Die 10 gruseligsten Hotels in Europa und Übersee

25.04.2017

Die Deutschen mögen es gruselig. So jedenfalls lautet das Fazit einiger Portiers in schottischen Gruselhotels. Oder besser gesagt: in ehemaligen Gruselhotels. Denn die Liga der „Hounted Hotels of Schottland“ gibt es nicht mehr. Zu groß war die Angst vor den unheimlichen Gästen, die angeblich noch heute nachts durch die alten Gemäuer schleichen.

Die insgesamt 14 schottischen Hotels, die einst mit ihrem Gruselimage versuchten Gäste anzulocken, verleugnen nun ihre Geister – vor allem Japanern und Einheimischen gegenüber, die sich nach der Marketing-Kampagne nicht mehr in den Spuk-Hotels einbuchen wollten. Deutsche seien hier deutlich schmerzloser, berichten die Hotelmitarbeiter. „Sie würden nicht mal mit der Wimper zucken, wenn die Geister ihnen mitten ins Gesicht grinsen“, heißt es dazu auf gruselfabrik.de.

Wenn auch Sie zu denjenigen zählen, die gerne einmal Lady Catherines Geist kennenlernen möchten, sollten Sie sich unsere Liste der zehn gruseligsten Hotels in Europa und Übersee nicht entgehen lassen.

1. The Stanley Hotel, Colorado/USA

Für mich steht dieses Hotel eindeutig auf meiner Liste von Orten, die ich in meinem Leben besuchen möchte. Denn hier spielte der Film Shining, für dessen Drehbuch Stephen Kings gleichnamiger Roman herhielt und in dessen Räumen der kleine Junge Danny unzählige Geister erblickte. Auch sein Vater Jack, gespielt von Jack Nicholson, scheint im Overlook-Hotel, wie der Filmname lautet, zunehmend Visionen zu haben, an denen er zerbricht. Auch im normalen Hotelaltag wollen die Gäste des Stanley Hotels Geister gesehen haben. So zum Beispiel die ehemalige Besitzerin Flora, die nachts Pianokonzerte im großen Ballsaal gebe. Als besonders anfällig für Paranormale Aktivitäten gelten die Zimmer 418 und 407. In einem von ihnen hatte Stephen King höchstpersönlich eine unheimliche Begegnung mit einem kleinen Jungen, der nach seiner Nanny rief. Fairerweise sollte man an dieser Stelle aber erwähnen, dass Stephen King jahrelang Alkohol- und Kokainsüchtig war.

2. Borthwick Castle, Schottland

Wer schon immer einmal das Hufgetrappel von Pferden am Fußende seines Bettes hören wollte, ist im schottischen Borthwick Castle genau richtig. Insbesondere vor dem Himmelbett des Roten Zimmers scheinen sich die unsichtbaren Pferde besonders wohl zu fühlen und stören regelmäßig die Nachtruhe – und das obwohl der Raum nur über eine schmale Wendeltreppe zugänglich ist. Aber auch die anderen Zimmer des 1430 erbauten Schlosses sind einen Besuch wert. Jedes Zimmer ist individuell gestaltet und versprüht seinen ganz eigenen Burgfräulein-Charme. Besonders gut hat mir das Oliver Cromwell-Zimmer gefallen, dass mit einer freistehenden Badewanne und einem Kamin besticht.

 

A post shared by Borthwick Castle (@borthwickcastle) on

3. Leuchtturm von Tranoy, Norwegen

Urlaub im Leuchtturm mit bester Sicht auf den Vestfjord, das verspricht eine Übernachtung im Leuchtturm von Tranoy. Was viele nicht wissen: Einst sollen auf die Halbinsel Hamaroy Gefangene gebracht worden sein. Eine von ihnen schleiche noch heute bei Sturm um den Leuchtturm herum – mit ihrem Kopf unterm Arm. Bei gutem Wetter ist die Gegend rund um den Leuchtturm jedoch ein Idyll, das seinesgleichen sucht.

 

A post shared by Bodø i Vinden (@bodoivinden) on

4. Dalhousie Castle, Schottland

Lady Catherine war gerade einmal 16 Jahre alt, als sie 1695 nach einem tête-à-tête mit einem Stallburschen in den Schlossturm von Dalhousie Castle verbannt wurde. Kurze Zeit später verstarb sie an gebrochenem Herzen. Bis heute scheint ihr Geist keine Ruhe zu finden und spukt seitdem durch die alten Schlosskorridore. Auf Hochzeitsfeiern zählt sie angeblich des öfteren zu den ungeladenen Gästen. Manchmal tauche sie auch im Hotelzimmer 23 auf und schaue den Gästen beim Schlafen zu. Wer sicher gehen möchte, keine nächtlichen Besuche von ihr zu erhalten, sollte sich vorsichtshalber in den nach 1695 fertiggestellten viktorianischen Anbauten einbuchen. Dort fühlt sich Catherine offenbar nicht zu Hause. Wer mehr über die Geistergeschichten im Dalhousie Castle erfahren möchte, erhält an der Hotelrezeption ein Faltblatt mit den Geistergeschichten.

