7 Highlights auf Lanzarote

15.01.2018

Bizzar, schroff, anders... anders schön – das trifft zu, wenn man an Lanzarote denkt. Schwarzer Sand und an eine Mondlandschaft erinnernde Vulkane beherrschen das Landschaftsbild. Dieses wird durchzogen von weiß getünchten Häusern und ein paar Palmen hier und da.

Dem berühmten Inselsohn Cesar Manrique hat Lanzarote es zu verdanken, dass nicht jede Ortschaft von Hotelbunkern zugebaut ist, sondern es viele kleine Bungalows und Apartmentanlagen gibt. Auch sonst hat der Künstler viel kulturelles Erbe hinterlassen. Besuchen können Sie beispielsweise sein Wohnhaus oder die Lavagrotte Jameos del Aqua mit Konzertsaal.

Folgende Highlights empfehlen wir Ihren für Ihren nächsten Urlaub:

1. Nationalpark Timanfaya

Braucht man wirklich ein Space-Shuttle um auf den Mond zu gelangen? Diese Frage stellen Sie sich beim Anblick des Nationalparks Timanfayas zu Recht. Gut, wir waren noch nie auf dem Mond, aber so oder so ähnlich stellt man sich seinen Anblick vor: unberührte Natur und aus der Landschaft hervorragende Krater und Berge, die mit ihren Braun- und Ockertönen faszinieren. Grund für dieses karge aber durchaus faszinierende Landschaftsbild sind heftige Vulkanausbrüche, die 1730-1736 auf der Insel stattgefunden haben. Das Betreten auf eigene Faust ist nicht gestattet, stattdessen gibt es eine organisierte Busfahrt durch den Nationalpark. An bestimmten Stellen können Sie aussteigen, so beispielsweise am Restaurant El Diabolo (auf deutsch: Der Teufel). Der Künstler Cesar Manrique hat dieses Restaurant inmitten der Landschaft geschaffen. Besonderheit: Gegrillt und gekocht wird über einem heißen Erdloch, das die Hitze der Tiefe nutzt und uns damit die mächtige Naturgewalt demonstriert. Nur rund 10 Meter unter Ihren Füßen ist die Erde nämlich rund 300 Grad heiß.

 

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2. Fundación Cesar Manrique

Inmitten eines Lavastroms befindet sich das einzigartige Gebäude, indem der Künstler 20 Jahre lang lebte. Im Erdgeschoss bilden fünf natürlich entstandene Vulkanblasen einen außergewöhnlichen Wohnraum. Besonders: Hier befinden sich eine kleine Tanzfläche, ein Schwimmbad sowie das Atelier des Malers. Die oberen Stockwerke sind im inseltypischen Baustil errichtet. Große Fenster geben immer wieder den Blick in das Lavafeld und den Himmel frei.

 

Überings musste Cesar Manrique im Jahr 1970 keinen Cent für das Grundstück zahlen. Sein Vorbesitzer dachte das Land sei unfruchtbar und nicht zu gebrauchen.

 

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3. El Golfo

Ein fantastisches Farbspiel bietet sich Ihnen am Ausichtspunkt El Golfo: Schwarzer Sandstrand, rot-braune Felsen, blaues Meer und eine grün schimmernde Lagune. Aber was ist das? Der zum Teil ins Meer gesunkenen Krater des Vulkans Montaña de Golfo sorgt für das faszinierende Schauspiel. Die grüne Farbe der Lagune stammt übrigens von Algen, die sich dem hohen Salzgehalt des Sees angepasst haben. Wer die Fahrt auf sich genommen hat, muss unbedingt etwas länger bleiben. Direkt am Meer gibt es viele kleine Fischrestaurants mit leckeren Köstlichkeiten wie fangfrischem Fisch, Muscheln und Tintenfisch.

