Der Zauber von Zadar

06.12.2018

Die Überraschung

Es war Anfang November dieses Jahres, nach 23 Uhr als mein Telefon mich aus meinem abendlichen Einklang riss. Meine Tochter bat mich nur wenige Tage später, über das Wochenende zu St. Martin, an ihrer Stelle eine Charity Initiative für bedürftige Diabetiker/innen in der dalmatinischen Hafenstadt Zadar anzutreten.

Für meine Tochter tue ich alles, also sagte ich ihr spontan meine Unterstützung zu. Allerdings konnte ich die die nächtliche Ruhe vergessen, denn tausende Gedanken schwirrten durch meinen Kopf.

Es ist November. Soweit ich wusste, war Kroatien ein beliebtes Sommerziel, aber kein ausgemachtes Winterdomizil. Was herrschten da wohl für Temperaturen?

Wie sollte ich überhaupt da hinkommen und wo würde ich so kurzfristig noch übernachten können?

Was beinhaltete außerdem diese „Charity Aktion“? Was würde ich da für meine Tochter tun müssen? Ob die Menschen in Zadar meine Sprache sprechen oder zumindest Englisch?

Natürlich versprach mir meine Tochter, sich um alles zu kümmern. Nervös war ich trotzdem, obwohl ich durchaus eine rüstige 69jährige, reiseerfahrene Rentnerin bin.

Stadtzentrum Zadar bei der römisch-katholischen Rundkirche des Heiligen Donaths

Warum Charity in Zadar?

Seit über acht Jahren fährt meine Tochter zum Sommerurlaub nach Zadar. Bei einem ihrer letzten Besuche stellte sie fest, dass Diabetiker vor Ort viel zu wenige Hilfsmittel verschrieben bekamen, um ihren Diabetes gut einzustellen. Sylvia wurde bewusst, dass die Selbstfinanzierung dieser Hilfsmittel bei der geringen Einkommensstruktur geradezu unmöglich ist.

Die Aufklärung über Diabetes und seine Spätfolgen ist weltweit undenkbar schlecht. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kennt jeder zweite Mensch keinerlei Symptome für Diabetes, um diese Krankheit rechtzeitig zu erkennen. In Kroatien ist eine Aufklärung über diese Volkskrankheit – schichtunabhängig – fast überhaupt gar nicht vorhanden.

So wird in vielen Familien – vor allem in den Peripherien Kroatiens – die Diabetes-Erkrankung als nebensächlich abgetan. Mögliche Spätfolgen werden lapidar zur Seite geschoben. Das betroffene Diabetiker/innen dadurch vielleicht eine verkürzte Lebenszeit erleiden, wird „unter Übel“ in Kauf genommen.

Typ 1-Diabetiker-Kindern in kroatischen Schulen und Universitäten wird trotz Diabetes-Aufklärung durch die Eltern oder Diabetes-Organisationen NICHT erlaubt, ihre Diabetes-Utensilien im Unterricht mitzuführen. Darüber hinaus dürfen sie ferner auch den Unterricht keinesfalls verlassen, um ihren Blutzucker zu kontrollieren oder zu korrigieren.

Eine betroffene Familie erzählte, dass ihr Kind unterzuckert eine Aufnahmeprüfung schreiben musste. Die Lehrer und Schulbehörde wurden zwar im Vorfeld über den Diabetes und seine Gerätschaften aufgeklärt, sie wollten dennoch vorbeugen, dass man sich mit einem Blutzuckermessgerät oder einer Insulinpumpe im Internet einwählen und Ergebnisse abfragen könne.

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg

Nachdem meine Tochter über verschiedene „Diabetes-Problematiken“ aus der Region Zadar wusste, entschied sie mit Hilfe ihres Blogs und ihres Netzwerks zu helfen.

Von der Caritas in Zagreb erhielt Sylvia schließlich den Kontakt zu Doris Bailo, Präsidentin des Diabeteszentrums von Zadar, „udruga cukrići".

