10 Cocktails, die in Hotelbars erfunden wurden

30.05.2017

Welchen Cocktail trinken Sie am liebsten – einen fruchtigen Singapore Sling, eine cremige Piña Colada oder einen herben Dry Martini? So unterschiedlich sie auch schmecken, eins haben diese drei Drinks gemeinsam: Genau wie sieben andere Cocktails wurden sie an einer Hotelbar erfunden.

Sidecar, Ritz Paris

Holzvertäfelte Wände, Ledersofas, Schwarz-Weiß-Fotos von berühmten Gästen wie F. Scott Fitzgerald und Gary Cooper: Nirgends in Paris trinkt man schicker als im Ritz. Die Hemingway Bar blickt auf eine fast 100-jährige Geschichte zurück. Hier wurde 1923 der Sidecar erfunden. Doch Vorsicht: Der Ritz Sidecar ist einer der teuersten Drinks der Welt. Wenn Sie ihn bestellen, stehen stolze 1500 € auf Ihrer Rechnung. Dafür enthält der Cocktail neben Cointreau und Zitronensaft eine besonders edle Zutat: einen seltenen Cognac aus dem Jahr 1865.

 

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Singapore Sling, Raffles Singapur

Auch Frauen wollten sich am 1915 in Singapur vergnügen und einen Cocktail trinken. Doch das war verpönt – nur Männern war Alkoholgenuss vorbehalten. Darin sah der Barkeeper Ngiam Tong Boon im Raffles Singapur eine Marktlücke und mischte aus Ananassaft, Grenadine, Limettensaft, Dom Benectine und Gin einen Drink. Er sah aus wie ein ein harmloser, quietschrosa Fruchtsaft. Keine Überraschung, dass der Singapore Sling bei den Ladies zu einem großen Erfolg wurde.

Rob Roy, Waldorf Astoria New York

Robert Roy MacGregor war ein schottischer Volksheld, eine Art schottischer Robin Hood. 1894 feierte eine Operette über ihn am Broadway Premiere. Gleichzeitig wurde schottischer Whisky immer beliebter in New York. Da kreierte der Barkeeper im Waldorf Astoria einen Cocktail aus Dewar's Scotch Whiskey, rotem Wermut und Angosturabitter. Marilyn Monroe, Grace Kelly und Frank Sinatra: Alle haben sie im Waldorf Astoria übernachtet und einen Rob Roy in der Sir Harry’s Bar getrunken. Aktuell müssen Sie die Cocktails leider übrigens woanders trinken. Das legendäre Hotel ist voraussichtlich bis 2020 wegen umfassender Renovierung geschlossen.

Piña Colada, Caribe Hilton San Juan

Kein anderes Getränk schmeckt bei einem Karibik-Urlaub besser als eine Piña Colada. Der Geschmack von Rum, Kokusnusscreme und Ananassaft passt perfekt zu Sonne, Strand und Palmen. Die Erfindung des Cocktails ist Ramon "Monchito" Marrero zu verdanken, der den Gästen des Caribe Hilton San Juan ganze 35 Jahre lang leckere Drinks mixte. Seine cremige Kreation aus dem Jahr 1954  wurde sogar zum Nationalgetränk von Puerto Rico erklärt!

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Black Russian, Hotel Metropole Brüssel

Zu Beginn des Kalten Krieges war Perle Mesta, die amerikanische Botschafterin in Luxemburg, oft zu Gast im Hotel Metropole in Brüssel. So oft, dass der Barkeeper einen Drink aus Wodka und Kahlua nur für sie kreierte: den Black Russian. Mysteriös und dunkel sah er aus – genau wie die politische Stimmung in der Zeit. In den 1960er Jahren entstand übrigens die Variante mit Sahne, der White Russian.

 

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Bloody Mary, St. Regis New York

Geburtsort der Bloody Mary is das St. Regis in New York. 1934 war Fernand "Pete" Petiot Barkeeper an der King Cole Bar und mischte aus Wodka, Tomatensaft und Gewürzen einen außergewöhnlichen Longdrink. Ursprünglich trug er den Namen Bucket of Blood. Einen Eimer voller Blut zu bestellen war der schicken Klientel dann aber doch zu heikel, also wurde das rote Getränk in Bloody Mary umgetauft. Nette Idee: Heute interpretiert jedes Hotel und Resort der St. Regis-Gruppe seine eigene Version der Bloody Mary. So gibt es etwa in Peking eine interessante Variante mit Tsingtao-Bier und Austern...

Sazerac, The Roosevelt New Orleans

Partystadt New Orleans! Klar, dass hier auch der ein oder andere Cocktail erfunden wurde. Noch dazu der wohl älteste der USA. Der Apotheker Antoine Amedie Peychaud aus Haiti produzierte schon 1840 einen speziellen Enzian-Bitter, den er mit dem französischen Brandy Sazerac de Forge et Fils mischte. Er mochte den Drink so gerne, dass er einen Saloon namens Sazerac Coffee House eröffnete. Die Bar wurde 1949 in das Roosevelt Hotel integriert. Heute wird dort hochwertiger Rye Whiskey statt Brandy für den Drink verwendet, das Glas wird mit Absinth benetzt. Eine stolze Zahl von 40.000 Sazaracs geht pro Jahr über den Tresen.

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Dry Martini, The Knickerbocker New York

Ein grandioser Klassiker aus Gin und Wermut, garniert mit einer Olive, serviert in einem niedrigen, breiten Kelch. 1912 erfand Martini di Arma di Taggia den Cocktail  im The Knickerbocker Hotel New York. Getrunken wurde der erste Martini von keinem Geringeren als John D. Rockefeller. Klassisch wird er übrigens gerührt, nicht geschüttelt. Auch wenn James Bond das vielleicht anders sieht...

 

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Negroni, Grand Hotel Baglioni Florenz

Zu langweilig fand der italienische Graf Camillo Negroni im frühen 20. Jahrhundert den Cocktail Americano. Er fragte den Barkeeper im Grand Hotel Baglioni, ob er nicht Gin in das Campari-Wermut-Gemisch mixen könnte. Fertig war der erste Negroni. Ein berühmtes Zitat von Winston Churchill zu diesem Cocktail lautet im Übrigen: „Die Bitter sind exzellent für die Leber, der Gin ist schlecht. Also gleicht sich das ja aus.“

 

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White Lady, The Savoy London

Zwar waren ab 1910 schon einige Rezepte für eine White Lady im Umlauf, doch erst Harry Craddock im Savoy Hotel perfektionierte den Drink. Statt Crème de Menthe verwendete er einfach viiiiiiel Gin. Seine Kreation mit Cointreau und Zitronensaft liebte er so sehr, dass er 1927 einen Cocktailshaker mit einer fertigen White Lady in den Wänden des Savoy Hotels versteckt haben soll. Gefunden wurde er allerdings bisher noch nie, vielleicht haben Sie ja Glück?

 

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