In der Wüste von Jordanien – bei den Beduinen zu Hause

30.07.2019

In kaum einem anderen Land habe ich so viele neue Eindrücke gewonnen, wie in Jordanien. Das Königreich im Nahen Osten ist durch seine einzigartige Natur ein fast surrealer Ort und könnte Teil eines anderen Planeten sein.

Jordanien hat einen Wüstenanteil von ca. 95 Prozent. Ist man einmal mit Jeep oder Kamel in der Wüste unterwegs, entdeckt man, wie atemberaubend schön eine Wüstenlandschaft sein kann. Egal wo man hinschaut, die Erde ist von rostrotem Sand bedeckt. Hier und da ragen bizarre Felsformationen in den Himmel und hin und wieder tun sich zerklüfte Felsschluchten auf. Eine besonders schöne Farbenpracht erlebt man zum Sonnenauf- und -untergang.

 
 
 
 
 
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Die Bewohner der weiten Wüste sind Beduinen. Sie leben von der Viehzucht und ziehen mit Ihren Ziegen, Schafen und Kamelen von Weideplatz zu Weideplatz. Ist ein neuer Platz gefunden, bauen sie ihre mobilen Zelte aus Ziegenhaardecken auf. Eine Nacht im Beduinencamp ist eine einzigartige Erfahrung. Am Lagerfeuer wird süßer Schwarztee verteilt und alten jordanischen Sagen gelauscht. Blickt man hinaus in die rabenschwarze Nacht, scheint der Sternenhimmel zum Greifen nah.

 
 
 
 
 
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Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit in der jordanischen Wüste ist die Ruinenstätte Petra. Schon der Weg dorthin ist einmalig: Sie wandern durch einen schmalen Gebirgspfad mit überwältigenden Farben und Felsformationen, bis Sie das berühmte Schatzhaus durch Felsspalten erblicken. Was viele jedoch nicht wissen, Petra ist nicht nur das berühmte Schatzhaus aus der Schlussszene des Films Indiana Jones. Petra ist eine ziemlich große Stadt, die vor über 2000 Jahren von den Nabtäern in Sandsteinwände eingeschlagen wurde. Um die Felsenstadt ausführlich erkundigen zu können, sollte man einen ganzen Tag einplanen.

 
 
 
 
 
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Auf einer Reise durch Jordanien darf ein Bad im Toten Meer nicht fehlen. Durch den hohen Salzgehalt von bis zu 33 Prozent (der durchschnittliche Salzgehalt des Mittelmeers beträgt nur 3,8%) hat der See eine höhere Dichte als unser menschlicher Körper. Durch dieses Phänomen treibt der Körper wie ein Korken an der Wasseroberfläche, ohne unterzugehen. Das Gefühl des Schwebens ist einmalig. Schon beim Einstieg spüren Sie, wir Ihre Füße und Arme anfangen schwerelos zu werden. Geben Sie nach und lassen Sie sich gemütlich treiben.

 
 
 
 
 
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Der Canoyon Wadi Mujib ist ein weiteres Highlight in Jordanien. Bei einer einzigartigen Wasserwanderung erkunden Sie die tiefen, verwinkelten Schluchten des Naturreservates. Hier ist Ihr Wanderweg ein Flusslauf, der sich durch einen schmalen Gebirgspfad schlängelt. Sie überwinden Felsformationen, klettern durch Stromschnellen und hangeln sich durch verschiedene Wasserströme. Ziel ist der große Wasserfall, welcher tosend von den Gebirgsschluchten herabfällt. Auf dem Rückweg legen Sie sich mit Ihrer Schwimmweste nur flach aufs Wasser und lassen sich vom Fluss bis zum Ausgang des Canyons treiben.

 
 
 
 
 
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Ich kann jedem empfehlen, Jordanien zu erkunden. Damit Sie sich Sie gut auf Ihre Reise vorbereiten können, habe ich folgende Empfehlungen für Sie:

  • Reisen Sie im Frühling oder Herbst. Während meiner Reise im September lagen die Temperaturen tagsüber bei 30 Grad, abends konnte es auf bis zu 15 Grad abkühlen.
  • Egal ob man in Aqaba und am Toten Meer badet, an den Stränden sieht man die Einheimischen vollkommen bekleidet ins Wasser gehen. Möchte man mit Bikini oder Shorts baden gehen, kann man gegen Bezahlung Pool und Strand von Hotel nutzen.
  • Mein Spar-Tipp: Ich kann den Jordan Pass wirklich empfehlen. Im Gegensatz zu anderen Städte- oder Länder-Pässen gibt es nicht nur Rabatte. Hier sind die Leistungen wie zum Beispiel die Visumsgebühr und Eintritt in Petra inklusive.
  • Der hohe Salzgehalt, der mineralreiche Schlamm und die Luft am Toten Meer sind sehr erholsam für die Haut. Ich rate aber ab, sich am Vorabend die Beine zu rasieren oder im Wasser zu pupsen. Das kann schmerzhaft brennen. Tauchen ist lebensgefährlich.
  • Auf unserer Reise sind uns die Leute sehr gastfreundlich und offen gegenübergetreten. Da das Land islamisch geprägt ist, empfehle ich als Frau diskrete Kleidung zu tragen, welche die Beine und Oberarme verdecken.
  • In Jordanien ist der Kunde und auch der Tourist König. Wenn Sie die Gastfreundlichkeit monetär wertschätzen möchten, können Sie ohne Bedenken für alltägliche Serviceleistungen zwei Jordanische Dinar als Trinkgeld geben.
  • Egal ob zum Frühstück oder Abendessen: Hummus und Fladenbrot kommen immer auf den Tisch. Aber das Land hat noch viele weitere arabisch-orientalische Köstlichkeiten. Zum Beispiel Zarb, das traditionelle BBQ mit Gemüse und Fleisch, welches in einem Erdloch mit Kohle versenkt wird und nach zwei Stunden Schmorrzeit serviert wird.
  • Falls Sie auf einen Mietwagen verzichten möchten, kann ich Ihnen die öffentlichen Busse empfehlen. Sie verbinden alle Städte und sind zuverlässig. In der Wüste kann man sich schnell verfahren. Auch die sandigen Straßen sind nicht für jedes Auto gemacht. Hier ist ein ortskundiger Fahrer sehr hilfreich, der dazu noch viel vom Land berichten kann.

 

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