Doris, die wie meine Tochter Typ 1-Diabetikerin und Mutter zweier Kinder ist, organisierte ein Aufklärungs-Event für Diabetes auf dem großen Marktplatz in Zadar. Sie sorgte für entsprechende Publicity, während Sylvia aus Deutschland heraus innerhalb von drei Monaten Sponsoren für die Charity Pakete zusammentrommelte.

Doris Bailo, Präsidentin des Diabeteszentrum Zadars mit Gudrun Wurm

Die Charity Pakete

Auf der Suche nach einem „Zugpferd“ der Charity Kampagne stieß sie zunächst auf mysugarcase-Diabetestaschen.

Die Gründerin, Maren Schinz, war begeistert von Sylvias fixer Charity Idee und sicherte ihr spontan ihre Unterstützung mit 100x ihrer farbenfrohen Diabetestaschen zu.

Travelzoo unterstütze diese Aktion mit „manpower“ im Zuge eines jährlichen, sozialen Projekts. An zwei verschiedenen Tagen wurden einmal Hilfsmittel akquiriert und schließlich als Geschenke verpackt.

Viele Münchner Ärzte und Apotheken unterstützen mit ihren Lagerbeständen bestehend aus Blutzuckermessgeräten, Blutzuckermessstäbchen, Stechhilfen, passenden Lanzetten, Traubenzucker, Diabetes-Tagebüchern und Kühlpacks.

Eine kurzweilige Vorbereitung

Viel Zeit blieb mir nicht für Reisevorbereitungen. Meine Tochter, die selbst schon zigmal in Kroatien war, schrieb mir kurzerhand nur eine Nachricht mit einer „Checkliste“ mit den „TOP 10“ der wichtigsten Vorbereitungen.

  1. Das wichtigste ist der Reisepass! Nach Kroatien passiert man drei Grenzen (Österreich, Slowenien und Kroatien). Alle Länder sind in der EU – Kroatien selbst bereits seit 2012. Aus diesem Grund ist ein Personalausweis theoretisch ausreichend.
  2. Das Wetter in Kroatien ist im November vergleichbar mit deutschem Aprilwetter. So rechnete ich mit allem und packte mir meinen berüchtigten „Zwiebel-Look“ zusammen: kurzärmelige Shirts, Strick- und Regenjacke, ein langer Schal, der auch als Reisedecke umfunktioniert werden konnte, sowie eine lange Hose und feste, aber salonfähige Schuhe.

  3. Gemeinsam mit den 100x Charity Paketen würde ich mit einem Car Sharing - „STATTAUTO“ zum Busbahnhof gebracht werden. Diese Variante ist mit ~2,22 € / Stunde die kostengünstigste und praktischste, um mit viel Gepäck innerhalb Münchens von A nach B zu kommen.
  1. Zur Saison kann man mit Lufthansa oder Croatian Airlines direkt nach Zadar fliegen. In der Nebensaison ist der Flugverkehr zum Stadtflughafen in Zadar nur mit 1 -2 Zwischenstopps über Zagreb oder Split möglich und kostet durchschnittlich 400 €.

Flixbus unterstützte die Charity Initiative meiner Tochter und bot uns an, mich samt der Charity Pakete direkt nach Zadar zu fahren und zurück.
Ab München dauert die Fahrt etwa 12 Stunden, inklusive drei Pausen.

Eine Flixbus-Fahrt quer durch Europa -so auch nach Zadar - kostet je nach Saison 29,99 € hin und zurück.

Die Busse sind mit WiFi und Toiletten ausgestattet. Ferner sind die Sitze aus Leder und weit zurück klappbar. In der Nebensaison habe man häufig das Glück, dass die Busse nicht ausgebucht sind und man aus diesem Grund sehr viel Platz zur Verfügung hat. Es gibt sogar die Möglichkeit an Board Getränke und Snacks zu kaufen.

Ankommen werde ich am Busbahnhof Zadar, der am Rand der Innenstadt gelegen ist, so meine Tochter. Hier gibt es ausreichend Taxen, die einen zum finalen Domizil fahren können. Wichtig ist hierbei, dass man die Preise am besten im Vorfeld auf Pauschalen verhandelt.

