Seychellen - So viel mehr als nur ein Inselparadies

08.08.2018

Die Seychellen sind eines der absoluten Traumziele für verliebte Paare, Romantiker und Luxusurlauber. Puderzuckerweiße Traumstrände, umrahmt von Kokospalmen und Granitfelsen, dazu das türkisfarbene Meer – das sind die Bilder, die beim Gedanken an die Seychellen im Kopf entstehen. Doch die insgesamt 115 Inseln im Indischen Ozean bieten noch mehr als das.

Mehr als nur Strand

Die Inseln sind bei weitem nicht so flach wie etwa die Malediven. Im Hinterland ragen stattliche Berge empor, der höchste davon der Morne Seychellois mit fast 1000 Metern. Durch die sattgrünen Regenwälder führen Wanderpfade zu Panoramapunkten oder einsamen Buchten.

 

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Außerdem sind die Seychellen Heimat einer einzigartigen Tierwelt, allen voran die bekannten Riesenschildkröten. 150.000 davon gibt es auf den Inseln, die berühmteste heißt Esmeralda. Die 400 Kilogramm schwere Dame, die auf Bird Island lebt, ist mit geschätzten 240 Jahren die älteste Schildkröte der Welt.

 

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Ein weiterer Rekord der Seychellen: Hier gibt es die größte Kokosnuss der Welt: die Coco de Mer. Sie wird bis zu 25 Kilo schwer.

Von großen und kleinen Inseln 

Die drei bekanntesten Seychellen-Inseln sind Mahé, Praslin und La Digue. Auf allen drei gibt es zahlreiche Unterkünfte, von ulta-luxuriös bis klein und charmant, aber meistens direkt am Strand.

Mahé ist die größte Seychellen-Insel, hier wohnen etwa 80.000 Menschen und damit 90% aller Sechellois. Touristen kommen hier auf dem internationalen Flughafen an. Direktverbindungen von Deutschland gibt es ab Frankfurt und Düsseldorf ab etwa 600 €. Die Flugzeit beträgt etwa 11 Stunden. Mit Jetlag hat man übrigens kaum zu kämpfen: Die Zeitverschiebung zu den Inseln beträgt nur 2 Stunden.

Mahé ist von dichtem, bergigen Urwald bedeckt. In der kleinen Hauptstadt Victoria herrscht buntes Treiben auf dem Markt und am Hafen. Der bekannteste Strand ist Beau Vallon, eine langgezogene Bucht mit mehreren Hotels und Restaurants. Jeden Mittwoch lockt hier ein Abendmarkt mit Essensständen, Lagerfeuer und traditioneller Musik.

 

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Praslin, die zweitgrößte Insel, hat unglaublich schöne Strände. Davon ist Anse Lazio sicher einer der schönsten. Im Zentrum der Insel liegt der Nationalpark Vallée de Mai, in dem die Palmen der Coco de Mer wachsen. Neben der „größten Nuss der Welt“ gedeiht hier ein Überbleibsel eines prähistorischen Waldes. Daher zählen das Tal und seine einzigartige Vegetation zum Unesco-Weltnaturerbe.

La Digue bietet das berühmteste Fotomotiv der Seychellen: Hier liegt die weltberühmte Granitfelsen-Bucht Anse Source D'Argent, der vielen als schönster Strand der Welt gilt. Die kleine paradiesische Insel erreicht man nur per Fähre. Vor Ort ist man am besten mit dem Fahrrad unterwegs und fährt von einer versteckten Traumbucht zur nächsten. Ein Gesetz besagt übrigens, dass alle Strände auf den Seychellen für jedermann zugänglich sein müssen. Absperrungen, Privatstrände von Hotels oder Eintrittsgebühren gibt es hier nicht.

Neben den drei Hauptinseln gibt es noch zahlreiche kleinere Inseln, auf denen jeweils nur ein Luxushotel steht, wie etwa die exklusiven Frégate oder North Island. Andere sind gänzlich unberührt und zum Naturschutzgebiet erklärt. Insgesamt stehen etwa 60 Prozent der Seychellen unter Naturschutz. Auf den bewohnten Inseln sorgen strikte Vorschriften zur Bebauung, Strom- und Wasserversorgung für größtmöglichen Umweltschutz. Massentourismus hat hier keine Chance.

 

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Küchen-Mix der Kulturen

Kulinarisch sind die Seychellen ein Mix aus verschiedenen Kulturen rund um den Indischen Ozean, mit europäischen Einflüssen aus der Kolonialzeit. Die Küche nutzt die Gewürze, Tropenfrüchte und fangfrischen Meerestiere der Inseln. Der Fisch wird auf traditionelle Art gefangen, denn große Schleppnetze sind in den Schutzgebieten rund um die Inseln nicht erlaubt. Probieren sollte man unbedingt die Fisch- und Octopus-Curries, geräucherten Marlin und Mango-Salat.

Wann ist die beste Reisezeit?

Eine beste Reisezeit für die Seychellen gibt es nicht, sie haben das ganze Jahr über Saison. Durch die Nähe zum Äquator liegen die Tagestemperaturen konstant um die 30 Grad. Nachts wird es selten kühler als 24 Grad. Wer zum Segeln, Surfen oder Wandern kommt, sollte zwischen Mai und Oktober reisen. Dann weht ein angenehmer Wind. Zum Tauchen und Schnorcheln sind die windstilleren Monate von November bis März besser geeignet, dann herrscht unter Wasser klare Sicht.

 

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Abseits des Luxus

Übrigens: Wer denkt, die Seychellen sind nur etwas für teuren Luxusurlaub, liegt falsch. Anders als auf anderen Inseln im Indischen Ozean werden hier viele kleine Gästehäuser von Einheimischen betrieben. So gibt es eine gute Auswahl von kleinen 2*- und 3*-Unterkünften, Selbstversorger-Hütten und Cottages schon ab 50 € pro Nacht. Meistens stehen auch Fahrräder für die Fahrt ins nächste kleine Dorf bereit. Wer in so einer kleinen Strandhütte statt im Luxusresort Urlaub macht, spart nicht nur Geld, sondern fühlt sich garantiert wie Robinson Crusoe im Paradies.

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