Around the World - meine Reise um die Welt

16.07.2018

Schon als Kind hab ich davon geträumt, einmal die ganze Welt zu bereisen. Je älter ich wurde, desto stärker wurde auch mein Wunsch. Aber es war mir zu mühsam und auch zu teuer, jede Reise einzeln zu buchen. Also suchte ich nach einem Weg, möglichst viele Länder in einer Reise zu überschaubaren Kosten zu buchen. Bei meiner Recherche stieß ich dabei auf ein sogenanntes Round-the-World-Ticket.

Das Angebot: Ich buche ein Ticket, beziehungsweise ein ganzes Bündel an Tickets auf einmal, mit dem ich über verschiedene Zwischenstopps einmal um die Welt fliegen kann. Das klang verlockend. So verlockend, dass ich meinen Chef um ein Sabbatical bat und mit der Planung meiner Reise begann. Worauf man dabei achten muss und wie sich unterwegs alles ändern kann, möchte ich Ihnen in diesem Blog erzählen.

1. Die Planung

Am Anfang stand die Qual der Wahl: Bei welchem Anbieter buche ich mein Round-the-World-Ticket? Nach langem Vergleichen entschied ich mich für SkyTeam. Mit 20 kooperierenden internationalen Airlines ist das SkyTeam die zweitgrößte Luftfahrtallianz der Welt. Mitglieder sind unter anderem Delta Airlines, KLM und China Airlines. Durch die gemeinsame Nutzung aller Streckennetze, gleicher Buchungssysteme und Vielfliegerprogramme standen mir so 1074 weltweite Reiseziele zur Verfügung. Das sollte für den Anfang reichen, dachte ich mir. Natürlich wär ich gern in jedes Land der Welt gereist, aber man hat maximal ein Jahr Zeit vom ersten bis zum letzen Flug. Und meine Auszeit von der Arbeit war auf 6 Monate beschränkt. Also galt es, mir eine Route zu überlegen. Dazu muss man sich erst einmal entscheiden, in welche Richtung man starten will. Ost oder West?

Da ich meine Reise im Herbst starten wollte, entschied ich mich für einen Reiseverlauf gen Osten. Bis zu 15 Stopps darf man wählen, darunter muss ein Transatlantik- und ein Transpazifik-Flug sein. Und der Start- bzw. Zielflughafen müssen im gleichen Land sein. Mehr Voraussetzungen gibt es eigentlich nicht, jetzt muss man sich nur noch entscheiden können.

Ich plante 6 Stopps ein auf meiner Reise: Sri Lanka, Bali, Melbourne, Christchurch, Los Angeles und Costa Rica. Jeweils mit vier Wochen Aufenthalt. Das schöne am Round-the-World-Ticket ist ja, dass man die einzelnen Flüge auch noch jederzeit umbuchen kann, wenn man länger an einem Ort bleiben will. Und das ganz ohne Aufpreis! Darauf sollte ich noch zurück kommen.

2. Die Reise

An einem grauen Oktober-Samstag ging es dann los. Mit einem 20kg-Rucksack stand ich am Flughafen München, bereit, einmal die Welt zu umrunden. Ein Gepäckstück mit 23 kg ist inklusive, mehr hätte ich auch beim besten Willen nicht schleppen wollen. Mein erstes Ziel war

Sri Lanka

Eine wirklich faszinierende Insel. Tagelang streifte ich mit einem Guide durch den dichten Dschungel, danach ging es zum Surfen an den Strand. Ich machte einen Tauchkurs und entdeckte die farbenfrohe Unterwasserwelt vor der Küste Sri Lankas.

 

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Wenn ich genug von der Unterwasserwelt hatte, ging es hinauf ins Hochland zu beeindruckenden buddhistischen Tempelanlagen und Klöstern. Nach vier Wochen - die vergingen wie im Flug - ging es weiter zum nächsten Inselparadies:

Bali

Auf der Insel der tausend Tempel war es vollends um mich geschehen. Ich wusste: Vier Wochen reichen mir hier nicht. Schließlich wollte ich nicht nur Bali selbst bis in den letzten Winkel entdecken, ich wollte auch noch einen Abstecher nach Lombok machen, auf die Gili Islands zum Schnorcheln und ins pulsierende Jakarta auf der Hauptinsel Java eintauchen. Also verlängerte ich meinen Aufenthalt in Indonesien um zwei Wochen. Von welchem anderen Ziel ich das abzwacken würde, würde ich mir später noch überlegen.

