Magisches Myanmar: Eine Reise ins Land der goldenen Pagoden

30.08.2018

Vermutlich kann man Myanmar seit der politischen Öffnung vor einigen Jahren nicht mehr als Geheimtipp bezeichnen, doch sicher ist, dass es immer noch zu den ursprünglichsten Reisezielen Südostasiens zählt. Bei einer Reise durch das Land treffen Sie überall auf burmesische Gastfreundschaft, fremde Kulturen und Traditionen sowie faszinierende Landschaften – und das, obwohl momentan nicht einmal das ganze Land für Touristen zugänglich ist.

Zwei bis drei Wochen Zeit sollten Sie einplanen, um in die Welt der goldenen Pagoden, Tempel und Buddha-Statuen einzutauchen. Wer Lust und Zeit hat, entspannt am Ende seiner Reise noch am fast unberührten Sandstrand von Ngapali Beach.

Folgende Highlights sollten auf Ihrer Rundreise nicht fehlen:  

Yangon

Die ehemalige Hauptstadt, auch bekannt unter dem Namen Rangun, ist Myanmars größte Stadt und wichtigstes Handelszentrum. Wuselig geht es zu auf den Straßen: Diese teilen sich Autofahrer mit Hunden und Fußgängern und an jeder Ecke wehen Ihnen Gerüche der Garküchen entgegen: Probieren Sie unbedingt Curries, Samosas (gefüllte Teigtaschen) oder frische Früchte an einem der Stände. Auch Güter des alltäglichen Lebens kaufen die Burmesen meist auf der Straße oder Märkten. Einer der größten ist der Shan Road Markt. Interessant ist auch, dass die Straßen nach Bereichen eingeteilt zu sein scheinen. So findet man in einer Straße nicht nur einen Laden, der Lampen verkauft, sondern eine ganze Straße voll von Geschäften, die Lampen und entsprechendes Zubehör verkaufen.Die nächste Straße verkauft Metallteile und so weiter.

 

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Yangon ist nicht nur als Handels- und Wirtschaftszentrum bekannt. Mit der Shwedagon Pagode befindet sich auch eine der bedeutendsten Pagoden des Landes hier. Das Wort Shwe bedeutet Gold und davon gibt es hier wahrhaftig genug. Bereits aus der Distanz sehen Sie die schimmernde Kuppel. In der Pagode selbst gibt es verschiedene Altare und Gebetsstellen. Tipp: Beobachten Sie die Buddhisten aus der Ferne beim Beten und fragen Sie die anwesenden Mönche gerne nach ihren Sitten und Gebräuchen.

 
 

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Um noch mehr ins Alltagsleben der Burmesen einzutauchen, machen Sie eine Fahrt mit der Ringbahn. Diese startet und endet am Hauptbahnhof und führt in die Vororte der Stadt. Am besten steigen Sie in einen frühen Zug, denn so erleben Sie hautnah, wie die Einheimischen Waren wie Getreide, Gemüse oder Obst zu- und entladen oder bei kurzen Stopps an Passagiere im Zug verkaufen.

Mandalay

Mandalay liegt am Ufer des Irrawaddy Flusses und ist die zweitgrößte Stadt Myanmars. Um einen ersten Überblick über die Stadt und die Umgebung zu bekommen, besteigen Sie den Mandalay Hill. Der Aufstieg der vielen Stufen lohnt sich: Vor allem zum Sonnenuntergang taucht die Sonne den Tempel, der mit vielen bunten Glasmosaiken verziert ist, in ein tolles Licht.

 

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Auf keinen Fall verpassen dürfen Sie die Mahamumi Pagode. Sie beherbergt eine der meist verehrten Buddha-Statuen. Sie ist komplett vergoldet und gilt für die Burmesen als einer der wichtigsten Plätze für ihre Gebete.
Genau wie Mandalay waren auch die Städte Sagaing, Ava und Amarapura einst königliche Hauptstädte. Für die Region sind sie immer noch bedeutend. Bereits die Anfahrt auf den Sagaing Hill beeindruckt: Überall blitzen goldene und weiße Pagodendächer aus der Hügellandschaft hervor. Rund 600 Pagoden, Klöster und Meditationszentren verteilen sich auf dem Sagaing Hill. Damit gilt es als eines der wichtigsten Meditationszentren im Land. Oder Sie besuchen den Ort Ava: Mit der Pferdekutsche fahren Sie unter anderem zum Bagaya Kloster und zum Aungmye Bonzan Kloster.
Nicht fehlen darf der Besuch der Ubein Brücke. Die Brücke wurde um 1850 erbaut und gilt mit ihren 1,2 Kilometern als die längste Teakholzbrücke der Welt. Etwas abenteuerlich ist der Spaziergang über die Brücke. Ein Handlauf fehlt und einige der Holzbalken sind bedenklich wackelig. Dennoch ist es ein Erlebnis, die vielen Händler, Einheimischen und Touristen auf der Brücke zu beobachten. Zum Sonnenuntergang kommen die meisten Touristen, da Sie hoffen, das perfekte Bild zu schießen.

