Seoul – Paläste, Beautyshops & Häusermeer

14.09.2015
Meine Korea-Reisepläne lösten unter Freunden eher fragende Blicke als begeisterte Reaktionen aus. Es hieß oft: „Was willst du denn da? Ist das touristisch interessant?“ Ja, das ist es!

Am alten Palast eine Wachablösung bestaunen, im buddhistischen Tempel meditieren oder eine Teestunde auf dem Boden eines traditionellen „Hanok“-Haus genießen. Das kann man in Seoul. Aber auch in unzähligen Beautyshops einkaufen, in bunten Karaokebars Lieder trällern und vom Fernsehturm auf das unendliche Häusermeer der Mega-Metropole blicken.

Hier die 9 besten Tipps für Ihren Besuch:

Blick vom N-Tower

Ihre Reise starten Sie am besten mit einer Aussicht vom Fernsehturm N Seoul Tower auf dem 265 Meter hohen Berg Namsan. Es gibt zwar eine Seilbahn, doch deutlich mehr Spaß macht eine Wanderung durch den Naturpark. Dabei trifft man überall auf Koreaner in den neuesten Fitnessoutfits. Oben am Berg bewundern Sie am Zaun vor dem N Seoul Tower Zehntausende Liebesschlösser. Anschließend geht es rasant nach oben zur Aussichtsplattform. Lassen Sie sich von der schieren Größe der Metropole überraschen und zählen Sie die Berge, die Seoul umgeben.
Der Blick vom N-Tower: So startet die Reise mit einem beeindruckenden Panorama.

Das Hanok-Viertel Bukchon

Hanoks sind traditionelle koreanische Wohnhäuser aus Stein, Holz, Erde und Reispapier. Manche davon sind bis zu 600 Jahre alt. Schlendern Sie durch das beschauliche Viertel Bukchon und bestaunen Sie die geschwungenen Ziegeldächer. In einigen der Hanoks kann man auch übernachten. Oder Sie setzen sich wie die Koreaner in einem der Teehäuser auf ein Kissen am Boden und probieren einen Buchweizentee.
Die geschwungenen Ziegeldächer sind das Markenzeichen der traditionellen Wohnhäuser.

Tour zur demilitarisierten Zone DMZ

Einmal nordkoreanischen Boden betreten – das können Sie mit organisierten Bustouren von Seoul in die DMZ, die demilitarisierte Zone an der Grenze der beiden Staaten. Einerseits ist dieser Touristenausflug ein bizarres und absurdes Erlebnis, andererseits aber wirklich sehr lehrreich. Laufen Sie etwa mit Schutzhelmen durch eines der von Nordkorea zur Invasion freigeschaufelten Tunnel. Unter Aufsicht von Soldaten der UN-Waffenstillstandskommission und nach strenger Passkontrolle kommen Sie bis zur direkten Grenze. Hier beobachtet Sie ein nordkoreanischer Soldat durch sein Fernrohr. Dabei sollte man ein Winken unterlassen. Im Grenzgebäude, wo politische Verhandlungen zwischen den beiden Staaten geführt werden, können Sie sich mit einem wachsfigurähnlichen südkoreanischen Soldaten fotografieren lassen. Und die offizielle Grenzlinie überschreiten.
Unter Aufsicht von Soldaten der UN-Waffenstillstandskommission lässt sich die Grenze zu Nordkorea besichtigen.

Palast Gyeongbokgung

Gleich fünf Königspaläste besitzt Seoul. Der größte davon ist der Gyeongbokgung, der nach dem Prinzip des Yin und Yang erbaut wurde. Bestaunen Sie die rot leuchtenden Gebäude, wo früher unter zwei verschlungenen Drachenfiguren Thronbesteigungen gefeiert wurden. Im Garten entspannen Sie am See, wo der König einst ausländische Gäste empfangen hat. Ein Highlight ist auch die Wachablösung, wo Soldaten auch heute noch in traditionell bunten Uniformen unter Trommelwirbel Fahnen schwingen.
Der größte Königspalast Gyeongbokgung wurde nach dem Prinzip des Yin und Yang erbaut.

Jogyesa Tempel

Etwa 24 Prozent der Koreaner sind Buddhisten. Mitten im geschäftigen Treiben von Downtown Seoul ist der Jogyesa Tempel eine Oase der Ruhe. Im Garten steht eine 500 Jahre alte Tempelkiefer, ein nationales Naturdenkmal. Bei meinem Besuch im Oktober fand auch das jährliche Chrysanthemen-Festival statt. Überall wimmelt es von Blumenskulpturen in allen Farben – ein traumhaftes Fotomotiv. Übrigens: Nach Voranmeldung bekommen Sie auf Wunsch einen hautnahen Einblick in das Tempelleben. Neben einer Einführung in die buddhistische Glaubenswelt und die Tempelsitten haben Sie die Gelegenheit, sich in der Kunst der Meditation zu üben und sich von der Reichhaltigkeit der buddhistischen Tempelküche zu überzeugen.
Der Jogyesa Tempel ist eine Oase der Ruhe.

Radfahren am Han-Fluss

Seoul ist keine besonders grüne Stadt, doch vor allem am Wochenende zieht es die Bewohner an den Han-Fluss zum Picknicken. Und Radfahren. Hunderte von bunten Leifahrrädern stehen hier gegen wenig Geld für Ihre Erkundungstour bereit. Genießen Sie dabei Ihren Blick auf Seouls Berge und die Skyline.
Per Leihfarrad gehts am Han-Fluss entlang.

Abendvergnügen in Hongdae, Gangnam und Itaewon

Das Motto der Südkoreaner lautet „Work hard – enjoy hard“. Morgens drängen sich Menschenmassen mit den neuesten Smartphones in die top-moderne U-Bahn. Und abends sitzt man zusammen am Barbecue-Tischgrill, trinkt Soju und zieht bis in die Morgenstunden von einem Club zum nächsten. Hongdae ist dabei vor allem bei Studenten beliebt – hier gibt es Livemusik, Indieclubs und Karaokebars. In Gangnam trifft sich hingegen die schicke Partyszene. Beim Ausgehen in Itaewon ist das Publikum besonders international.
Das Nachtleben von Itaewon zieht vor allem internationales Publikum an.

Shopping-Rausch

Wer koreanische Antiquitäten und Souvenirs sucht, wird in Insadong fündig. Große Kaufhäuser sowie internationale und koreanische Modeketten sind vor allem in Myeongdong vertreten. Besonders aufgefallen ist mir hier auch die immense Anzahl an Beautyshops. Allein das Angebot an Gesichtsmasken ist schier unendlich! Nicht verpassen sollten Sie den Trubel auf den Märkten. Der Namdaemun-Markt wird ganz traditionsgemäß zum Großteil im Freien abgehalten. Hier shoppen Sie neben Kleidung auch Haushaltswaren und Geschenkartikel. Besucher mit nicht zu empfindlicher Nase pilgern zum Noryangjin-Fischmarkt. Das Angebot an frischem Fisch, und Meeresfrüchten ist mehr als beeindruckend. Der Clou: Ihren Fisch können Sie in einem der Restaurants vor Ort nach Wunsch sofort zubereiten lassen.
Internationale und koreanische Mode lässt sich in Myeongdong einkaufen.

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