 

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Und so bereiste ich das Hinterland mit den malerischen Reisterrassen, besichtigte zahlreiche Tempel, checkte in atemberaubende Ressorts im Dschungel ein, perfektionierte meine Surffähigkeiten, tauchte mit Schildkröten und versank im Nachtleben von Jakarta. Die sechs Wochen vergingen im Flug, mein nächster Halt hieß

Australien

Mitte Dezember landete ich in Melbourne. Das heißt: Mitten im Sommer. Wie sich Winter anfühlt, hatte ich ohnehin schon vergessen, nachdem ich die letzten zwei Monate auf den sonnigsten Inseln dieser Welt verbracht habe. Mein Plan war es, Silvester in Sydney zu verbringen. So nah würde ich dem nie wieder kommen. Aber bis dahin waren es ja noch zwei Wochen. Also bereiste ich erstmal die Umgebung von Melbourne. Dort gibt es fantastische Weinbau-Gebiete und traumhafte Lodges. Anschließend bereiste ich noch die Great Ocean Road. Kurz vor dem Jahreswechsel ging es mit dem Flieger nach Sydney (50 Dollar für ein One-Way-Ticket? Na klar doch!). Das Feuerwerk über der Harbour Bridge ist wirklich ein einmaliges Erlebnis.

 

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Zurück nach Melbourne ging es mit einem gemieteten Van, dann waren der Monat in Aussie-Land auch schon wieder rum. Nächster Stopp:

Neuseeland

Das Land der Kiwis ist das totale Kontrastprogramm zu Australien. Üppiges Grün und malerische Berge haben mich ein wenig an Irland erinnert. Nur versteht man die Einheimischen besser. Um möglichst viel vom Land zu sehen, holte ich mir einen Campervan. Das gibt einem auch die Freiheit, überall zu halten, wo man gerade will. Mir hat es vor allem die Einsamkeit angetan: Einfach an einem stillen Ort sein Lager aufschlagen, bis tief in die Nacht am Lagerfeuer sitzen und in den Sternenhimmel blicken und morgens den Sonnenaufgang über dem Meer bestaunen.

 

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Mir war klar: Auch hier würden vier Wochen knapp werden. Ich beschloss also, mir noch eine Woche zu gönnen und dafür den Aufenthalt in Los Angeles etwas zu verkürzen.

USA

Für die Stadt der Engel blieb mir also noch eine Woche. Genug Zeit, um Hollywood und Bel Air zu sehen, in Malibu zu surfen und den Rodeo Drive leer zu shoppen (in Gedanken). Sogar ein Abstecher nach Las Vegas war noch drin.

 

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Nach so viel Rummel, Glitzer und Glanz freute ich mich aber wieder auf Ruhe und Erholung und konnte es kaum erwarten, meinem letzten Ziel entgegen zu fliegen - Costa Rica. Auch wenn das bedeutete, dass mein Trip rund um die Welt bald zu Ende sein würde.

Costa Rica

Die letzten vier Wochen wollte ich einfach nochmal so richtig genießen. Dafür ist Costa Rica ideal: Traumhafte feine Sandstrände laden zum Chillen ein, dichter Dschungel zum entdecken und das azurblaue Meer zum Surfen und Tauchen. Noch heute denke ich gerne an meine Lieblings-Hängematte in meinem Hostel zurück, in erster Reihe zum Strand, aufgespannt zwischen zwei Palmen.

 

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Doch irgendwann wurde es Zeit, mich auch von diesem Paradies zu verabschieden. Mittlerweile war es auch in Deutschland wieder Sommer, und ich freute mich auf meine Familie, Freunde - und auf gutes deutsches Essen.

3. Mein Fazit

Was soll ich sagen: Das Round-the-World-Ticket war die beste Investition meines Lebens. Die Buchung war leicht und unkompliziert und das Ticket ließ mir genügend Flexibilität, zwischendrin meine Pläne zu ändern. Außerdem hat es meinen Geldbeutel geschont, wenn ich die Einzelbuchung der Flüge vergleiche. In zwei Jahren darf ich wieder ein Sabbatical machen. Und was soll ich sagen? Diese ganz besondere Reise um die Welt wird nicht meine letzte gewesen sein.

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