Great Ocean Road: Highlights & Tipps

16.05.2018

Bizarre Felsformationen, erstklassige Surfspots, traumhafte Strände und wildromantische Wasserfälle. Die Great Ocean Road gehört zu den Must-sees eines jeden Australien-Urlaubes.

Von Melbourne aus fahren Sie rund eineinhalb Stunden bis nach Torquay, dem offiziellen Start der Route. Von hier aus geht es 243 Kilometer westwärts entlang der Küste Victorias bis nach Allansford bei Warnambool.

Torquay ist vor allem als Surfhochburg bekannt. Jedes Jahr zu Ostern trifft sich hier die Weltelite des Surfens am Bells Beach, um sich beim „Rip Curl Easter Pro“ den bis zu fünf Meter hohen Wellen zu stellen. Das zweitägige Festival, bei dem einige der angesagtesten Musiker Australiens spielen, zieht tausende von Menschen an.

 

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Im Anschluss folgen die gemütlichen Ferienorte Anglesea, Airleys Inlet & Fairhaven, die besonders gerne von Familien besucht werden.

In Airleys Inlet beginnt der Great Otway National Park, der sich über fast die halbe Tour entlang der B100 zieht. Ein beliebtes Fotomotiv: das Split Point Lighthouse. Der hübsche Leuchtturm wird von den Einheimischen liebevoll the „White Queen“ gennant.

Die Strecke zwischen Lorne und Apollo Bay ist besonders reizvoll. Von Lorne lohnt sich ein Abstecher zu den zehn Kilometer entfernten Erskine Falls. Der Wasserfall stürzt über 30 Meter in die Tiefe und gilt als einer der schönsten der Region.

 

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Ab Kennett River werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit auf Koala treffen. Wenn man sie nicht selber erspäht, muss man sich nur an den Menschentrauben am Straßenrand orientieren, die mit Sicherheit die grauen Beuteltiere in den Eukalyptusbäumen beobachten.

 

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Dem Verlauf der Grey River Road folgend empfiehlt sich ein Ausflug zu dem etwa eine Stunde entfernten Otway Fly Treetop Walk. In 35 Meter Höhe spazieren Sie 600 Meter weit durch die Baumwipfel. Es handelt sich um die weltweit höchste und längste Brücke dieser Art. Für noch mehr Adrenalin sorgt die Zip Line Tour: Hier gleiten Sie entlang gespannter Stahlseile wie ein Vogel durch den Regenwald.

 

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Von Apollo Bay geht es etwas landeinwärts, wo man zum Cape Otway, mit der Cape Otway Lightstation gelangt. Australiens ältester, erhaltener Leuchtturm thront 90 Meter über dem Meer.

 

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Das nächste Highlight sind die 12 Apostel im Port Campbell National Park. Nach dem Ayers Rock bilden sie die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit Australiens und somit den Höhepunkt der Great Ocean Road.

Die massiven Kalksteinformationen waren vor etwa 10 Millionen Jahren noch mit dem Festland verbunden. Durch die Wind- und Meereserosion wurden Höhlen aus den Klippen gemeißelt. Später entstanden Bögen, die zusammenbrachen und bis zu 45 Meter hohe Säulen hinterließen. Trotz des Namens bestand die Formation ursprünglich nur aus neun Felsen. Seitdem 2005 ein Felsen in sich zusammenstürzte sind es nur noch acht Apostel.

Tipps:

1) Kommen Sie vor Sonnenaufgang. Dann sind noch keine Reisebusse da und Sie haben den Platz fast für sich alleine.

2) Machen Sie einen Spaziergang entlang der „Boardwalks“ – die Aussichtsplattformen bieten tolle Blicke auf die beeindruckenden Felsformationen

3) Lasst Sie sich Zeit und genießen Sie auch den Sonnenuntergang: das Licht lässt die Felsen in der Brandung leuchten.

 

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Vom 12 Apostel Parkplatz führt ein etwa zwanzig minütiger Spaziergang zu den Gibson Steps. Alternativ fahren Sie nur zwei weitere Minuten direkt zu der Aussichtsplattform. Knapp 100 schmale Stufen führen zum wilden, ursprünglichen Strand. Von hier unten wird die gewaltige Größe der Kalksteinsäulen erst richtig deutlich.Vorsicht: Baden sollten Sie aufgrund der starken Strömung lieber nicht und bei Flut den Ausblick besser von der Plattform genießen.

 

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Loch Ard Gorge ist nur einen Katzensprung von den Aposteln entfernt und bildet den nächsten, sehr lohnenswerten Stopp auf der Tour. Hier findet sich einer der schönsten Strände entlang der Great Ocean Road. Benannt wurde die Schlucht nach dem gleichnamigen Schiff, welches nach einer langen Reise von England nach Melbourne bei Nebel auf Grund lief. Laufen Sie die Stufen zum Strand runter und genießen Sie das türkisfarbende Wasser. Hinter der Bucht können Sie riesige Kalk- und Tropfsteinhöhlen bewundern.

 

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Tipp: Machen Sie einen Spaziergang zum Razorback Lookout und zum Thunder Cave. „The Razorback" ist ein Felsen der wie ein riesiges Rasiermesser aussieht. Im „Thunder Cave“ (die Höhle des Donners) klatschen die ein- und auslaufenden Wellen aufeinander, so dass das Wasser wie eine Fontäne mit einem lauten Donner nach oben schießt.

The Arch und London Arch sind zwei weitere Beispiele der immer schneller fortschreitenden Erosion der Sandsteinfelsen. Hier hat das tosende Meer Torbögen in den Sandstein geformt. London Arch wurde ursprünglich nach der London Bridge benannt. Der Doppelbogen der Formation reichte bis zur Küste. 1990 stürzte jedoch der innere Bogen, die Brückenverbindung zum Festland, ein. Zu dem Zeitpunkt befanden sich zwei Touristen auf dem Felsen, die mit Helikoptern gerettet werden mussten. Nach diesem Ereignis wurde die Formation in London Arch umbenannt.

 

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Auch The Grotto ist eine einmalige Felsformung, die durch die Gezeiten des Meeres entstand. Bei hohem Wasserstand bildeten sich Salzkristalle, die sich dort mit Druck ihren Platz im weichen Sandgestein suchten. Das ablaufende Wasser spülte diese dann wieder fort und ließ den Sandstein immer poröser werden, bis dieser der Kraft des Meeres nicht mehr standhalten konnte und den Steindurchbruch formte, der wie ein Eingang zu einer Grotte aussieht.

Den krönenden Abschluss der Great Ocean Road bietet der Bay of Islands Lookout. Von der weniger touristischen Aussichtsplattform können die meisten Felstürme bestaunt werden.

 

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Natürlich gibt es noch weit mehr zu bestaunen. Nicht umsonst gehört die Great Ocean Road zu den schönsten Küstenstraßen der Welt. Jährlich reisen rund sieben Millionen Besucher entlang der Route. 2011 wurde sie wegen Ihrer historischen und kulturellen Bedeutung in die Australien National Heritage List eingetragen.

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