4. Famara – Der beliebte Surferstrand

Bereits die Anfahrt mit dem Auto macht Vorfreude: Geradezu fährt man aufs Meer, rechter Hand blickt man auf die rund 400 Meter hohen Klippen, die bis ans Wasser hinunter reichen. Auch wenn der Strand nicht vorrangig zum Baden geeignet ist, so gilt er für mich eindeutig als einer der schönsten Strände der Insel. Toll sieht es aus, wie sich die Wolken in den Wasserbecken auf dem breiten Strand spiegeln und die Surfer- und Kitesurfer über das Wasser sausen. Vor allem Wellenreiter kommen an diesem Strand voll auf ihre Kosten. Spazieren Sie am Strand bis zum kleinen Örtchen Caleta de Farma: Ein paar Häuser, Bars und Surfshops sorgen für entspannte Atmosphäre. Vielleicht trauen Sie sich ja sogar selbst aufs Brett und stürzen sich in die Fluten? Falls nicht, genießen Sie das Treiben bei einem Kaffee oder Bier und ein paar Tapas.

5. Jameos del Agua

Auch die Jameos de Aqua sind eine außergewöhnliche Erfindung von Cesar Manrique: In einer teilweise eingestürzten Lavaröhre hat der Künstler eine einzigartige Kunst- und Kulturstätte erschaffen. So finden Sie hier beispielsweise den weltweit einzigsten Konzertsaal in einer Vulkanhöhle. Mit seiner tollen Akustik begeistert er rund 550 Menschen bei Veranstaltungen. Ebenfalls einzigartig sind die Albinokrebse, die in einem unterirdischem See leben und normalerweise nur in einer Meerestiefe von über 2000 Metern vorkommen. Ein von Manrique angelegter Pool kann heute zwar nicht mehr zum Baden genutzt werden, integriert sich aber dennoch wunderbar in das Gesamtbild. Wer sich nach einer Pause sehnt, den lädt das Restaurant mit Panoramablick ein – über Grotte und Pool reicht der Blick bis ins weite Lavafeld außerhalb der Jameos del Aqua.

 

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6. La Geria – Das größte Weinanbaugebiet der kanarischen Inseln

Auch beim Weinbau ist Lanzarote anders. Die Reben werden nicht wie sonst üblich an Gerüsten hochgezogen, sondern der Wein wächst in trichterförmigen Mulden in anthrazitgrauer Vulkanasche. Rund zwei Meter tief mussten die Bauern graben, bis sie auf fruchtbaren Boden gestoßen sind. Dort pflanzen sie heute vor allem die Rebsorten Moscatel und Malvasier an. Den Wein probieren Sie in einer der zahlreichen Bodegas. Wer Interesse an der Geschichte des Weinbaus auf der Insel und seinen Herstellungsprozess hat, macht eine Führung durch ein Weingut. Die älteste Bodega der Insel gibt es übrigens schon seit 1775. Damit ist die Bodega El Grifo die älteste Weinkellerei der kanarischen Inseln. Sie beheimatet ein kleines Weinmuseum und lohnt auf jeden Fall einen Besuch.

7. La Graciosa

Der Anblick der kleinen vorgelagerten Insel erinnert ein wenig an ein Stück Marmorkuchen: In Grün-, Braun- und Rottönen erstrahlt die Montaña del Mojon. Zehnmal täglich starten die Fähren von Orzola, im Norden Lanzarotes zur 25-minütigen Überfahrt. Auf der kleinen Insel angekommen, spürt man sofort Entschleunigung. Nur ein paar wenige Geländewagen der etwa 650 Einwohner sind auf der Insel zugelassen, Straßen gibt es keine. Stattdessen gibt es Sandpisten und neben dem kleinen Ort Caleta del Sebo viele viele Strände. Der schönste Strand befindet sich im Nordwesten, rund 5 Kilometer von Caleta del Sebo entfernt. Egal ob Sie mit dem Fahrrad fahren oder sich mit einem Jeep zum Strand bringen lassen, sicher ist: Hier können Sie herrlich entspannen und müssen den Strand nicht mit Hunderten von anderen Leuten teilen. Übrigens: Einen besonders schönen Blick auf die Insel haben Sie vom Aussichtspunkt Mirador del Río auf Lanzarote.

 

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