. Auf dem Weg durch den 146 Meter tiefen Canyon passieren Sie faszinierende Tropfsteinriesen und einzigartige Wasserfälle.

Wieder am Tageslicht lohnt sich ein Besuch in der mittelalterlichen Hafenstadt Piran mit ihren bunten Gassen und exzellenten Fischlokalen.

Vom Garten auf den Tisch
Modern, innovativ und bodenständig: Die Küche des Landes hat gerade in den vergangenen Jahren ihren festen Platz in der internationalen Gastro-Szene gefunden. Kulinarische Spitzenleistungen bietet beispielsweise Ana Roš, 2017 zur besten Köchin der Welt gekürt.

In ihrem Restaurant Hiša Franko in Kobarid serviert sie Elf-Gang-Menüs mit Kreationen wie Creme Brulée aus Rauchfleisch mit Pflaumen und Meerrettich oder Zicklein mit Krabbe.

In seinem Familienbetrieb Pri Lojzetu im Jagdschloss Zemono bei Vipava verwöhnt Tomaž Kavčič seine Gäste. Der Vertreter der Slow-Food-Bewegung wurde schon als innovativster junger Koch Europas ausgezeichnet. Er überzeugt mit Gerichten wie Wildente, Bärenwange oder Forelle aus heimischen Gewässern.

Tolle Location plus leckeres Essen verspricht auch Igor Jagodics Strelec im Schützenturm der Burg von Ljubljana. Ein besonderes Erlebnis: Das Dinner wird im Bergwerksmuseum von Velenje serviert – 160 Meter unter der Erde.

In ganz Slowenien spiegelt sich die Landschaft in den kulinarischen Spezialitäten wider: von Käse und Krainer Wurst in den Alpen bis zu den deftigen Eintöpfen Pannoniens, dem Karstschinken und dem Olivenöl an der Küste. 24 gastronomische Regionen zählt das kleine Land. 

Wellness, Wein und heiße Quellen
Schon seit der Antike ist Slowenien das Land der Thermalquellen: An rund 100 Orten sprudelt das heilsame Nass mit Temperaturen zwischen 32 und 73 Grad Celsius aus dem Boden. Kurorte wie das traditionsreiche Rogaška Slatina sind nach wie vor von Jugendstil und mondänen Anlagen geprägt.

Andere Heilbäder wie Dolenjske Toplice, Moravske Toplice und Terme Čatež zeigen sich als Familienziele. Dort ergänzen Wasserparks und Spaßbäder das klassische Kurangebot. Die Heilbäder im Ostteil des Landes sind von idyllischer Hügellandschaft mit viel Grün umgeben – und natürlich zahlreichen Weinbergen, in denen Riesling, Traminer und Gelber Muskateller gedeihen.

In Maribor trägt die älteste Rebe der Welt seit nunmehr 400 Jahren Trauben der Sorte Modra Kavčina, auf deutsch Schwarzsamtige. Durch die drei über das Land verteilten Weinregionen führen jeweils eigene Weinstraßen. Von einer kleinen Kelterei zur anderen geht es hier vorbei an Schlössern und Burgen durch das grüne Paradies namens Slowenien.

Das gibt es nur in Slowenien
Was fehlt noch auf der To-do-Liste für Slowenien? Eine Nacht im Garden Village in Bled vielleicht. Dort schlafen Sie mit Hotelzimmer-Komfort im Baumhaus oder Luxus-Zelt mitten im Wald. Das Ganze unweit des Bleder Sees, dem schönsten des Landes.

Oder Sie stürzen sich ins Nachtleben Ljubljanas, geprägt von den 64.000 Studenten der slowenischen Hauptstadt. Zum Beispiel im quirligen Künstlerviertel Metelkova. Hier entstand in einer ehemaligen Kaserne ein Zentrum der Alternativkultur.

Vor rund 100 Jahren gestaltete der Architekt Jože Plečnik die Stadt entscheidend: Berühmt sind die drei Brücken, die ineinander übergehend die Ljubljanica, den Fluss der Hauptstadt, überqueren.

Ein einmaliges Erlebnis nicht nur für Pferdeliebhaber verspricht der Besuch des Gestüts Lipica. Dort begann vor mehr als 400 Jahren die Zucht der legendären Lipizzaner. Die schneeweißen Pferde sind für ihre Robustheit berühmt – und für ihre Gelehrsamkeit, die in täglichen Dressurvorführungen zu bewundern ist.

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