Die besten alternativen Sehenswürdigkeiten

26.10.2017

In Paris muss man den Eiffelturm sehen, Rom ohne einen Besuch im Kolosseum ist undenkbar. Und ein Trip nach Barcelona ohne die Sagrada Familia auf dem Plan? Geht gar nicht. Jede Stadt hat ihre Attraktion, ein Must-see, das man auf keinen Fall verpassen sollte. Aber die meisten Städte haben auch noch mehr zu bieten. Gebäude, Museen oder Parks, die ihren berühmten Pendants in Schönheit in nichts nachstehen und dennoch weniger überlaufen sind.

Wir stellen Ihnen die besten alternativen Sehenswürdigkeiten in Europas Metropolen vor. Sie dürfen die Liste gerne teilen, oder auch nicht, wenn Sie auch weiterhin den Geheimtipp-Faktor bewahren wollen.

Paris

Der Klassiker: Natürlich der Eiffelturm. Das stählerne Monstrum steht für die Stadt der Liebe wie kein anderes Bauwerke. Und zugegeben: Der Blick von der Aussichtsplattform über die Seine-Metropole ist schon ziemlich beeindruckend. Das denken sich aber auch die anderen zigtausend Besucher, die dem Eiffelturm alljährlich einen Besuch abstatten und für stundenlange Wartezeiten an den Aufzügen sorgen. Klar, Sie können auch die Treppe nach oben nehmen, oder...

Die Alternative: ... Sie genießen den Ausblick über die Stadt von der Aussichtsplattform im 59. Stock des Tour Montparnasse. In 200 Metern Höhe versperrt Ihnen wirklich nichts den Blick auf die Top-Sehenswürdigkeiten. Und das beste daran ist: Von hier aus haben Sie auch einen wunderbaren Blick auf den Eiffelturm, den Sie logischerweise vom Eiffelturm selbst aus nicht hätten. Und die Wartezeiten sind hier auch nur halb so lang.

Unser Tipp: Besuchen Sie die Plattform am Abend und erleben, wie die Sonne hinter Paris untergeht und die Stadt im Lichterschein glänzt.

Rom

Der Klassiker: Rom ist die Wiege der Geschichte und zahlreiche Geschichten ranken sich auch um das Colosseum. Ob sie alle stimmen oder nicht, sei mal dahin gestellt, aber wohl kaum ein anderes Bauwerk beeindruckt so sehr wie dieses Monument aus Stein. Man fühlt sich den Gladiatoren hier ganz nah und bekommt einen Eindruck von der Baukunst der alten Römer. Aber...

Die Alternative: ... wie die alten Römer wirklich gelebt haben, dem kommt man in den Caracalla-Thermen ganz nah. Die antike Bäderanlage gehörte zu den größten in ganz Rom. Nicht nur ihre Ausmaße sind beeindruckend, ihr Bau war auch eine Meisterleistung und wurde schon in der Antike gelobt. Die Anlage wurde von einer riesigen Kuppel überspannt, man konnte in verschiedenen Warmwasserbecken entspannen, für optische Highlights sorgten über 120 Statuen und teilweise bis zu 12 Meter hohe Säulen, von denen es hier über 250 gab. Man spazierte über Marmorböden, bewunderte filigrane Mosaike und kunstvolle Fresken. Heute sind nur noch Ruinen des einstigen Superbaus übrig, aber die sind nicht weniger beeindruckend und zeugen von den handwerklichen Fähigkeiten der Römer.

 

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London

Der Klassiker: Es gibt wohl keine berühmtere Uhr als den Big Ben. Jedes Jahr stehen tausende Besucher mit staundenden Mündern vor dem Turm und holen sich beinahe eine Genickstarre, während sie darauf warten, dass die Glocken läuten. Und genau das ist der Knackpunkt: Den Big Ben kann man nur von unten bestaunen, der Zutritt zum Inneren ist Besuchern leider verwehrt. Und somit auch der fantastische Ausblick, der sich von dort oben auftun würde. Ganz anders...

Die Alternative: ... schaut es da in der Westminster Kathedrale aus (nicht zu verwechseln mit der Westminster Abbey). Das katholische Gotteshaus mit seiner auffälligen Fassade aus roten Backsteinen und weißen Portlandsteinen verfügt nämlich ebenfalls über einen Glockenturm, und den darf man sogar erklimmen. In 83 Metern Höhe hat man einen tollen Blick über London und dazu noch viel mehr Ruhe als in den übrigen Aussichtstürmen der Stadt. Den die Westminster Kathedrale hat kaum jemand auf dem Schirm. Oder waren Sie schon mal da?

