Kalifornien – Highway One und eine Übernachtung im Jurten-Zelt

03.05.2017

Kalifornien ohne Highway 1? Da fehlt etwas! Es ist eine der schönsten Strecken in den USA, die direkt an schroffen Steilküsten entlang führt. Man kann mit den Highway 1 bereits nördlich von San Francisco starten. Als alte Hitchcock Fans haben wir den Umweg zur Bodega Bay als Startpunkt gewählt. Leider eine herbe Enttäuschung, denn dort gibt es absolut nichts zu sehen.

Aber gerade der Abschnitt von Bodega Bay bis San Francisco ist sehr rau und recht stimmungsvoll - und vor allem noch nicht überlaufen. Man fährt also fast alleine gemütlich vor sich hin und genießt die Landschaft und die Ausblicke aufs Meer.

 

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Der gesamte Highway 1, oder auch Pacific Coast Way genannt, erstreckt sich über mehr als 700 Kilometer. Unterwegs passiert man eine Sehenswürdigkeit nach der anderen. Wie zum Beispiel Hearst Castle. Die Bauzeit des imposanten Gebäudes erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte. Dafür ist das Ergebnis umso beeindruckender: Allein das Haupthaus verfügt über 115 Zimmer, 38 davon sind Schlafzimmer und zwei Bibliotheken. Zu dem Anwesen gehört auch eine Kathedrale im maurischen Stil und ein römisches Schwimmbad. Außerdem gehörte ursprünglich ein Zoo zu Hearst Castle, noch heute grasen Zebras auf dem weitläufigen Areal.

Ebenfalls einen Stopp wert ist das kleine Örtchen Solvang. 1911 wurde die Siedlung von dänischen Pädagogen gegründet, noch heute ist der skandinavische Einfluss überall präsent. Gebäude im dänischen Fachwerkhausstil reihen sich entlang der Hauptstraße eng aneinander und in dänischen Bäckereien, Restaurants und Geschäften werden die landestypischen Delikatessen und Handelswaren angeboten. Kein Wunder, dass die Einheimischen Solvang als „Dänische Hauptstadt Amerikas“ bezeichnen.

Die Gretchenfrage bei einer Highway 1 Tour ist leider: Wo übernachte ich halbwegs in Würde und nicht komplett überteuert? Selbst recht miese Motelketten rufen besonders zum Wochenende exorbitante Preise von bis zu 300 Dollar auf. Und selbst diese Unterkünfte sind zum Wochenende ausgebucht.

Also mal was ganz anderes probieren: Übernachten im Jurten-Zelt direkt an der Steilküste bei South Big Sur im Treebones Resort. Als bekennender Nicht-Camper also durchaus ein klitzekleines Abenteuer, aber als Erfahrung wirklich sehr zu empfehlen.

Die Sicht auf das Meer ist spektakulär und jede Jurte ist sehr geräumig und gemütlich. Die Edelzelte verfügen alle über fließend Wasser und einen Kaminofen. Toiletten und Duschen sind separat in einem Waschhaus untergebracht.

 

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Für Leute oder Camper, denen das alles viel zu glampig und nicht outdoormäßig genug ist, ist auch gesorgt. Das Human Nest ist etwas für Hartgesottene, aber wird auch regelmäßig gebucht.

 

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Das Treebones ist wirklich etwas ganz besonderes und aus meiner Sicht sehr zu empfehlen. Da es wirklich wenige originelle Unterkünfte auf der ganzen Strecke gibt, empfiehlt es sich, auch hier im Voraus zu buchen.

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