Die goldene Stadt - ein Wochenende in Prag

18.06.2018

Die tschechische Hauptstadt ist ideal für einen Kurztrip am Wochenende. Erkunden Sie die Stadt der goldenen Dächer, der tausend Türme und unzähligen Brücken. Wir haben für Ihren Kurztrip ein paar Highlights zusammengefasst.

Der beste Startpunkt für eine Stadtbesichtung

Erst mal einen Überblick machen. Und diesen hat man am besten von oben. Somit ist der beste Ausgangspunkt einer Pragreise das Altstädter Rathaus. Das gotische Rathaus mit seinen vielen Rund- und Spitzbogenfenstern liegt im Stadtzentrum und bietet von seinem Turm aus einen tollen Ausblick über die verwinkelten Gassen, zahlreichen Türme und Brücken der Stadt. Am besten kommt man zur vollen Stunde, denn dann beginnt das Figurenspiel der berühmten Astronomie Uhr und zeigt die Prozession der zwölf Apostel.

 

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Das Wahrzeichen der Stadt

Die meistbesuchteste Touristenattraktion ist die Prager Burg. Sie besteht aus drei Schlosshöfen und ist das größte geschlossene Burgareal der Welt. Früher war sie die Residenz tschechischer Könige und des Kaisers des römischen Reiches. Auch heute ist die Burg noch ein wichtiges Gebäude, sie ist die Residenz des Präsidenten der Tschechischen Republik. Allein schon die Anreise ist eine Sehenswürdigkeit für sich selbst. Sie überqueren die berühmte Karlsbrücke, steigen die romantische Schlossstiege hinauf und gelangen durch den gepflegten „Garten auf den Wällen“ zur Burg. Oben angekommen finden Sie zahlreiche Gebäude und Sehenswürdigkeiten, wie den Thronsaal der böhmischen Könige, die auffällig rote St. Georgs Basilika oder den prunkvolle Lobkowicz Palast. Jeden Mittag, um 12 Uhr, erleben Sie die zeremonielle Wachablösung der Burgwache im Ehrenhof.

 

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Tipp: Der Glockenturm ist der höchste Punkt der Burg. Von hier aus haben Sie die beste Aussicht über die Burg

Die sich-ständig-wandelnde Sehenswürdigkeit

Nach dem Tod von Beatlesmitglied John Lennon im Jahr 1980 wurde aus einer gewöhnlichen Altstadtmauer ein kultiges Denkmal für Liebe und Weltfrieden. Inspiriert vom Freiheitsgedanken John Lennons malten junge Tschechen, versteckt in der unauffälligen Gasse Velkopřevorské náměstí, das Porträt sowie Songtexte des Künstlers an eine Wand. Heute ist die John-Lennon-Mauer ein lebendiges Stück Zeitgeschichte, denn jeden Tag sieht die Wand anders aus, da täglich Touristen aus aller Welt die Wand bemalen, bekleben oder besprayen.

 

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Die engste Sehenswürdigkeit

Die kurioseste Gasse in Prag ist namenlos und sehr eng. Hier passt kein Auto, Moped oder Rad durch, gerade mal eine Person kann die Gasse durchqueren. Damit es dabei nicht zu Zusammenstößen kommt, wird der Zugang von einer Ampel geregelt. Die engste Gasse ist nicht weit von der Karlsbrücke entfernt und kann man von der Straße „U lužického semináře 100/24“ erreichen.

Die goldenste Sehenswürdigkeit

Die wohl berühmteste Gasse der Stadt ist das „Goldene Gässchen“. Die kleine Gasse am östlichen Ende der Prager Burg versprüht mit ihren kleinen, bunten Häusern eine märchenhafte Atmosphäre. Manche Häuser sind teilweise so klein, dass man sich selbst wie ein Riese fühlt. Die kleine Gasse verdankt Ihren Namen den Prager Goldschmieden, die sich im 17. Jahrhundert hier niedergelassen haben sollen. Heute sind in den kleinen Häusern Ausstellungen über die Menschen die dort lebten untergebracht. In der Nummer 22 finden Sie zum Beispiel das Haus von Franz Kafka.