  1. Für meine Ankunft sei ein Komitee des Diabeteszentrums Zadar bestellt, die die Charity Pakete und mich in Empfang nehmen würden. Dafür erhielt ich den Kontakt zur Präsidentin dieser gemeinnützlichen Organisation „Udruga Cukrici“, Doris Bailo.

  2. Anders als erwartet, haben in der Nebensaison noch ausreichend Hotels geöffnet. Insbesondere für den gehobenen Anspruch gibt es noch ausreichend Angebote. Für eine typisch kroatische Unterkunft, die zentral gelegen und preiswert ist, empfiehlt sich allerdings die Buchung eines privaten Appartements.

    Es gibt unzählige Apartments, die man entweder über das Internet vorbuchen oder vor Ort ausmachen kann. Meine Tochter brachte mich entsprechend zentral unter.

    Ich sollte mit Blick auf die Altstadt wohnen, in einem geräumigen, neuwertigen Appartement mit einer kompletten Ausstattung wie einem Föhn (das war mir wichtig), WiFi, Küche und Kabel-Fernsehen. Aufgrund der zentralen Lage brauchte ich überhaupt kein Taxi. Sogar das Charity Event an St. Martin kann man im Zentrum Zadars fußläufig erreichen.

    Das Beste an den privaten Unterkünften in Kroatien ist allerdings, dass die Gastgeber sehr gerne bei der Freizeitgestaltung behilflich

  3. Obwohl Kroatien in der EU ist, zahlt man dort mit der Währung KUNA. 7 Kuna sind ungefähr 1 €. Unterwegs wird auch gerne Euro akzeptiert. Wer günstig und sicher unterwegs sein möchte, hebt am besten vor Ort Geld ab oder bezahlt mit Karte. Für die kleinen Ausgaben unterwegs - wie Kaffee oder ein kleiner Snack zwischendurch - empfiehlt es sich ca. 50 € in Kuna zu wechseln und dabei zu haben. Bei den Wechselstuben soll man darauf achten, dass ohne Kommission gewechselt wird.

  4. Auch in Kroatien sind viele Dienstleister vom Trinkgeld abhängig. Doch vorsichtig! Deutschsprachige Gäste geben gerne zu viel Trinkgeld, weil es im Vergleich vielleicht so „wenig“ wirkt. Sicherlich wird das Trinkgeld angenommen, aber zu viel wird auch oft als unhöflich und arrogant ausgelegt. 10% Trinkgeld sind ausreichend.

  5. In Kroatien leben viele Menschen vom Tourismus oder arbeiten für internationale Firmen. Das bedeutet, dass fast alle Kroaten wenigstens ein bisschen Englisch oder Deutsch sprechen oder verstehen können.

    Dennoch wird empfohlen nicht gleich mit der „Tür ins Haus“ zu fallen und wie selbstverständlich davon auszugehen, dass mein „kroatisches Gegenüber“ fließend meine Sprache beherrscht. Somit gab mir meine Tochter ein paar „Eisbrecher-Vokabeln“ mit auf den Weg:


Dobar dan                                                             guten Tag
Govorite malo nijemacki ili ingleski?          Sprechen Sie etwas deutsch oder englisch?
(Ne) razumiem                                                   ich verstehe (nicht).
Ja sam ………                                                         Ich bin ………….
Ja sam iz Njemacke / Austrije                       ich bin aus Deutschland / Österreich
Hvala                                                                       Danke
Molim                                                                     Bitte
Wo ist ……                                                             Gdje je ………..

Überall in und um Zadar gibt es viele kleine Einkaufsläden für den täglichen Bedarf. Diese heißen BAKMAZ und haben meistens eine rote Markise. Ist man nur ein paar Tage in Zadar, erhält man hier alles, was man braucht. Für größere Einkäufe bräuchte man ein Auto. Am Stadtrand sind dann viele große Einkaufsmöglichkeiten gelegen wie der INTERSPAR, PLODINE oder SUPERNOVA. Auch Lidl gibt es in Zadar.

ZADAR in zwei Tagen erleben

Anders als bei herkömmlichen Reisen, die ich über Monate hinweg plante, hatte ich dieses Mal keine Möglichkeit mich auf das Reiseziel und seine Sehenswürdigkeiten vorzubereiten.

