48 Stunden in Hamburg

02.10.2018

Perle des Nordens — so wird die zweitgrößte Stadt Deutschlands häufig genannt. Hamburg hat jede Menge zu bieten, von wunderschön angelegten Parks über Museen bis hin zu modernster Architektur. In zwei Tagen können Sie bereits viele Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps der Stadt entdecken. Wir erzählen Ihnen, was Sie auf keinen Fall verpassen dürfen.

5 Dinge, die ich noch nicht über Hamburg wusste:

  • Der zweitgrößte Seehafen Europas ist in Hamburg, nur der Rotterdamer Hafen ist größer.
  • Mit 2500 Brücken ist Hamburg die brückenreichste Stadt Europas.
  • Die Turmuhr des Michels ist die größte Deutschlands: Das Wahrzeichen Hamburgs besitzt einen Umfang von 24 Metern, allein ein Zeiger wiegt 130 Kilogramm.

  • „Dinner for one“ wurde am 8. Juli 1963 in Hamburg gedreht: Im Theater am Besenbinderhof.
  • Weltweit sendet Hamburg Schwäne als Botschafter aus: Die Stadt Hamburg gibt regelmäßig Schwäne an Städte im In- und Ausland ab, aktuell leben Hamburger Schwäne etwa in Israel, Island und Japan.
 

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Wo schlafe ich?

Eine der legendärsten Unterkünfte Hamburgs ist das klassische Atlantic Hotel: Ein grünes Dach, eine prächtige Fassade, davor die Alster und Udo Lindenberg als Dauergast. Das Hotel bietet nicht nur einen exzellenten Service, sondern hat auch eine fantastische Lage im Herzen der Stadt und einen traumhaften Blick auf die Außenalster.

 

Das The Westin empfängt Sie in der neuen Elbphilharmonie in der HafenCity. Das Hotel erstreckt sich von der neunten bis zur 20. Etage und bietet einen traumhaften Blick über den Hafen. Die Zimmer mit bodentiefen Fenstern wurden von dem renommierten Designer Tassilo Bost gestaltet und begeistern mit hanseatischem Schick.

 

Ein Design-Highlight ist das 25hours Hotel HafenCity. In den Zimmern wurden Elemente aus Hafen und Schiffsbau verwendet. So findet man hier Anker und Fischernetze sowie Logbücher, in denen Matrosen von ihren Erlebnissen berichten.

 

Im Scandic am Gänsemarkt übernachten Sie mit nachhaltigem Komfort. Das Haus hat schon zahlreiche Preise eingeheimst, so zum Beispiel die Silbermedaille der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen.

 

Was muss ich sehen?

Beginnen Sie Ihren Hamburg Besuch mit einem gemütlichen Bummel entlang der Mönckebergstraße Richtung Jungfernstieg. Kurz vor dem Jungfernstieg liegt das Rathaus, welches zwischen 1886 und 1897 im Stil der Neorenaissance erbaut wurde. Nicht weit entfernt schwimmen die berühmten Hamburger Schwäne gemächlich auf der Alster. Einkaufsfreudige sollten hier auch einen Blick in die Europapassage wagen, Erholungssuchende sich gemütlich in einem der festgemachten Schiffchen auf der Binnenalster zurücklehnen und einen Kaffee trinken. Beobachten Sie das rege Treiben am Jungfernstieg sowie von Frühling bis Herbst das stetige Spritzen der Alsterfontäne in der Mitte der Binnenalster.

Anschließend lohnt sich die Erkundung des Hafens.

Der schönste Fußweg führt über die Deichstraße zu Baumwall und Landungsbrücken. Achten Sie in der Deichstraße auf die wunderschönen Bauwerke. Diese Straße ist die einzige, in der althamburgische Kaufmannsbauten aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten geblieben sind. Haus Nummer 27 mit der blauen Tür ist der älteste Speicher Hamburgs und wurde etwa 1780 errichtet.

 

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Nicht weit entfernt, in Haus Nummer 42, brach 1842 der Große Brand aus, bei dem fast ein Drittel der Stadt den Flammen zum Opfer fiel. Auf dem Weg sehen Sie bereits Teile der Speicherstadt und die Elbphilharmonie. Die Landungsbrücken sind das Herzstück des alten Hamburger Hafens.

 

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Machen Sie nun eine Hafenrundfahrt. Häufig zeigen die Barkassenführer ihre Hamburger Schnauze und begeistern durch ihre Marktschreier-Art kombiniert mit witzigen und spannenden Fakten. Vom Hafen können Sie anschließend der Elbphilharmonie einen Besuch abstatten. Der lange Bau hat sich gelohnt und das Gebäude ragt nun imposant im Hafen in die Höhe, bei gutem Wetter spiegelt sich die Sonne in den Scheiben und lässt das Gebäude leuchten. Über die lange Rolltreppe gelangen Sie auf den Aussichtsbalkon und erleben den Hafen aus einer besonders schönen Perspektive.

