Da braut sich was zusammen: Craft Beer

05.07.2017
Seit einigen Jahren liegt Craft Beer im Trend. In jeder größeren Stadt gibt es spezielle Bars, die auf Craft Beer spezialisiert sind. Hier gibt es Verköstigungen und Führungen durch Brauereien. Erst neulich habe ich in Hamburg eine Führung durch die Ratsherrn Brauerei in Hamburg gemacht. Ein Anstoß, um mich einmal etwas genauer in der deutschen Craft Beer Landschaft umzuschauen.

Was genau ist Craft Beer?

Der Begriff Craft Beer kommt aus den USA und steht im amerikanischen für „handgemacht“. Der Trend, der in den 80er Jahren entstanden ist, galt als Gegenbewegung zu industriell gebrautem Bier. Heute verstehen wir unter Craft Beer die handwerkliche Zubereitung von Bieren mit besonderen Aromen. Jede Brauerei gibt ihrem Bier eine gewisse eigene Note mit auf den Weg. Auch die Namen variieren, allerdings werden Ihnen gängige Sorten wie IPA (Indian Pale Ale), Ale oder Lager überall begegnen.

Hamburg

Ratsherrn Brauerei und Craft Beer Store

Ein guter Einstieg, um Craft Beer zu probieren, ist die Verkostung neuer Biersorten im Store des Craft Beer Shops in den Hamburger Schanzenhöfen. Jeden Freitag um 18.30 Uhr haben Sie hier kostenlos die Möglichkeit, neue Sorten zu probieren und bekommen die passenden Infos zu den neuen Biersorten direkt aus erster Hand. Im Anschluss können Sie Ihre Lieblingssorten natürlich auch direkt mitnehmen. Im Shop stehen über 400 Biersorten zum Verkauf. Die Biere stammen aus aller Welt und das Team berät Sie gerne bei Fragen zu Geschmacksrichtungen. Momentan wird beispielsweise das Ratsherrn Rémydemmi aus der eigenen Brauerei empfohlen. Das Bier ist ein fassgereifter Doppelbock mit Cognac Aromen von Karamell, Schokolade und Creme Brulée. Wer noch mehr Infos zum Brauen und zur Herstellung von Bier bekommen möchte, der nimmt am besten an einer Führung in der Brauerei teil. Gewählt werden kann zwischen einer 60-minütigen Tour und einer 105-minütigen Tour und selbstverständlich werden auch leckere Biere verkostet.

Galopper des Jahres im Haus 73

Die Biere kommen aus kleinen Kreativbrauereien oder besonders traditionsbewussten Brauhäusern und in der Regel wird an einer Tafel, die an der Bar hängt, darauf hingewiesen, welche Biere zur Auswahl stehen. Regelmäßige Veranstaltungen wie ein Bier-oder Kneipenquiz oder ein Swing-Abend runden das Programm ab.

Berlin

Hopfenreich

Mitten in Kreuzberg befindet sich seit 2014 das Hopfenfreich. Frisch gezapft werden hier 14 Biere, unzählige weitere Sorten kommen aus der Flasche auf den Tisch. Gäste sind begeistert von der herrvorganden Beratung und der großen Auswahl. Bei gutem Wetter könnten Sie draußen sitzen. Wer mehr zum Thema Bier erfahren will, nimmt an einem Tasting teil oder schaut, welche andere Veranstaltung zum Thema Bier aktuell auf der Tagesordnung steht.

Kaschk

Schuffleboard spielt man nur im Hotel oder auf dem Kreuzfahrtschiff? Falsch. Im Kaschk in Mitte trinken Sie nicht nur Craft Beer, sondern hier feilen Sie auch an Ihrer Technik und schieben Dreiecke über das Board. Ihren Durst löschen Sie derweil mit einem von zwölf regelmäßig wechselnden Bieren. Grundsätzlich ist die Karte überwiegend skandinavisch geprägt, aber auch Berliner Biere stehen auf der Karte. Ein weiteres Plus der Bar: Tagsüber gibt es hier ausgezeichneten Kaffee.