Neben der Charity Aktion, die ich für meine Tochter ausführen würde, hatte ich immerhin noch 2 volle Tage, um Zadar zu entdecken.

Meine Tochter kennt sich in Kroatien gut aus, sie könnte mir sicherlich ein paar Insider-Tipps geben. Typisch für sie, hatte sie mir bereits alles in meinen Reiseunterlagen zusammengeschrieben:

Lage

Zadar liegt auf einer schmalen Landzunge an der Adria. Eine Zugbrücke verbindet die Altstadt von mit dem Festland.

Zadar ist eine kleine Hafenstadt. Im Sommer gibt es viele Menschen, die vor oder nach ihrem Stadtrundgang auch direkt am „Kolovare“ Stadtstrand baden gehen.

Ab Oktober herrscht der sogenannte „Bura“ – ein starker Wind, der das Meer aufreibt, abkühlt und den vor Ort gelegenen Bootsbetrieb für nahe gelegene Ausflugsziele wie die Kornaten leider auch stark einschränkt.

Bekannt ist Zadar vor allem für seine römischen und venezianischen Ruinen, die in der auf einer Halbinsel gelegenen Altstadt zu bewundern sind.

Die Altstadt ist von einer wunderschönen, alten Stadtmauer umrundet. Geht man durch eines der großen venezianischen Tore, kann man sich fast gar nicht verlaufen. So lange man innerhalb der Stadtmauern läuft, ist man in der Altstadt unterwegs.

Es lohnt sich einen Tag nur darauf zu verwenden, die Stadt zu erkunden und zu genießen.

Die TOP 10 für einen Zadar-Erkundungstag:

  1. Früh am Morgen zwischen 6 – 10 Uhr empfiehlt sich ein Besuch am Fischmarkt.
  1. Direkt neben dem Fischmarkt ist der große Marktplatz von Zadar mit allen typischen, handgemachten oder selbst angebauten Dingen aus der Region: Honig, Öl, Schinken, Käse, Seifen, Tischdecken, Obst & Gemüse. Ideal für Mitbringsel!
  1. Schlendern Sie weg vom Markt, so laufen Sie geradewegs in Richtung Meer. Genießen Sie hier einen Kaffee an der vorromänischen Rundkirche St. Donatus aus dem 9. Jhdt. (Hier kann man auch auf den Kirchturm steigen, wenn man möchte)
  1. Vor der Rundkirche stehen viele römische Ruinen. Ein Fotostopp lohnt sich.
  1. Genau gegenüber liegt ein Museum über die römische Zeit Zadars. Ist das Wetter weniger sonnig, ist es einen Besuch wert.
  1. Laufen Sie in Richtung Meer, die Promenade rechts hoch, gelangen Sie zur berühmten Meeresorgel. Diese wird von den Meereswellen bespielt. Die Meeresorgel besteht aus 35 Rohren, an deren Ende sich sogenannte Labiume (Pfeifen) befinden. Diese sind senkrecht zum Ufer verbaut. Durch den Druck der Wellen entsteht Luftdruck, der das Naturorchester in 7 Akkorde in 5 Tönen erklingen lässt.
  1. Direkt neben der Meeresorgel gibt es den Platz „Gruß an die Sonne“. Diesen Platz sollten Sie unbedingt in den Abendstunden aufsuchen. Es besteht aus 300 mehrschichtigen Glasplatten, die am Abend in allen erdenklichen Farben leuchten und mit dem Sonnenuntergang eines der schönsten und romantischten Szenarien der Stadt bietet.
  1. Mit einem kleinen Schlenker laufen Sie durch das Innere der Altstadt wieder zurück. Hier kommen Sie zu der prächtigen Kathedrale der Hl. Anastasia aus dem 12. Jhdt.
  1. Sie werden unweigerlich am Volksplatz „Narodni Trg“ Diesen erkennen Sie daran, dass wischen der gelungenen Mischung aus historischen Gebäuden und gemütlichen Cafés und Restaurants das öffentliche Leben tobt.
  1. Besuchen Sie abschließend zu einem kleinen Spaziergang die Bastion hinter den fünf alten Brunnen. Diese Brunnen haben bis ins 19. Jhdt. Zadar mit Trinkwasser versorgt. Von der erhobenen Mauer der Bastion erhalten Sie zudem den besten Blick auf das schönste Eingangstor zu Zadar – dem Landtor mit dem venezianischen Markuslöwen aus 1543.