 

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Inle See

Über eine Fahrt auf den See kommen Sie hier nicht herum: Mit dem Boot schippern Sie vorbei an Stelzenhäusern und schwimmenden Gärten und genießen die Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Auch die Werkstätten vieler Handwerker können mit dem Boot angefahren werden. In Gold- und Silberschmieden wird vor allem Schmuck verkauft. Highlight und beliebtes Fotomotiv sind die „einbeinigen Fischer”. Elegant stehen Sie auf einem Bein auf Ihren Booten und spannen Ihre Netze. Aber Vorsicht: Für das perfekte Foto verlangen einige Fischer Geld. Entscheiden Sie, ob Sie zahlen wollen, oder lieber auf den spontanen Augenblick warten und dadurch zwar die perfekte Pose verpassen, aber dennoch schöne Fotos schießen.  

 
 

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Bagan

Die historische Königsstadt Bagan gilt als eine der größten archäologischen Ausgrabungsstätten in Südostasien. Auf einer Fläche so groß wie Manhattan befinden sich mehr als 4000 Tempel. Meistens sind diese aus rotem Ziegelstein gefertigt und mehr als 1000 Jahre alt.
Besonders magisch ist der Anblick des Tempelfeldes in Bagan zum Sonnenaufgang. Mit Glück sehen Sie hier, wie hunderte von Heißluftballons in die Höhe schweben, während sich langsam der leichte Dunst legt und die Sonne aufsteigt. Zu diesem Spektakel oder alternativ zum Sonnenuntergang finden sich täglich zahlreiche Zuschauer auf den Dächern bzw. Stufen der Tempel ein. Dabei sind die größten Tempel am beliebtesten bei Gruppen. Kleinere Tempel sind weniger besucht und mit Glück findet man ein ruhiges Plätzchen.
Tipp: Reiseveranstalter wie Tour Vital bieten Ballonfahrten über das Tempelfeld an. Aus der Vogelperspektive haben Sie die beste Sicht und erleben den Sonnenaufgang ganz in Ruhe.

Ebenfalls besuchen sollten Sie auch das Dorf Myinkaba. Hier befindet sich der Gubyaukgyi Tempel, der mit verschiedenen Wandbemalungen und Gravuren verziert ist. Vor allem bei Besuchen in burmesischen Dörfern bekommen Sie Einblick in das alltägliche Leben. Die Kinder spielen auf der Straße, die Frauen waschen die Wäsche im Fluss und kochen in Garküchen am Straßenrand.

Strand

An der Westküste Myanmars bezaubert der hübsche Strand Ngapali Beach seine Besucher. Nach oder während einer Rundreise ist es der ideale Ort, um abzuschalten und neue Energie zu tanken. Die Anreise ist einfach: Vom Flughafen Thandwe sind es nur wenige Kilometer bis zu den ersten Hotels, die sich entlang des rund drei Kilometer langen Strandes befinden.
Sogar während der Hochsaison von November bis Februar ist der Strand recht leer. Machen Sie lange Spaziergänge oder entspannen Sie im Schatten einer Palme. Viele Hotels bieten zudem Massagen direkt am Strand an: Hier entspannen Sie mit Blick auf den Ozean. Oder Sie machen einen Ausflug zum Tauchen oder Schnorcheln; das Gebiet eignet sich hervorragend.

Festivals

Ein einmaliges Erlebnis ist es, auf Ihrer Reise ein typisch burmesisches Fest zu erleben. Während meiner Reise im November 2016 habe ich es leider nicht geschafft zum Heißluftballon-Festival nach Taunggy zu fahren. Jedes Jahr im Oktober oder November verwandelt sich der kleine Ort in ein riesiges Fest. Jeden Abend werden hunderte selbstgebastelte Ballons in den Himmel hinauf gelassen, das Ganze wird begleitet von Musik und es gibt Essen und Trinken.

Auch Tour Vital bringt Sie bei seiner Jubiläumsreise zum zehnjährigen Jubiläum zu einigen Festivals. So besuchen Sie im Oktober das alljährlich stattfindende Elefantentanz-Festival in der Nähe von Mandalay. Aus Papier und Bambus werden die gigantischen Elefantenpuppen gebaut. Später werden diese von Menschen gesteuert und zum Takt der Trommeln wird ausgelassen getanzt. Das Fest findet jedes Jahr im Oktober statt, jeweils einen Tag vor Vollmond. Gäste von Tour Vital haben zudem die Gelegenheit das größte Fest am Inle See zu besuchen: Beim Phaung Daw Oo Pagoda Fest finden traditionelle Bootsrennen und Folkloretänze statt. Zudem werden Buddha-Statuen über den See gefahren und so in jedes Dorf gebracht.

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