Miami – Insidertipps einer Einheimischen

17.10.2017

Miami, da denken viele gleich an Muscle Beach  und Ocean Drive. Wir haben unsere Kollegin Elisabeth Barker nach Ihren Tipps für die Sonnen-Stadt im Sonnen-Staat gefragt. Denn wer kennt die City besser, als echte Einheimische?

Warum sollte ich Miami besuchen?

Miami ist weltbekannt für seine Strände und sein Nachtleben und ein super Ort, um Stars und Sternchen, Reiche und Schöne anzutreffen. Es gibt keine schlechte Jahreszeit, um Miami zu besuchen – denn hier ist immer Sommer. Und es gibt ständig neue spannende Events, wie zum Beispiel die Art Basel, die Miami Musik Week, Film-Festivals, Sport-Events und Bootsschauen.

 

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Was ist das erste, was ich mir in Miami anschauen sollte?

Egal ob man zum ersten Mal oder zum fünfzigsten Mal nach Miami kommt – der erste Weg führt an den Strand. Miami ist einer der wenigen Orte in den USA ist, die sich wirklich tropisch anfühlen. Ich liebe den ruhigen nördlichen Teil von South Beach. Obwohl hier einige der neuesten und schicksten Hotels liegen, ist die Atmosphäre am Strand viel entspannter als weiter südlich am Ocean Drive, wo viele Touristen sind und Tag und Nacht Parties stattfinden.

Welche Touristenfallen sollte ich vermeiden?

Finger weg von den Restaurants am Ocean Drive und am Española Way. Beides sind Touristen-Hotspots und gute Fotomotive, aber die Restaurants sind überteuert und nicht authentisch.

Was ist dein Lieblingsplatz in der Stadt, den Touristen nicht kennen?

Taucher und Schnorchler können in Biscayne Bay das Neptune Memorial Reef bestaunen. Das künstliche Riff wurde als Abbild der „versunkenen Stadt Atlantis“ aufgebaut und liegt 12 Meter unter der Wasseroberfläche.

Weniger Abenteuerlustige nehmen ein Boot nach Stiltsville, einer Ansammlung von Holzhäusern auf Stelzen im Meer. Die Gebäude wurden in den Dreißiger Jahren vor der Küste errichtet, damit die Oberschicht von Miami während der Prohibition Alkohol trinken und dem Glücksspiel frönen konnte. Heute kann man mit einer Sondergenehmigung und dem nötigen Kleingeld in einem der Häuser Privatparties feiern – und das nostalgische Flair des „Old Florida“ aufleben lassen.

 

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Was kann man in Miami sehen, das es nirgends sonst gibt?

Anders als in anderen Städten in den USA ist hier Spanisch die Muttersprache der meisten Einwohner und wird auf der Straße mehr gesprochen als Englisch. Bevor ich nach Miami zog, war mein Spanisch nicht besonders gut. Aber in Gesellschaft von so vielen Muttersprachlern hat sich das schnell geändert.

Es gibt hier eine alte Redensart: „Das Beste an Miami ist, wie nah es an den USA liegt.“

Die Stadt ist eine faszinierende Mischung aus Mittel- und Südamerikanischen Kulturen, die sich in Küche, Musik, Mode und einer quirlig-lockeren Lebensart widerspiegelt.

 

Welches Gericht oder Getränk muss ich unbedingt probieren?

Der Smoothie-Trend hat auch Miami voll erwischt, und das tolle ist, dass hier die Zutaten dafür überall wachsen. Zuhause nehme ich frische Mangos aus unserem Garten. Ansonsten gehe ich zu Milk Gone Nuts, wo es Bio-Säfte und veganes Eis am Stiel mit frischer Kokosmilch, Ananas, Wassermelone und anderem Obst aus der Region gibt.

Welches ist dein Lieblingsrestaurant und warum?

Ich habe ein Auslandssemester in Argentinien verbracht, und wann immer ich „Heimweh“ nach Buenos Aires habe, gehe ich ins Restaurant Manolo in North Beach. Hier serviert man Empanadas (gefüllte Teigtaschen), Chorizo mit Chimichurri-Sauce und wahnsinnig gute Desserts. Probiert unbedingt die Churros mit Dulce de leche oder Nutella, zusammen mit einem Espresso oder Latte.

Wo sollte ich einkaufen gehen?

Natürlich gibt es in Miami viele klimatisierte Shopping-Malls. Ich gehe aber lieber zur Lincoln Road Mall, einem Straßenzug mit Läden, Restaurants und Cafés nördlich der Collins Avenue. Ungefähr auf halber Höhe der Straße liegt mein Lieblingsbuchladen, Books & Books. Hier findet man in den Regalen neben Bestsellern auch Bücher kleiner Verlage und lokaler Autoren.

 

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Nach dem Shoppen sollte man sich auf die Terrasse eines der Straßencafés setzen. Zum Leute beobachten gibt es kaum einen besseren Platz.

Was ist der schrägste Ort, den ich besuchen sollte?

Die Wynwood Walls. Das ist ein 7000 Quadratmeter großes Areal mit farbenfrohen Wandmalereien von rund 50 Künstlern. In der Gegend gibt es trendige Coffee Shops, Boutiquen, Brauereien und Kunstgalerien, wo sogar Werke von weltberühmten Künstlern wie Fernando Botero ausgestellt sind.

Was ist das beste daran, in Miami zu leben?

Dass ich das ganze Jahr über draußen aktiv sein kann. Es gibt nichts besseres, als nach einem Arbeitstag bei Sonnenuntergang am Strand entlang zu joggen. Am Wochenende gehe ich stand-up-paddeln im Meer, kajakfahren im Oleta River State Park oder radfahren am Miami Beach.

Und das schlechteste?

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind schrecklich. Ich reise regelmäßig nach New York, wo ich mich auf U-Bahn und Bus immer verlassen kann. In Miami ist das Verkehrsnetz langsam und unzuverlässig. Es kann Stunden dauern, um mit einem Bus ein paar Meilen von A nach B zu fahren - falls der Bus überhaupt je an der Haltestelle auftaucht.

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