Typisch dalmatinische Kulinarik

Mögen Sie Fisch? Gehen Sie unbedingt in das Restaurant FOSA. Es liegt direkt vor dem venezianischen Landtor an der Bastion. Das Restaurant verfügt außerdem über eine riesige Terrasse mit Blick auf das Meer und die dalmatinische Inselwelt.

In Dalmatien gibt es eine große Fischvielfalt und die Menschen essen viel und gerne Fisch. Am populärsten sind Gerichte mit Doraden, Muscheln oder kleinen Baby-Calamari. Meist serviert mit Kartoffeln und Mangold angemacht mit Olivenöl und Knoblauch.

Wenn Sie authentische, aber eher fleischige Küche voller hausgemachten Köstlichkeiten in Dalmatien genießen wollen, empfehle ich in eine kroatische Taverne (= Konoba) einzukehren. Diese gibt es vermehrt in den Vororten. Beispielsweise die Konoba Butic in Brisevo.

Reservieren Sie Minimum einen Tag (besser eine Woche) zuvor und bestellen Sie wonach Ihnen die Lust steht.

Ein typisches Menü kann beispielsweise wie folgt aussehen:

Schinken und Käse als Vorspeise mit selbst gebackenem Brot. Als Hauptspeise Lamm oder Spanferkel vor Ort am Grill zubereitet. Pfannkuchen (Palačinke) mit Eiscreme als Nachspeise. Dazu selbst geernteten und verarbeiteten Wein.

Das rote Haus auf dem Bild ist das Fisch-Restaurant Fosa.

Tagesausflüge nahe Zadar

Meine Tochter plagte scheinbar ein schlechtes Gewissen, weil sie ihre „alte Mama“ so kurzfristig mit einer sehr verantwortungsvollen Reise konfrontiert hatte. Aus diesem Grund war es ihr unglaublich wichtig, dass ich meine kurze Zeit in Zadar genieße.

Da man für die Stadterkundung im Grunde nur einen Tag benötigt, empfahl sie mir an meinem zweiten Tag in die Landschaft Dalmatiens tiefer einzutauchen.

Natürlich ist der Nationalpark um die Plitvicer Seen seit „Winnetou“ in meinem Jahrgang berühmt und berüchtigt. Doch das empfiehlt sich eher als Ausflug, wenn man mehr Zeit in Dalmatien sowie einen Mietwagen hat.

Um in Kürze das Umland zu erforschen, sollte man in die 15km entfernte Stadt Nin fahren - der ältesten kroatische Königsstadt. Nin beherbergt viele alte Gotteshäuser aus dem 9. und 12. Jahrhundert. Einst war diese kleine Stadt die Hauptsiedlung der Liburner, einem illyrischen Volksstamm.

Vor Zadar tummeln sich zudem viele tolle Inseln. Viele davon sind bewohnt und es gibt entsprechend einen günstigen und häufigen Fährverkehr mit der Gesellschaft Jadrolinija. Beispielsweise zu den Inseln Silba, Ugljan, Kukljica, Preko oder Pasman.

Die Tickets kosten um die 12 €. Diese kann man in einem Ticketshop direkt am Hafen erwerben, wo diese Fähren abfahren oder online buchen.

Ausflugsboote fahren während der Saison täglich zu den Kornaten. Die Kornaten bestehen aus mehr als 100 Inseln und sind ca. nur eine Stunde vom Hafen Zadars gelgen. Sobald der Wind „Bura“ jedoch zu stark bläst, werden diese Ausflüge eingestellt. In der Altstadt sind viele kleine Ausflugsbüros. Hier empfiehlt es sich, einfach Ausschau zu halten und nachzufragen.

