48 Stunden in Paris

31.07.2016

Paris ist die Stadt der 1000 Sehenswürdigkeiten, 100 000 Brücken und noch mehr Fragen: Was muss ich wirklich sehen? Was esse ich und vor allem wo? Wie verhalte ich mich, ohne als Tourist aufzufallen? Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Ihnen diese Fragen zu beantworten. Aber erst:

5 Dinge, die ich nicht über Paris wusste:

1. Die kleinste Straße von Paris befindet sich im 2. Arrondissement. Die Rue des Degrés ist nur 6 Meter lang.

2. Das Wahrzeichen der Stadt, der Eiffelturm, besteht aus 18.000 Einzelteilen, 2,5 Millionen Nieten und wird alle 7 Jahre gestrichen. Bis alles gemacht ist, vergehen 18 Monate und werden stattliche 60 Tonnen Farbe verbraucht.

3. Als Fußgänger benötigt man 2:15 Stunden, um Paris von Nord nach Süd zu durchqueren.

4. Paris beherbergt 12 Millionen Bienen in 300 Bienenstöcken. Heißt: Auf fast einen Einwohner in der Ile de France kommt eine Biene!

5. 217 Bouquinisten haben sich an den Ufern der Seine niedergelassen und bieten ca. 900.000 Bücher zum Kauf an.

 

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Wo schlafe ich?

Paris ist ein beliebtes Ziel bei Städtereisenden, dementsprechend gibt es hier auch viele Hotels. Eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl einer Unterkunft in Paris sollte die Zentrumsnähe sein. Klicken Sie hier, um zu unseren besten Hoteldeals in Paris zu gelangen.

Was muss ich sehen?

Auch wenn es sich klischeehaft anhört: Ein Abstecher zum Eiffelturm ist ein absolutes Muss! Den besten ersten Blick auf den stählernen Riesen hat man vom Balkon im Jardins du Trocadéro. Natürlich sollte man das Wahrzeichen der Stadt auch erklimmen, einen besseren Blick über die Stadt als von dort oben gibt es nicht. Es gibt zwei Wege zu den Aussichtsplattformen: den Aufzug und die Treppen. Wir empfehlen, die Treppen zu nehmen, aus zwei einfachen Gründen. Erstens: Die Schlange vor den Treppen ist um einiges kürzer als die vor den Aufzügen. Und Zweitens: Die 704 Stufen sind ein perfektes Workout, um die ganzen Croissants, die man schon gegessen hat und noch essen wird, wieder von den Hüften zu bekommen.

 
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Neben dem Eiffelturm gibt es natürlich noch zahlreiche andere, nicht minder berühmte Sehenswürdigkeiten. Zu nennen sind hier Notre-Dame, Sacre-Coeur, der Triumphbogen samt Champs-Elysées und der Cimetière du Père-Lachaise. Letzterer ist zwar ein Friedhof, aber der erste seiner Art weltweit, der auch als Park angelegt wurde. Ein Spaziergang hier hat wirklich eine ganz besondere Atmosphäre mit den imposanten Alleen, bunten Beeten und weitläufigen Rasenflächen. Was auf der To-See-Liste ebenfalls nicht fehlen darf: die Galeries Lafayette. Das wohl bekannteste Kaufhaus Frankreichs ist nicht nur was für Shopping-Begeisterte, sondern auch sehenswert wegen der imposanten Jugendstilarchitektur. Besonders beeindruckend: die riesige Glas-Kuppel in der großen Halle.

 
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Was esse ich?

Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, immerhin gibt es so viele Leckereien, die man sich nicht entgehen lassen darf. Angefangen bei den herrlich fluffigen Croissants über die knusprigen Baguettes, die unglaubliche Vielfalt an Käse (es gibt mehr als 400 Sorten!), Spezialitäten wie Foie Gras (Enten-oder Gänsestopfleber), Coq au Vin (Huhn in Weinsoße), Pot-au-Feu (Eintopf aus Rindfleisch und Gemüse) und Bouillabaisse (provenzialische Fischsuppe) bis hin zu süßen Sünden wie Mousse au Chocolat und Crème brulée. Nicht zu vergessen natürlich die Weine, die bei einem französischen Dinner nicht fehlen dürfen.