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München

Biervana

Sie wollen Craft Beere für Zuhause kaufen, brauchen ein Geschenk oder sind auf der Suche nach neuen Trends? Das Biervana in Schwabing führt über 600 verschiedene Biersorten, darunter Craft Beer aus Deutschland, den USA und Italien sowie Kloster- und Abteibier aus Belgien. Dass gute Qualität und Handarbeit durchaus etwas kosten dürfen, zeigen die Preise. Zwei, drei oder fünf Euro pro Flasche sind keine Seltenheit. Besondere Biere, die monatelang in Rum- oder Whisky-Fässern reifen, kosten sogar bis zu 40 Euro für eine 0,7 Liter Flasche. Zusätzlich zum Verkauf hat man sich besondere Veranstaltungen ausgedacht: Biersommelier Markus Ernst und Weinsommeliere Petra Heiler treten gegeneinander an und stellen sich der Frage, was besser zu bayerischen Tapas passt – Bier oder Wien? Garantiert sind leckere Tapas, Spaß und eine Menge Wissen über beide alkoholischen Getränke.

Tap House

Altes Mauergewölbe, hohe Decken und alte Eichenfässer – urig, gemütlich und nur ca. 5 Minuten vom Münchener Ostbahnhof entfernt liegt das Tap House in der Rosenheimer Straße. Hier fällt die Wahl des richtigen Bieres besonders schwer: Sie wählen aus rund 200 Biersorten, 40 davon werden frisch gezapft. Schauen Sie bereits vor Ihrem Besuch in die Tap House App und wählen Sie bereits von Zuhause Ihren Favoriten. Oder Sie sprechen mit dem Barpersonal und lassen sich beraten und von neuen Geschmacksrichtungen inspirieren.

Köln

Craft Beer Croner

Das Köln mehr als nur Kölsch kann, zeigen die Jungs des Craft Beer Corners in der Kölner Innenstadt. Als erste Craft Beer Bar Kölns bietet sie eine Auswahl aus 15 Zapfhähnen und rund 70 Flaschenbieren. Darunter auch das selbstgebraute Veddels Ale und die stärkere Variante Veddels Maggle, das allerdings nur dreimal im Jahr ausgeschenkt wird. Da die Karte fast täglich wechselt, lohnt es sich, einfach vorbei zu schauen. Auf der Facebook Seite erfahren Sie, welche Events geplant sind. Neben Verkostungen und Vorstellungen von neuen Produkten können Sie zum Beispiel auch an einem rund sechsstündigen Braukurs teilnehmen. Hier lernen Sie alle Kniffe und Tricks, um selbst zu Brauen. Selbstverständlich werden Sie während des Kurses auch verpflegt und probieren Ihr selbstgebrautes Bier bei einem Nachtreffen.

Braustelle

Bereits seit 2001 betreibt Diplom-Braumeister Peter Esser seine Brauerei in Köln Ehrenfeld. Sie ist die kleinste der Stadt. Ins Glas kommt selbstverständlich hausgebrautes Bier. Klassiker sind unter anderem Helios, die Urform des Kölsch, Pink Panther, ein fruchtiges Ale mit Hibuskusblüten und - aufgepasst! - das Ehrenfelder Alt. Bestellt wird es meist als Dunkles, aber nichtsdestotrotz ist es mittlerweile fester Bestandteil der Karte. Weitere Besonderheit in der Brauerei: An Brautagen können die Gäste Peter bei einigen seiner Handgriffe über die Schulter schauen. Nicht nur das Bier wird hier selber gemacht, sondern auch Nudeln, Knödel , Brezeln oder Fladenbrot werden aus dem Malztreberteig gefertigt. Abgerundet wird das Programm von Peter Esser durch Verkostungen, eine Brauereiführung oder einen Braukurs.

Eine Übersicht über alle Brauereien, Bars und Festivals rund um Craft Beer finden Sie hier:

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