Das Charity Event

Der Weihnachtszauber der Charity-Pakete

Neben den notwendigen Hilfsmitteln, wollte Sylvia die Charity Pakete mit „diabetischen Lifestyle-Produkten“ füllen. Die Pakete sollten einen „Geschenke-Charakter“ bekommen, der neben Erleichterung den Betroffenen auch Freude schenkt.

Dazu zählten spezielle Lingerie mit integrierter Insulinpumpentasche von Ruby Limes, die ballaststoffreichen Fruchtgummies „IFOs“ als gesunde „Unterzuckerungshelfer“, der Steva-basierte Energy-Drink von Guampa und die hübschen Diabetes-Klebe-Tattoos von PepMeUp.

Inhalt der Charity Pakete

Verteilung zu St. Martin

Zu St. Martin 2018 organisierte das Diabeteszentrum „udruga cukrići“ ein großes Aufklärungs-Event auf dem Volksplatz „Narodni Trg“ in der Stadtmitte Zadars.

Hier wurden bei strahlendem November-Wetter und warmen 22°C Interessenten über Diabetes informiert. Der Blutzucker wurde bei Bedarf gemessen, gesundes Essen zum Probieren angeboten und ich verteilte im Namen meiner Tochter von Vivi’s Sugar Boot Camp die mit Liebe gefüllten Charity Pakete!

Über die Hälfte der Charity-Empfänger waren junge Typ 1-Diabetiker/innen unter 20 Jahren. Viele Mütter und Väter dieser betroffenen Typ 1-Kinder schenkten mir aus Dankbarkeit Olivenöl, Honig und Getöpfertes, was mich zutiefst berührte.

An diesem Tag war ich sehr stolz auf meine Tochter als ich den Hintergrund all‘ ihrer Mühen verstand und lebendig vor mir sah‘.

Trotz eines zahnenden Babies, einer trotzenden Dreijährigen, schlafloser Nächten und unzähliger Unterzuckerungen – setzte sie ihr Wort in die Tat um.

Der große Volksplatz in Zadar war in Bewegung, Journalisten und Fernsehsender berichteten davon und kreierten Aufmerksamkeit rund um das Thema Diabetes. Mit „nur“ 100x Charity Paketen half Sylvia zwar in erster Linie den betroffenen Typ 1-Diabetikern, gleichzeitig aber auch allen Angehörigen, was ein vielfacher Multiplikator dieser Aktion darstellt.

Gudrun Wurm beim Verteilen der Charity Pakete

Reise-Resümee

Abgesehen von der Charity Aktion war mein Wochenende in Zadar wirklich beeindruckend und schön. Ich habe viele neue Möglichkeiten des Reisens ausgemacht und bin sogar überzeugt noch mehr solcher verlängerter Wochenend-Tripps zu unternehmen.

Rückblickend bin ich sehr froh, dass ich in der Nebensaison in Zadar war. Einige Bootstouren wurden zwar nicht mehr angeboten, doch es gab ausreichend Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und viel weniger Andrang.

Darüber hinaus war das Wetter mit durchschnittlich 20°C sehr angenehm. Perfekt, um die Region zu erkunden. Im November sind kaum mehr Touristen in Zadar. Das hat den Vorteil, dass man an keinen Sehenswürdigkeiten anstehen oder sich „vorbei schieben“ muss. Es fühlt sich viel freier und natürlicher an.

Ich würde sogar wieder einen Reisebus dem Flugzeug vorziehen. Neben dem unschlagbaren Preis, ist es wirklich unkompliziert. Die Busse wie Flixbus fahren immer zentral ab und sind gemütlich und gepflegt. Ich fuhr beide Male durch die Nacht durch und konnte dadurch gut schlafen.

In einem privaten Appartement zu übernachten empfand ich zunächst als aufregend und fremd. Heute bin ich absolut begeistert davon. Appartements sind leicht zu buchen, die Gastgeber sind sprachgewandt und haben viele Insider-Tipps. Die Unterkünfte sind da, wo man sein will – auf dem Land, am Meer oder mitten drin in der Stadt. Das ist großartig.

Zadar, ich komme wieder!

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