48 Stunden in Valencia

07.07.2026

Mit mehr als 300 Sonnentagen pro Jahr gehört Valencia zu den sonnigsten Städten Europas. Perfekte Voraussetzungen, um am Strand zu entspannen, Tapas auf einen der vielen Terrassen zu essen oder durch die Altstadt zu bummeln. In unserem Blog erfahren Sie, was Sie in 48 Stunden in der drittgrößten Stadt Spaniens erleben können. Und warum Sie nach zwei Gläsern Agua de Valencia besser kein Fahrrad mehr fahren sollten. Aber zuerst:  

5 Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über Valencia wussten: 

  • Valencia ist der Geburtsort der Paella. Ein Reisgericht, das traditionell mit Huhn, Kaninchen, grünen Bohnen, Tomaten, Safran und Olivenöl zubereitet wird.  
  • In der Altstadt steht eines der schmalsten Häuser Europas: Das Gebäude an der Plaza Lope de Vega misst an seiner engsten Stellnur 107 Zentimeter – das ist kaum breiter als eine Person mit ausgestreckten Armen. 
  • Historiker wie Michael Hesemann oder Prof. Antonio Beltrán sind überzeugt, dass sich in der Kathedrale von Valencia der Heilige Gral befindet. Das ist der Kelch, der beim letzten Abendmahl verwendet worden sein soll.  
  • In der Stadt stehen rund 9000 Orangenbäume entlang von Straßen und auf öffentlichen Plätzen. Die Früchte sind jedoch leider nicht essbar: Es handelt sich überwiegend um Bitterorangen, die bewusst als Stadtbäume gepflanzt werden. Sie sind dazu da, Schatten zu spenden und das Stadtklima zu verbessern. Das Beste aber ist: Im Frühling duftet ganz Valencia süßlich nach Orangen. 
  • Jedes Frühjahr finden die Fallas de Valencia statt. Das ist eines der spektakulärsten Feste Spaniens, bei dem riesige Figuren aus Pappmaché wochenlang ausgestellt und am Ende verbrannt werden. Knapp drei Wochen lang wird getanzt und gefeiert.   


Wo schlafe ich?

Das kommt ganz auf Ihre Präferenz an: Die Altstadt rund um El Carmen ist ideal, wenn Sie möglichst viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen möchten. Ruzafa gilt als Ausgehviertel, mit zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants, die vor allem abends gut besucht sind. Wenn Sie es ruhiger mögen, finden Sie um den Turia-Park Hotels mit sehr guter Anbindung an die Innenstadt.  

Was muss ich sehen? 

Die Stadt der Wissenschaften und Künste (im spanischen Ciudad de las Artes y las Ciencias) gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Verglichen mit der historischen Alstadt, ist sie sehr modern. Hier befinden sich unter anderem ein Planetarium, das größte Aquarium Europas und ein interaktives Wissenschaftsmuseum. An Mitmach-Stationen in der Ausstellung können Sie Modelle bauen oder naturwissenschaftliche Gesetze wie z. B. zur Schwerkraft austesten. Ebenfalls sehenswert ist der Mercado Central, einer der größten Lebensmittelmärkte Europas. An rund 250 Stände kaufen Sie hier frisches Obst, Gemüse, Gewürze oder MeeresfrüchteTipp: Der Markt befindet sich in einem besonders hübschen Jugendstilgebäude mit hoher Kuppel und bunten Glasfenstern; ideal für ein Fotomotiv.    


Was esse ich? 

Wenn Sie in Valencia sind, sollten Sie natürlich auch eine Paella probieren. Empfehlen können wir die Masusa Bar, in der Sie die Paella Valenciana bestellen. Im ehemaligen Fischerviertel Cabanyal können Sie in einem der zahlreichen Tapasbars regionale Spezialitäten wie  Titaina oder Esgarraet kosten. Zum Abschluss des Abends empfehlen wir Agua de Valencia. Das ist ein lokaler Cocktail aus Orangensaft, Sekt, Gin und Wodka, der unter anderem im Café de las Horas serviert wird. 


Was mach ich abends? 

Vor dem Dinner treffen sich Einheimische gerne auf einen Aperitif, etwa auf einer Dachterrasse mit Blick über die Stadt. Eine beliebte Adresse ist die Atena Sky Bar am Plaza del Ayuntamiento. Ein weiteres Highlight ist der Umbracle, ein palmengesäumter Garten, in dem an Sommernächten DJs auflegen.   


Was darf ich auf keinen Fall verpassen? 

Die Kathedrale von Valencia ist nicht nur wegen ihrer Geschichte sehenswert, sondern auch wegen des Ausblicks vom Glockenturm El MigueleteSie blicken über die Dächer der Altstadt bis hin zum MeerEbenso empfehlenswert ist es, sich ein Fahrrad zu leihen und den Turia-Park zu besuchen. Der rund neun Kilometer lange Park verbindet die westlichen Stadtteile mit der Ciudad de las Artes y las CienciasFunfact: Der Park war früher ein Flussbett und ist heute der größte innerstädtische Park Spaniens.  


Was muss ich sonst noch wissen? 

Valencia lässt sich besonders gut im Frühling und Herbst bereisen, wenn die Temperaturen meist zwischen 20 und 25 Grad liegen. Zum Erkunden der Stadt lohnt es sich eine Suma 10 Transportkarte für Metro, Bus und Tram zu kaufen. Sie kostet circa 9 Euro für 10 Fahrten und kann an verschiedenen Tagen eingelöst werden. Die Amtssprache in Valencia ist neben Spanisch auch Valencianisch. Englisch wird in vielen Bereichen verstanden, ein paar spanische Worte zu kennenschadet jedoch nichtSie bringen Sympathiepunkte bei den Einheimischen.  

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