Kuba: 3 Wochen pure Lebensfreude

19.11.2018

Ich tanze Salsa, das macht mir viel Spaß und ich kann dabei herrlich abschalten. Mit Salsa verbinde ich tolle Musik, Sonne und Kuba. Daher lag es für mich nahe, einmal im Leben nach Kuba zu fliegen, um dort zu tanzen, das Land zu bereisen und die kubanische Lebensfreude zu spüren.

Havanna

Mein erster Stop der Reise ist Havanna. Was für eine Stadt! Schnell wird klar, das Leben der Kubaner findet auf der Straße statt. Kinder kicken sich den Fußball zu, die Autos werden auf der Straße gewaschen, im Park Central spielen die Männer Domino und natürlich wird auch getanzt. Zur ersten Orientierung fahre ich mit dem Hop-on Hop-off Bus durch die Stadt. Am besten gefällt mir die Altstadt mit seinen vielen Plätzen und historischen Gebäuden wie beispielsweise die Kathedrale de la Habana.

Eine von elf römisch-katholischen Kathedralen auf Kuba: die Catedral de la Habana.

Bei einem Bummel durch die Haupteinkaufsstraße gönnt man sich am besten einen Mojito in der Bar des Hotels Ambos Mundos. Souvenirs kauft man ebenfalls in der Haupteinkaufsstraße Calle de Obispo oder im Markt Almacen San José am Hafen. Lohnenswert ist auch die Fahrt auf die andere Seite der Stadt zur Festung El Morro. Angenehm ruhig ist es hier am Abend − ein schöner Ort, um auf Havanna zu blicken und den Sonnenuntergang zu genießen.

Mit dem Mietwagen geht es weiter ins etwa 185 Kilometer entfernte Viñales-Tal. Die Fahrt aus Havanna klappt trotz weniger Schilder und Verkehrsregeln dennoch recht gut. Einmal aus der Stadt fühlt man sich gleich wie in einer anderen Welt. Auf der Autobahn fahren kaum Autos, dafür sieht man Fahrräder, Ochsenkarren und Anhalter, die auf eine Mitfahrgelegenheit hoffen.

Viñales

Viñales gilt als Hauptanbaugebiet von Tabak und wird auch das grüne Tal genannt. Direkt nach Ankunft in unserer Casa Particular (eine Art Homestay, bei der eine Familie ein oder mehr Zimmer an Gäste vermietet) fahren wir zum Hotel Los Jazmines. Die Aussicht auf die bewachsenen Kalksteinfelsen sieht tatsächlich aus wie auf den Postkarten, toll.

Die Qualität des Tabaks aus dem Viñalestal ist international bekannt.

Nach unserer Rückkehr empfängt uns unsere „Gastmutter“ Maria mit kubanischen Köstlichkeiten. Wir probieren uns durch Tostones (ein frittierter Snack aus unreifen, grünen Kochbananen, die ähnlich wie Bananen aussehen), Yuca (auch bekannt als Maniok) und natürlich dürfen schwarze Bohnen und Reis zum Huhn nicht fehlen. Abends gehen wir ins Casa de la Musica. Wie in fast jeder Stadt Kubas wird hier unter freiem Himmel Tanz aufgeführt und selber getanzt. Wer noch nicht tanzen kann, sollte über einen Tanzkurs nachdenken, es macht einfach unfassbar viel Spaß.

Am nächsten Tag fahren wir zum ersten Mal ans Meer. Die kleine Insel Cayo Jutías ist rund eine Stunde von Viñales entfernt. Kein Hotel, kaum Touristen, ein kleiner Mangrovenwald - hier verbringen wir einen perfekten Tag am Traumstrand.

Die Cayo Jutías zählt zu den abgeschiedensten Orten Kubas mit traumhaft weißem Natursandstrand.

