Paris – (M)Ein Fest fürs Leben

20.08.2015
Angeln an der Seine, Treffen der Literatenszene, ein Glas Muscadet im Café: Das Flair Paris' der 1920er Jahre, welches Ernest Hemingway in seinem Werk „Paris – Ein Fest fürs Leben" so treffend beschreibt - man spürt es zuweilen noch heute beim Flanieren durch die Straßen der Stadt.

Meine Tipps für einen gelungenen Paris-Aufenthalt:

Sightseeing & Events

Wenn Sie am ersten Sonntag des Monats in Paris sind, können Sie die berühmtesten Museen der Stadt wie den Louvre, das Musée d’Orsay oder das Centre Pompidou völlig umsonst besuchen. Ebenso gratis ist dann der Eintritt in das Schloss von Versailles.

Viele unbekanntere, jedoch ebenso faszinierende Museen in Paris sind jeden Tag kostenfrei. Besonders gut gefallen hat mir das Musée Carnavalet (Museum zur Pariser Stadtgeschichte) und das wunderschöne Musée de la Vie Romantique mit seinem Gartencafé. Eine Übersicht aller Gratisangebote der Pariser Museen finden Sie hier.

Gratis-Stadtführungen auf Englisch gibt es bei  City Free Tour – unter anderem erleben Sie die schönsten Sehenswürdigkeiten an der Seine bei Nacht. Die Organisatoren freuen sich über ein Trinkgeld, wenn Ihnen die Führung gefallen hat. Die Touren sind auf dem Bewertungsportal TripAdvisor übrigens hervorragend bewertet mit 5 von 5 möglichen Punkten bei mehr als 800 Bewertungen.

Es mag etwas ungewöhnlich klingen, aber ein Spaziergang über die drei berühmtesten Pariser Friedhöfe lohnt sich. Auf dem größten, Père Lachaise, entdecken Sie die Gräber von Jim Morrison, Edith Piaf und Oscar Wilde: Letzteres wurde in der Vergangenheit so oft mit roten Kussmündern verziert, dass 2011 zwei Meter hohe Glasscheiben zum Schutz des Grabsteins errichtet wurden. Auf dem Cimetière Montparnasse finden Sie die letzte Ruhestätte von Serge Gainsbourg sowie das Gemeinschaftsgrab von Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Heinrich Heine, Francois Truffaut und Edgar Degas gedenken Sie auf dem Cimetière Montmartre.

Auf dem größten Friedhof Paris', Père Lachaise, besuchen Sie unter anderem das Grab von Jim Morrison.

Eines der nächsten Veranstaltungshighlights ist die „Nuit Blanche“ in der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober. Die Nacht wird dann zum Tag – in der ganzen Stadt finden bis zum frühen Morgen Kunstinstallationen statt. Das Event kostet keinen Eintritt.

Während des Kunst-Events „Nuit Blanche“ (schlaflose Nacht) verwandelt sich Paris in eine einzige nächtliche Ausstellungsfläche.
Essen & Trinken

Den Rest des Sommers genießen Sie am besten zusammen mit den Parisern bei einem Picknick. Meine Lieblingsorte sind der Quai d’Orléans auf der Ile Saint-Louis (hier hat man Blick auf Notre Dame) und der Canal Saint-Martin, wo man nach dem Picknick noch in viele hippe Bars einkehren kann, etwa ins Chez Prune oder ins Le Jemmapes.

Über die Website „La Fourchette“ (nur auf französisch) gibt es das ganze Jahr über tolle Rabatte auf Restaurants. Ich habe mit den Rabattangeboten zum Beispiel die Restaurants Au Bon Coin, Basilic & Spice und Ile de Réunion ausprobiert – allesamt hervorragend. Besonders die Küche in Letzterem ist in Deutschland schwer zu finden: Sie probieren außergewöhnlich gewürzte Gerichte von der Insel im Indischen Ozean, die als Übersee-Département offiziell Teil von Frankreich ist.

Auch regulär günstig ist das baskische Restaurant Chez Gladines, wo Sie für etwa 10 € ein Hauptgericht genießen können. In der Rue Saint-Anne gibt es erschwingliche japanische Küche (nicht nur Sushi, sondern auch Nudelsuppen oder eine Art Omelette aus Osaka) und sogar eine japanische Bäckerei, wo Sie zum Beispiel Eclairs mit dem Geschmack von Grünem Tee kosten können.

Nutzen Sie außerdem die Happy Hours, die viele Bars anbieten. Oftmals gibt es sogar bis 21 Uhr Drinks. Ich kann etwa die schicke, asiatisch inspirierte Bar Le China empfehlen. Normalerweise kosten die Drinks dort 12 €, was dem durchschnittlichen Preis für Cocktails in Paris entspricht. In der Happy Hour zahlen Sie nur 7 € - ein top-Preis-Leistungs-Verhältnis für das elegante Ambiente und die außergewöhnlichen Kreationen mit zum Beispiel Ingwer oder Litschi.

In einem der vielen Cafés und Restaurants nehmen Sie im Sommer draußen Platz.
Shopping

Wenn Sie in Paris vornehmlich shoppen möchten, dann rate ich zu einer Reise im Zeitraum im Januar oder Juli. Während in Deutschland der klassische Schlussverkauf abgeschafft ist, gibt es in Frankreich nach wie vor zweimal im Jahr "Soldes" in großem Umfang. Mit Rabatten von bis zu 70 Prozent machen Sie tolle Schnäppchen - auch in den großen Kaufhäusern wie den Galéries Lafayette.

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