Nostalgie und Lebensfreude – meine Kuba-Highlights

02.07.2018

Wenn man an Kuba denkt, denkt man an karibische Strände, bunte Kolonialhäuser, Oldtimer, Rum, Zigarren und Che Guevara. Ich habe die Insel auf einer dreiwöchigen Rundreise erkundet und kann bestätigen: All diese charakteristischen Merkmale sind mir immer und überall begegnet.

Karibische Strände

Nach meiner Rundreise kann ich nicht sagen, welcher Strand am schönsten ist. Denn naturbelassene Strände mit feinem, weißem Sand und klarem, türkisfarbenem Wasser findet man auf Kuba fast überall. Im Westen der Insel, in der Region Pinar del Rio, kann ich die Insel Cayo Jutía empfehlen. Hier kann man ohne Touristentrubel zwischen Mangrovenwäldern am flach abfallenden Strand entspannen. Wer gerne die bunte Unterwasserwelt Kubas erleben möchte, sucht im Süden den Playa Girón in der Schweinebucht auf. Hier muss man gar nicht weit raus schwimmen um Fische, Seepferdchen und Korallen zu sehen – das Riff ist sehr nah an der Küste.

Bunte Kolonialhäuser

In der Hauptstadt Havanna, in den Kleinstädten und auf den Dörfern – die Straßen und Gässchen auf Kuba sind voll von bunten, stuckverzierten Kolonialhäusern. In der eleganten, französisch geprägten Stadt Cienfuegos haben mir die prächtigen Palais und farbigen Wohnhäuser besonders gut gefallen. Der Parque Marti zum Beispiel erinnert mit Musikpavillion, Palicio und pastellfarbenen Kolonialvillen an die frühere Herrschaft der Zuckermillionäre.

Möchten Sie auch in einem Haus im Kolonialstil übernachten? Dann empfehle ich Ihnen eine Casa Particulares zu buchen. Diese privat geführten Unterkünfte sind nicht nur günstiger als Hotels, sie ermöglichen auch einen nahen Kontakt zu den Kubanern und geben einen tollen Einblick in deren Alltag.

 

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Oldtimer

Drei Autobahnen oder drei Autopistas, wie der Kubaner sie nennt, verbinden die Hauptstädte der 15 Provinzen des Landes. Oft sind die mehrspurigen Straßen fast leer, es kann passieren, dass einem minutenlang kein Auto entgegenkommt. Jedoch sind vereinzelte Fußgänger, Kutschen, Reiter oder Radfahrer keine Seltenheit auf den Fahrbahnen. Ich empfehle einen internationalen Führerschein einzupacken und sich genau an die Tempolimits zu halten. Die Polizisten sind sehr streng. Ansonsten kann man sorglos fahren, die Verkehrsregeln unterscheiden sich nicht von unseren in Deutschland.

Während des Batista-Regimes haben die Amerikaner die kunterbunten Oldtimer auf die Insel gebracht. Seit der Kubanischen Revolution sind die klassischen Amischlitten aus den 50er oder 60er Jahren die letzten Überbleibsel der Amerikaner und heute charakteristisch für Kuba. Ich war fasziniert von den glänzenden Oldtimern und sehr überrascht, dass sie nicht nur für Touristenfahrten, sondern auch im kubanischen Alltag genutzt werden. Falls Sie gern die Insel in einem edlen Oldtimer erkunden möchten: Reiseveranstalter wie Tour Vital bieten nostalgische Oldtimertouren durch Kuba an.

 
 

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Rum

Trinidad sollte zu jeder Kubareise gehören. Hier spielt sich das Leben auf der Straße ab, hier spürt man die karibische Lebensfreude. Besonders viel Stimmung erlebt man abends in der Altstadt auf dem Plaza Mayor. Grund ist die laute Salsamusik, die aus der Casa de le Musica über den Kopfsteinpflasterplatz erklingt. Neben dem Tanzen wird hier der Canchánchara getrunken: ein Rum mit Honig, Limettensaft, Wasser und Eis.

Einen Mojito sollte man sich wie einst Ernest Hemingway im La Bodeguita Medio gönnen. Die kleine Bar in der Altstadt von Havanna hat am Abend immer eine Gruppe Musiker zu Gast und serviert das kühle Getränk aus Zucker, Minze, Limette, Rum und Eis in Dauerschleife. Gerüchten zufolge hatte Hemingway hier nach ein paar Mojitos den Satz „My Mojito in La Bodeguita. My Daiquiri in La Floridata“ auf ein Metzgerpapier geschrieben. Der Zettel hängt heute goldeingerahmt an der Wand.

 

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Wer mehr über die Geschichte und Herstellung des Rums erfahren möchte, sollte in Santiago de Cuba die älteste Destillerie des Landes besuchen.

Zigarren

Das Naturparadies Viñales sollte man nicht verpassen: Hier reihen sich Zuckerrohr-, Kaffee- und Tabakplantagen aneinander. Inmitten der grünen Felder ragen unzählige Felsen in den Himmel: ein toller Ort zum Wandern, Klettern, Reiten und Fahrradfahren. Bei einem Besuch in einer der Zigarren-Manufakturen erfährt man, wie die braunen Tabakblätter geerntet und zu edlen Zigarren verarbeitet werden. Eine Kostprobe ist natürlich auch dabei.

 

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Che Guevara

Überall ist er zu finden: an den Autobahnen hängen seine Schlachtrufe auf Tafeln, in den Städten sind Hauswände mit seinen Postern beklebt und auch in den Haushalten und Bars findet man ein Bild von dem wohl berühmtesten Guerillero der Welt. Wer mehr über sein Leben und die kubanische Revolution wissen möchte, sollte nach Santa Clara reisen. In der sehr belebten Studentenstadt findet man neben dem Denkmal des gepanzerten Zuges auch das Che-Mausoleum sowie die Statue Che Guevaras auf dem Platz der Revolution.

 

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Tour Vital hat zum zehnjährigen Firmenjubiläum eine Kuba-Rundreise in nostalgischen Oldtimern aufgelegt, bei der Sie neben den Metropolen auch eine Tanzstunde, einen Cocktailkurs und eine Oldtimer-Werkstatt besuchen.

 

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