 
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In Paris stellt sich nicht nur die Frage, was man isst, sondern auch wie. Das Frühstück -- oder Petit déjeuner -- fällt meistens etwas kleiner aus, traditionell gibt es Baguett mit Marmelade und einem Café au lait. Am Wochenende darf es dann gerne auch etwas üppiger sein. Mittags gönnen sich die Pariser oft ein leichtes Drei-Gänge-Menü. Abends speist man dann meist in geselliger Runde. Mehrere Gänge sind Standard, aber auch hier wird darauf geachtet, dass sie nicht zu schwer sind. Deshalb besteht die französische Küche hauptsächlich aus Fisch, Geflügel und viel Gemüse. Das Dîner findet in Frankreich meist etwas später an als in Deutschland, 20 Uhr ist ein guter Richtwert. Auf alle Fälle sollte man sich für das Abendessen Zeit lassen, es kann schon mal mehrere Stunden dauern. Es geht nämlich nicht so sehr darum, schnell satt zu werden, sondern sich bei dem ein oder anderen Gläschen Wein intensiv über den Tag, die Arbeit und Gott und die Welt zu unterhalten.

Was mach ich abends?

Soweit möglich spielt sich das Leben in Paris auf der Straße ab, auch abends. Die allermeisten Cafés und Restaurants verfügen über eine Terrasse, im Winter sind die oft beheizt. Unsere Empfehlung: das Restaurant Au bon Coin südlich der Seine (Métro-Station: Censier-Daubenton). Hier gibt es authentische französische Küche, authentische französische Kellner und nicht zu vergessen authentische französische Bistro-Atmosphäre.

Das pulsierende Nachtleben der französischen Metropole erlebt man am Besten im Szeneviertel Oberkampf. Das Viertel hat eine für Paris außergewöhnliche dörfliche Atmosphäre, es scheint so als kenne hier jeder jeden. Auf jeden Fall ist es ein Mekka für alle, die angesagte Clubs, trendige Bars, szenige Restaurants und hippe Galerien suchen. Unser Bartipp: Die Cocktailbar Bespoke.

Was darf ich auf keinen Fall verpassen?

Paris ist bekannt für seine Parks und öffentliche Gärten. Auf jeden Fall sollte man sich Zeit nehmen, sich diese grünen Oasen mal genauer anzuschauen. Am berühmtesten sind der Jardin des Plantes, der Jardin du Luxembourg oder der Jardin des Tuileries. Aber unter uns: Streifen Sie einfach mal ohne Ziel durch die malerischen Gassen und entdecken die weniger überlaufenen Parks, die man in beinahe jeder Straße findet. Hierhin ziehen sich auch die Pariser zurück, wenn sie der Hektik der Stadt mal entfliehen wollen. Was ebenfalls auf Ihrer To-Do-Liste stehen sollte: ein Picknick am Seine-Ufer machen und den Sonnenuntergang beobachten. Was man dazu braucht: eigentlich nicht viel. Nur ein Baguette, Käse und Flasche Wein aus dem Supermarkt ums Eck, eine Decke und -- das wars auch schon. Den Rest macht die Atmosphäre. Spätestens wenn die Sonne über der Île-de-la-Cité und dem Notre Dame untergeht, die Schiffe auf der Seine ihre bunten Girlanden einschalten, die Brücken beleuchtet sind und irgendwo ein Straßenmusiker anfängt zu spielen, versteht man, warum sich hier Abend für Abend hunderte von Parisern treffen und ihre Stadt für die schönste der Welt halten...

 
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Was muss ich sonst noch wissen?

Frankreichs Hauptstadt ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, mit einer Ausnahme: der August. Die meisten Pariser verbringen die Sommerferien am Meer, weshalb die Stadt dann (im Vergleich zu anderen Monaten) etwas ausgestorben wirkt und viele Restaurants, Bars etc. geschlossen haben. Sprudelwasser in Paris zu kaufen ist übrigens Geldverschwendung. Warum? Weil es über die Stadt verteilt sechs Trinkwasserspender gibt, an denen Sie kostenlos Ihre Flaschen mit sprudeligem Wasser auffüllen können. Sollte der Eiffelturm auf Ihrer "Will-ich-sehen"-Liste steht, empfehlen wir Ihnen, die Eintrittskarten bereits vorab online zu kaufen. Ansonsten steht ihr zweimal ewig Schlange: einmal vor den Kassen und dann noch einmal vor den Aufgängen. Die Tickets können Sie hier kaufen.

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