Die außergewöhnlichsten Ziele für die Flitterwochen

Safari statt Strand, private Inseln statt großer Hotelanlagen, individuelle Backpacking-Reisen statt Pauschalurlaub: Hochzeitsreisen werden immer experimenteller – vor allem im Luxussegment. Wir haben uns die außergewöhnlichsten angesehen.

Entdeckungen in Botswana
Botswana ist ein Reiseziel für Paare, die Natur so unberührt wie möglich erleben wollen. Hier bestimmen weite Landschaften, nahezu völlige Stille und Tierbeobachtungen den Alltag. Ein empfehlenswertes Ziel ist das Okavango-Delta. Hier ziehen Elefanten durch die überflutete Landschaft, während Flusspferde die Wasserarme bevölkern.
Eine Safari in Botswana wirkt oft exklusiver als in anderen Ländern. Viele Lodges liegen abgeschieden. Gäste erreichen sie nur per Kleinflugzeug oder Geländewagen. Der Fokus liegt auf Privatsphäre und dem Gefühl von Rückzug. Viele Frischvermählte wünschen sich genau das.
Der Tag beginnt mit Sonnenlicht über dem Busch und endet am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel. Dazwischen liegen Giraffenbeobachtungen, Picknicks und jede Menge Zeit zu zweit.

Allein in der Südsee
Unterkünfte auf privaten Südseeinseln abseits der Hauptreiseziele Bora Bora, Tahiti, Fidschi und Co. stehen hoch im Kurs. Sie werden im Ganzen angemietet oder von einem einzigen Resort mit nur wenigen Villen betrieben. Ein bekanntes Beispiel ist das The Brando auf Tetiaroa in Französisch-Polynesien mit 35 privaten Villen. Benannt ist es nach dem Schauspieler Marlon Brando, der das Atoll einst erwarb und dort viele Jahre Zeit verbrachte.
Für Reisende erfüllt sich auf Privatinseln der Wunsch nach Ruhe, Wasser, Wärme und maximaler Abgeschiedenheit. Kein Alltagstrubel, keine Hektik, keine ständigen Entscheidungen. Stattdessen blicken Sie hier auf türkisfarbenes Wasser, spazieren über menschenleere Strände mit feinem Sand und wohnen nur wenige Schritte vom Meer entfernt. Hinzu kommen maßgeschneiderte Erlebnisse wie Tauchen, Hubschraubertouren oder Segeltörns ohne andere Reisende.

Glamping in Patagonien
Patagonien ist perfekt für Paare, die Abenteuer lieben. Die Region zwischen Chile und Argentinien bietet Gletscher, Berge, Seen und eine fast dramatische Landschaft. Viele Reisende empfinden Patagonien als roh, klar und ungefiltert.
Die Destination eignet sich für aktive Flitterwochen, beispielsweise für eine Backpacking-Reise oder einen Roadtrip. Reisende übernachten in Glamping-Unterkünften, auf traditionellen Estancias (Ranches) mit rustikalen Zimmern oder in luxuriösen Lodges. Zum Tagesprogramm gehören Wanderungen und Bootsfahrten. Gleichzeitig bleibt Raum für ruhige Stunden mit atemberaubenden Ausblicken.
Patagonien ist kein Ort für bloßes Abschalten, sondern für echtes Erleben. Genau das macht eine Reise dorthin für viele Paare unvergesslich.

Besichtigungen in Bhutan
Klöster liegen an Berghängen, sanftes Licht erhellt langgezogene Täler: Bhutan, das Königreich im Himalaya, bietet beeindruckende Berglandschaften und eine über 1200 Jahre alte buddhistische Kultur.
Bhutan setzt zudem auf Nachhaltigkeit. Das Königreich ist weltweit das einzige CO2-negative Land. Umweltschutz, lokale Wertschöpfung und sanfter Reiseverkehr sind hier gesetzlich fest verankert. Laut Verfassung müssen mindestens 60 Prozent der Landesfläche bewaldet sein. Die Tourismusabgabe fließt in kostenlose Bildung, die Gesundheitsversorgung und den Erhalt von Kulturdenkmälern und Naturschutzprojekten.
Eine Hochzeitsreise nach Bhutan ist außergewöhnlich. Sie ist geprägt von Wanderungen zu Aussichtspunkten, Besichtigungen von Klöstern und stillen Fahrten durch das Gebirge. Paare, die Tiefe statt Tempo suchen und Interesse an Spiritualität haben, finden hier genau das.

Trauung in der Antarktis
Eis, Wind, Pinguine und eine ungewohnte Landschaft: Die Antarktis ist das radikalste Ziel auf dieser Liste. Flitterwochen an diesem Fleck Erde haben einen starken symbolischen Charakter. Wer gemeinsam an einen solchen Ort reist, startet mit einem echten Abenteuer in das Eheleben.
Schon die aufwendige Anreise ist ein Erlebnis. Meist führt sie per Expeditionsschiff über die Drake-Passage oder über andere antarktische Routen. Manche Anbieter werben mit symbolischen Zeremonien an Bord oder in der Antarktis.
Reisende übernachten entweder an Bord oder in hochgradig exklusiven, temporären Luxus-Eco-Lodges. Diese werden – wie andere spezialisierte Camp-Anlagen – während des antarktischen Sommers von November bis März errichtet. Tagsüber stehen zum Beispiel Kajakfahren zwischen Eisbergen oder Walbeobachtungen auf dem Plan. Ein Highlight ist das Zelten unter dem antarktischen Sternenhimmel.

Filmreif auf den Färöer-Inseln
Rau und romantisch zugleich wirken die Färöer-Inseln wie eine künstlich erschaffene Filmkulisse. Steile Klippen, grüne Hänge und Wolken, die tief über dem Meer hängen. Diese besondere Atmosphäre macht sie für Flitterwochen spannend. Statt klassischer Strandromantik gibt es hier Wind, Wasserfälle und kleine Dörfer.
Die Inselgruppe im Nordatlantik zwischen Island und Norwegen ist autonom, gehört aber zur dänischen Krone. Die Anreise erfolgt meist per Flugzeug über Kopenhagen. Alternativ fährt eine Fähre von Dänemark aus über Nacht. Angekommen, schlafen Reisende in Ferienwohnungen, kleinen Pensionen oder Bed & Breakfasts. Massentourismus gibt es hier kaum.
Die Färöer eignen sich für Paare, die sich Natur und Ruhe statt großer Abenteuer wünschen. Gute Fotomotive gibt es überall, der Reiz liegt im langsamen Reisen. Wer hierher fährt, sucht keinen Adrenalinkick, sondern gemeinsame Eindrücke.