Trinidad

Wenn auch sehr touristisch, so ist Trinidad für mich persönlich die schönste Stadt, die ich in den drei Wochen gesehen habe. Allein die Anfahrt zur Casa ist sehr holprig: die ganze Stadt ist mit Steinen „gepflastert“ und wir müssen um Zufahrtserlaubnis bitten, da das Zentrum weitestgehend autofrei ist. Unsere Casa ist in einem knalligen Pink gestrichen − wie wir direkt feststellen, ist das in Trinidad ganz normal. Die Häuser erstrahlen hier in allen Farben des Regonbogens. Die Kolonialstadt verzaubert mit seinen vielen bunten Häusern und der Plaza Mayor.

Blau, Grün, Gelb: Die Häuser in Trinidad erstrahlen in leuchtenden Farben.

Auf jeden Fall lohnt sich der Aufstieg auf den Kirchturm des Museums für den Kampf gegen Banditen. Von oben hat man einen tollen Blick auf die Altstadt von Trinidad. Nach einem Bummel durch die Stadt sollte man unbedingt einen Abstecher in die Bar Canchanchara machen. Hier gibt es den gleichnamigen Cocktail der Stadt Trinidad. Rum mit Honig und Limettensaft, lecker. Dazu gibt es wie immer Livemusik.

Wer in Trinidad entspannen möchte, fährt an den Strand Playa Ancon. Mit dem Katamaran sind wir hier zum Schnorcheln rausgefahren. Das hat ein paar CUC gekostet und ich war fasziniert von der bunten Unterwasserwelt.

Wer von Trinidad nach Santa Clara fährt, hat die Möglichkeit durch das Reservoir Embalse Hanabanilla zu fahren. Für mich definitiv ein Muss, auch wenn die circa 160 Kilometer lange Fahrt länger dauert als über die Stadt Sancti Spiritus. Unser kleines Auto quält sich die Berge hoch. Herrlich grün ist es hier, immer wieder hat man einen fantastischen Blick ins Tal. Auf der Strecke gibt es einige Aussichtspunkte, an denen man unbedingt halten sollte.

Die Mühe des Aufstiegs lohnt: Oben wartet ein fantastischer Ausblick auf die Landschaft.

Empfehlenswert sind sicher auch ein Ausflug zum Wasserfall El Nicho oder eine Wanderung durch den Nationalpark. Beides kann man gut von Trinidad aus organisieren, unsere Zeit hat leider nicht gereicht.

Santa Clara

Santa Clara steht ganz im Zeichen von Che Guevara. Zu Zeiten des Batista-Regimes konnte er die Stadt für sich einnehmen und wird dafür gebührend geehrt. Auf dem Platz der Revolution steht eine große bronzene Statue sowie ein Mausoleum und ein Museum.

Die Anlage befindet sich im Westen der Stadt auf dem „Plaza de la Revolución“.

In einer Parkanlage der Stadt stehen zudem vier restaurierte Originalwagen eines Zuges, den Che Guevara 1958 zum Entgleisen brachte und damit das Ende der kubanischen Revolution setzte. Santa Clara gilt als innovativste Stadt Kubas. Neue Trends werden hier zuerst gesetzt und gelebt. Mir ist aufgefallen, dass die Leute hier besonders auffällig gekleidet sind, einige Transvestiten zu sehen waren und neben Salsa, Bachata und Son auch einmal Musik wie Raggae und Rock zu hören waren.

Zum Abschluss der Reise verbringen wir einige Tage in Varadero. Ich muss sagen, hier zeigt sich Kuba von einer anderen Seite. Große All-Inclusive Hotels säumen den Strand. Das Leben konzentriert sich auf die Hotelanlagen, ein Großteil der Touristen macht maximal einen Abstecher nach Havanna. Nachdem ich vorher 2 ½ Wochen auf eigene Faust im Land unterwegs war, fand ich es eher abschreckend zu sehen, wie hier geurlaubt wird.

Um die Freundlichkeit der Kubaner zu erleben, Ihren Erfindungsreichtum mitzuerleben und die Lebensfreude zu spüren, sollte ein jeder Kuba-Urlauber ein paar der genannten Städte und Orte besuchen. Wer das Land nicht auf eigene Faust bereisen möchte, kann in der Gruppe eine Rundreise machen. Viele Reiseveranstalter kombinieren Rundreisen mit anschließenedem Badeaufenthalt.

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