 

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Südspanien

Der Klassiker: Sonne, Strand, Meer. Die Costa del Sol steht bei Urlaubern ganz hoch im Kurs. Feiner Sandstrand, Badwannen-Wasser und Sonne satt sind ja auch die idealen Voraussetzungen für einen Urlaub. Tja, wenn man denn einen Platz am Strand ergattern kann. Ich will Ihnen den Urlaub an der Costa del Sol jetzt gar nicht vermiesen, aber haben Sie schon mal darüber nachgedacht, dem Strand für einen Tag den Rücken zu kehren? Denn...

Die Alternative: ... ein bisschen Kultur trägt genauso zur Erholung bei. Zum Beispiel ein Besuch in der Alhambra. Gut, weniger Touristen als am Strand sind hier auch nicht, aber wenn man seinen Besuch schon im Voraus plant und sich dementsprechend auch schon terminierte Tickets kauft (ich empfehle die morgendlichen Stunden), dann ist die historischen Stätte ein unvergessliches Erlebnis. Schlendern Sie durch die altehrwürdigen Hallen, genießen die fantastische Ruhe, entdecken kunstvolle Malereien und Mosaike und bestaunen die exotischen Innenhöfe mit tropischen Pflanzen und Brunnen.

 

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Südliches Italien

Der Klassiker: Positano, Neapel, Tramonti, Furore. Das sind nur einige der zauberhaften Orte an der Amalfiküste, bei deren Besuch natürlich auch der Namensgeber Amalfi nicht fehlen darf. Traumhaft ist eine Cabriofahrt entlang der schmalen, aber aussichtsreichen Küstenstraße. Wobei man hier meist mehr im Stau steht als fährt. Optimisten sagen jetzt, so kann man die Aussicht besser genießen. Was Pessimisten sagen, erwähne ich jetzt lieber nicht. So schön die Amalfiküste auch ist, aber haben Sie schon mal...

Die Alternative: ... über einen Besuch des Kaps Gargano nachgedacht? Gut, für Fans von kleinen Küstenstädtchen, die wie Nester in den Klippen hängen, ist das jetzt vielleicht nichts. Dafür umso mehr für Naturliebhaber. Das Kap Gargano ganz im Süden Italiens ist ein Naturschutzpark, und zwar der größte Italiens mit der größten Biodiversität in ganz Europa. Städte gibt es hier auch, aber hauptsächlich antike. Dafür wandelt man hier nicht nur in unberührter Natur, sondern auch noch auf den Spuren der Römer.

 

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Athen

Der Klassiker: Klar, Athen ohne die Akropolis ist eigentlich undenkbar. Sie darf auf keinem Foto fehlen, überragt sie die Stadt doch majestätisch. Und von dort oben offenbart sich auch ein wunderbarer Blick über die Wiege der Menschheit. Aber es bleibt immer ein Wermutstropfen: Bei jedem Panoramabild, das man vom Hügel der Akropolis aus macht, fehlt die Akropolis selbst. Wenn es Ihnen also um das perfekte Bild geht...

Die Alternative: ... dann besteigen Sie lieber den Strefi-Hügel. Das Areal im nördlichen Teil der Stadt ist bekannt für seine üppige Vegetation und vor allem aufgrund des fantastischen Ausblicks auf Athen – inklusive der Akropolis. Besonders schön ist es hier abends, dann kommen auch die Einheimischen auf den Hügel um den Blick zu genießen und Picknick zu machen.

 

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Barcelona

Der Klassiker: Die Sagrada Familia steht nicht nur für Barcelona, sondern irgendwie auch für ganz Spanien. Sie ist eigentlich ein ganz klares Must-see. Aber standen Sie schon mal davor und haben diese schier unendlichen Menschenschlangen gesehen? Da fängt man schon mal an zu überlegen, ob die Außenansicht nicht doch auch reicht. Wenn für Sie ein Besuch in einem Gotteshaus unbedingt dazugehört, dann...

Die Alternative: ... rate ich Ihnen eher zur Catedral de Barcelona. Das Neo-Gotische Sakralgebäude aus dem 13. Jahrhundert steht im Kontrast zur fast surreal wirkenden Sagrada Familia. Weniger beeindruckend ist sie deshalb nicht. Nur auf alle Fälle weniger besucht.

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