 

A post shared by Kim Erbe (@kimbutt20) on

5. Burg Liebenstein, Deutschland

Anders als der Name verspricht, ist die Geschichte von Burg Liebenstein am Rhein alles andere als von Liebe geprägt. Die Legende besagt, dass einst die zwei in den benachbarten Burgen Liebenstein und Sterrenberg wohnenden Brüder ihre blinde Schwester um ihr Erbe betrogen. Alsbald zerstritten sich dann auch diese beiden des lieben Geldes wegen. Als sie sich angeblich gerade versöhnen wollten, streckte der eine den anderen versehentlich mit einem Pfeil nieder. Der verbliebene Bruder verstarb kurze Zeit später. Im Tod scheinen sich die Geschwister dann wohl doch wieder einig gewesen zu sein. Jedenfalls sollen sie noch heute gemeinsam durch ihr altes Zuhause spuken. So besagt es die Legende, die nur eine von vielen ist.

 

A post shared by Claudia Schramm (@gerlinde1961) on

6. Hotel Burchianti, Italien

Auch Italien scheint von Geistern nicht verschont zu werden. So soll es im Florenzer Hotel Burchianti gehörig spuken. Berichten zufolge steigen hier nachts im Fresko-Zimmer pinke Erscheinungen aus den Wänden. Im Hotelflur hüpfe ein Geistermädchen auf und ab und eine alte Dame sitze regelmäßig im Schaukelstuhl und strikt. Andere Gäste berichten, dass sie sich nachts im Bett beobachtet fühlten und einen kalten Atem im Gesicht spürten. Wem das noch nicht gruselig genug ist: Ein Gast glaubte sogar, auf der Wange ihres Freundes den Abdruck eines Gesichtes zu erkennen, so als würde jemand auf ihrem Freund liegen.

 

A post shared by HsinWei Ho 何芯瑋 (@_h2w_) on

7. Akasaka Weekly Mansion, Tokio

Wenn Sie schon immer einmal Erscheinungen an ihrem Fußende sehen wollten, und ein Fan von dem Film Fog – Nebel des Grauens sind, sind Sie im Akasaka Weekly Mansion in Tokio genau richtig. Denn neben den nächtlichen Besuchen soll gelentlich weißer Nebel durchs Zimmer ziehen und sich die TV-Geräte selbstständig ein- und ausschalten. Ein Gast berichtete sogar, nachts durchs Zimmer geschliffen worden zu sein. Heute heißt das Hotel MyStays Akasaka, sein gruseliges Image hängt ihm jedoch auch mit neuem Namen noch nach.

8. Dragsholm Slot Hotel, Dänemark

Das Dragsholm Slot gehört zu den bekanntesten Schlössern in Dänemark. Nicht zuletzt auch wegen eines grausigen Fundes. 1930 fanden Bauarbeiter ein Skelett in einem weißen Kleid in einer Mauer. Glaubt man der Legende, könnte dies die Tochter des früheren Schlossherrn gewesen sein, die wegen einer Liebschaft zu einem einfachen Mann weggesperrt wurde und verhungerte. Sie soll nun Nacht durch die Schloss-Korridore aus dem 12. Jahrhundert spuken. Verübeln kann ich es ihr nicht.

 

A post shared by Robert Lanther (@rlanther) on

9. Château de Brissac, Maine-et-Loire, France

Geisterjägern zufolge nimmt das Schloss aus dem 11. Jahrhundert einen der oberen Plätze im Spuk-Ranking ein. Neben zahlreichen Festlichkeiten sollen sich im höchsten Schloss Frankreichs grausame Dinge abgespielt haben, die den ein oder anderen Geist hervorbrachten. So zum Beispiel die grüne Lady. Der Legende zufolge wurde die untreue Gattin von ihrem Ehemann im 15. Jahrhundert ermordet und geistert seitdem durch die Gänge des mondänen Schlosses.

 

A post shared by Goretti Videira (@goretti74) on

10. Hotel Val Sinestra in Graubünden, Schweiz

In diesem ehemaligen Kurhaus soll schon seit Jahren ein unsichbarer Gast wohnen. Erstmals begrüßte er den neuen Hotelier 1978 auf seine ganz eigene Geisterfreundschaftsart: Er öffnete für ihn alle Fenster und bewegte Gegenstände hin und her. Eine etwas ungewöhnliche Art hallo zu sagen. Da der Geist jedoch harmlos erschien, wurde er kurz darauf Hermann getauft und sich mit ihm arrangiert.

Passende Angebote Passende Angebote & mehr

Mehr Tipps & Angebote