 

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Tipp: nach den Schließzeiten sind die Häuser geschlossen, der Zutritt zur Gasse ist jedoch kostenfrei.

Die typischen Spezialitäten

Die besten Leckereien findet man auf dem Bauernmarkt Naplavka in der Nähe des Wenzelsplatzes. Hier reihen sich jeden Samstagmorgen zahlreiche bunte Verkaufs- und Essensstände am Moldau-Ufer aneinander und bieten von 8 bis 14 Uhr regionale Produkte an. Schlendern Sie die Kopfsteinstraße entlang und lassen Sie sich von den Marktschreiern Wurst, Wein, Käse, Kuchen, Fleisch, Brot, Most und Säfte sowie Obst und Gemüse präsentieren. An manchen Tagen wird das Gewimmel von Livebands begleitet.

Hier ein paar Leckereien, die man sich nicht entgehen lassen sollte: Knedlíky: Deftigen Knödel mit Weißbrotwürfel. Vepřo-knedlo-zélo: Ein fetter, mit Knoblauch eingeriebener Schweinebraten und Kürtöskalacs: Süße Teigstücke, die auf einem Spieß unter ständigem Drehen erhitzt werden.

Der romantische Platz inmitten des Stadtgetümmels

Möchten Sie kurz dem Trubel des Stadtzentrums entfliehen und eine Pause vom Sightseeing einlegen? Dann ist die romantische Insel Kampa der richtige Ort dafür. Überqueren Sie die Karlsbrücke und steigen Sie am südlichen Ende die Treppe hinab. Schon befinden Sie sich auf der kaum erkennbaren Moldauinsel mit gemütlichen Cafés, zwei jahrhundertealten Wassermühlen und vielen Grünanlagen. Also Augen auf - viele Besucher lassen sich von den Touristenmassen auf der Karlsbrücke mitziehen und verpassen diesen romantischen Ort.

 

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Die zahlreichen Brücken

Prag wird durch seine zahlreichen Brücken auch die „Stadt der 1000 Brücken“ genannt. Bis zu 180 Brücken sollen in der Hauptstadt zu finden sein. Allein 15 davon führen über die Moldau und verbinden die Altstadt mit der Kleinseite. Eine der ältesten und berühmtesten Brücken der Stadt ist die Karlsbrücke, sie zählt zu den belebtesten Plätzen der Stadt. Flanieren sie vorbei an den dreißig Heiligenfiguren, die zu beiden Seiten der Brücke aufgereiht sind, und tauchen Sie ein in das Gewimmel der Touristen, Straßenkünstler, Souvenierverkäufer und Maler. Besonders schön lassen sich die aufwendig verzierten Brücken vom Wasser aus erkunden. Da die Moldau durch das historische Stadtzentrum fließt, haben Sie vom Boot aus einen großartigen Panoramablick auf die mittelalterlichen Häuser und die Prager Burg.

 

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Die perfekte Ruhe-Oase außerhalb des Stadtgewimmels

Hoch über der Stadt thront das Kloster Strahov mit seinen weißen eleganten Türmen. Von hier aus haben Sie eine atemberaubende Aussicht über die Dächer, Kuppeln und Brücken von Prag. Die Hauptattraktion finden Sie jedoch im Inneren des Klosterkomplexes. Hier werden in prachtvollen Sälen mit umwerfend schönen Stuckverzierungen, tausende von mittelalterlichen Büchern, Handschriften, Landkarten und Globen aufbewahrt. Die Bibliothek mit Ihren Bücherregalen, die bis zur Decke reichen gehört zu den schönsten der Welt und war Filmkulisse für den James-Bond-Film Casino Royal mit Daniel Craig. Zum Kloster Strahov gehört auch eine eigene Brauerei, die ihr hauseigenes helles und dunkles Bier sowie böhmische Küche in einem ehemaligen Pferdestall serviert. Bei gutem Wetter finden Sie auch Platz im Biergarten.

 

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