Den nächsten Tag können Sie gemütlich in der „Schanze“, dem Viertel an der Bahn-Station Sternschanze, beginnen. Zahlreiche Cafés, Müslibars und gemütliche Restaurants reihen sich hier aneinander und erfüllen alle Frühstückwünsche. Frühaufsteher können Sonntagmorgen auf den Fischmarkt. Dort herrscht schon morgens um 7 emsiges Treiben und aufgeweckte Marktschreier preisen ihre Waren an. Sobald Sie sich für den Tag gestärkt haben, sollten Sie weitere Sehenswürdigkeiten erkunden. Besuchen Sie zum Beispiel die wohl schönste Barockkirche Norddeutschlands St. Michaelis, von den Hamburgern nur Michel genannt. Die Kirche ist eines der Wahrzeichen Hamburgs. Der Innenraum der Kirche ist in Weiß, Grau und Gold gehalten, 3000 Menschen finden hier Platz. Besonders beeindruckend ist der hohe Raum durch die freitragende Decke und den 20 Meter hohen Altar aus Mamor. Wenn Sie schon hier sind, sollten Sie den Gang auf den 132,14 Meter hohen Kirchturm nicht verpassen. Eine Aussichtsplattform in 82,54 Metern Höhe bietet Ihnen einen tollen Blick über die Elbe und den Rest Hamburgs. Wer will, erklimmt die Plattform über 449 Stufen, für alle anderen steht ein Fahrstuhl bereit.

Was esse ich?

Fisch gehört zu Hamburg wie Pasta zu Italien. Egal wo Sie sind, die meisten Restaurants bieten frische Fischgerichte an, häufig finden sich auch Fischbrötchenstände. Besonders empfehlenswert sind die Fischbrötchen in der Großen Elbstraße, dem Eldorado der Fischbrötchen. Die wohl leckersten Fischbrötchen finden Sie hier in der Nummer 33, beim Fischmarkt Bistro, das dienstags bis sonntags von 11.30 bis 18 Uhr geöffnet hat.

Typische Seemannskost, die in Hamburg weit verbreitet ist, ist der berühmte Labskaus. Er besteht aus gepökeltem Rindfleisch, eingelegter Roter Beete, Zwiebeln und Kartoffeln. Dazu gibt es eingelegten Hering, nämlich Matjes, und Spiegelei. Das Gericht wird in vielen Hamburger Restaurants angeboten.

 

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Was mache ich abends?

Abends lohnt sich ein Besuch eines der zahlreichen Musicals der Stadt oder der Reeperbahn. Die Reeperbahn ist weit über die Landesgrenzen als sündigste Vergnügungsmeile Deutschlands bekannt. Sie erstreckt sich auf etwa 600 Meter Länge. Eine Besichtigung des Kiez beinhaltet meist auch den Besuch eines der zahlreichen Sexshops. Je nach Laune können Sie auf der Reeperbahn das Nachtleben unsicher machen und bis zum Morgengrauen tanzen oder gemütlich einen Cocktail in einer Bar trinken.

Wenn Sie es gediegener und edel mögen, empfehlen wir Ihnen einen Abstecher in die Skyline Bar 20up des Empire Riverside Hotels. Hier genehmigen Sie sich einen Drink mit Ausblick über den Hafen und die Stadt. Herren sollten hier unbedingt die Toilette aufsuchen, von der aus Sie ebenfalls einen fantastischen Blick auf die Stadt haben.

 

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Was darf ich auf keine Fall verpassen?

Am schönsten finde ich Hamburg vom Wasser, beim Sonnenunter- oder aufgang. Deswegen sollten Sie unbedingt eine Barkassenrundfahrt unternehmen oder die Schiffe des öffentlichen Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) nutzen und Hamburg von der Wasserseite bewundern.

 

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Was muss ich sonst noch wissen?

Viele „echte Hamburger“ haben eine ganz eigene Sicht auf die Welt. Sie sind nicht nur etwas direkter als der Rest der Deutschen, Sie sind auch echte Lokalpatrioten und große Fans ihrer „Perle“. Des Weiteren teilen viele Hamburger alles südlich der Elbe Süddeutschland zu. Echter Hamburger ist man übrigens erst, wenn man nicht nur selbst, sondern auch schon die eigenen Eltern in Hamburg geboren wurden.

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