Peru -- Bienvenidos im Reich der Inka und Anden

01.11.2018

Berge, Seen, Strände, traditionelle Märkte, Ruinen, Inkas, Lamas, Alpacas, Kolonialstädte und Machu Picchu. Das sind nur einige der Dinge, die mir einfallen, wenn ich an meine Reise nach Peru zurück denke. Fasziniert war ich vor allem von der Freundlichkeit der Menschen, der Kultur und der atemberaubenden Schönheit der Natur. Es ist daher gar nicht einfach, sich auf wenige Highlights zu beschränken, dennoch gebe ich euch hier eine Liste der Dinge, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet:

Machu Picchu

Das wohl bekannteste Postkartenmotiv in Peru ist die Inkastätte Machu Picchu. Ein Besuch der Runienstadt ist ein absolutes Muss und für mich ein absolutes Highlight. Ausgangspunkt ist meist die Stadt Cusco im Süden des Landes. Von hier startet der berühmte Inka Trail. Zudem gibt es alternative Routen, die in mehreren Tagen zur „Pilgerstätte“ führen. Die letzte Etappe, der Aufstieg zur Ruinenstätte, startet meist frühmorgens in Aguas Calientes. Wer möchte, kann mit dem Bus fahren, wir sind die 8 Kilometer zu Fuß gelaufen. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Ich bin zwar bereits morgens um 8 Uhr völlig erschöpft, aber beim Anblick der Runienstatd völlig begeistert. Was hier vor vielen Jahren entstand, ist einfach unbegreiflich und nicht in Worte zu fassen. Trotz der vielen Touristen hat der Ort für mich etwas magisches  und die Fotos, die ich geschossen habe, könnten tatsächlich Postkarten sein. 

Huaraz – Trekking in den Anden

Die Anden dominieren das Land regelrecht. Egal wie oft ich die Gebirgskette in meinen 4 Monaten in Südamerika auch gesehen habe, ich war immer wieder aufs Neue von den schneebedeckten Berggipfeln fasziniert. Der ideale Ausgangspunkt für eine Trekking-Tour in den Anden ist die Stadt Huaraz, die bereits auf 3100 Metern liegt. Im Ort informieren viele Veranstalter über ihre Touren und auch die Hotels und Hostels bieten geführte Ausflüge in die Cordillera Blanca an. In einer 2-Tages-Tour erklimme ich zum ersten Mal einen 5000er und übernachte in einer kleinen Berghütte auf 4795 Metern. Die Natur ist überwältigend: glasklare Seen mit eiskaltem Wasser, schroffe Felsen und auf der sonnigen Seite wachsen sogar Pflanzen und es gibt grüne Wiesen.

Arequipa – Colca Canyon

Arequipa liegt im Süden des Landes auf 2300 Metern. Die Stadt wird überragt von mehreren imposanten Vulkanen, darunter der Misti (5.821m) und der Chachani (6.075m). Besonders schön ist ein Bummel durch die Altstadt mit der Plaza de Armas, der Kathedrale sowie ein Besuch des Klosters Santa Catalina.

Rund 100 Kilometer nördlich von Arequipa liegt das Colcatal. Der Canyon ist zwischen 1.800 und 3.400 Metern tief und zählt damit zu den tiefsten Schluchten der Welt. Ich erspare mir die Strapazen eines Abstiegs in den Canyon und wähle eine einfache Bustour, um ins Tal zu gelangen. Die umliegende Landschaft ist faszinierend und der Guide gibt Infos zum typisch terassenförmigen Anbau von Gemüse und  Getreide. Am nächsten Morgen starten wir sehr früh zum Cruz del Condor, einem Aussichtspunkt, von dem man morgens besonders gut Kondore beobachten kann. Als der erste Kondor auftaucht, bin ich beeindruckt - nicht nur von seiner Größe, sondern auch von der Ruhe, die das Tier ausstrahlt und förmlich auf die Wartenden überträgt.

Titicacasee

Auf gut 3800 Metern Höhe liegt der Titicacasee zwischen Peru und Bolivien und ist damit der höchstgelegene schiffbare See der Welt. Was liegt also näher als eine Bootstour zu machen? Wir fahren zur Isla del Sol (Sonneninsel), auf der es noch einige gut erhaltene Inkastätten zu besichtigen gibt. Besonders schön sind die traditionellen Boote aus Totora-Schilf, die einem auf dem See entgegen kommen. Ich übernachte überigens auf der bolivianischen Seite in Copacabana. Der kleine Wallfahrtsort befindet sich auf einer Halbinsel. Lohnenswert ist der Aufstieg auf den „Hausberg“ Calvario, von dem man einen tollen Blick auf den See hat.  

Altstadt von Trujillo und Huanchaco Strand

Im Norden des Landes liegt die Stadt Trujillo. Besonders schön ist die Altstadt mit der Plaza de Armas. In leuchtendem gelb erstahlt die Kathedrale und der Platz wird von bunten Kolonialbauten gesäumt. Um am Strand zu entspannen und über die Promenande zu bummeln fahren wir nach Huanchaco. Hier schaut man den Surfern beim Wellenreiten und den Fischern beim Angeln zu. Letztere fahren mit kleinen Schilfbooten aufs offene Meer hinaus. Der Stand ist gesäumt von den Booten, die, wenn sie nicht genutzt werden, mit einer Spitze in den Sand gesteckt werden und liebevoll Caballitos (Pferdchen) genannt werden. Ein weiteres Highlight ist der Besuch der Ausgrabungsstätte Chan Chan. Zu präkolumbischen Zeiten war Chan Chan die größte Lehmstadt Südamerikas und Hauptsitz des Königreichs Chimú.

Natürlich bietet Peru viel mehr als die von mir genannten Highlights. Um einen umfassenden Eindruck des Landes zu bekommen, empfehle ich, mindestens 3 Wochen im Land zu reisen. Wer sich auf Lima und den Süden konzentriert, kann Peru auch gut mit Bolivien kombinieren. Abschließend möchte ich noch ein paar Köstlichkeiten der peruanischen Küche vorstellen, die ihr auf jeden Fall probieren solltet:

Chica Morada – eine Arte Limonade, die aus lilafarbenem Mais hergestellt wird

Pisco – ein Destillat aus Traubenmost, das sowohl pur getrunken wird, aber auch gern für die Herstellung von Cocktails genutzt wird. Der bekannteste ist Pisco Sour, bei dem Pisco mit Limettensaft, Zuckersirup und Eiklar gemischt wird

Ceviche – rohe Fischstücke, die mit Limettensaft Salz, Pfeffer und Chili mariniert werden. Dazu reicht man Süßkartoffel, Yuca und gerösteten Mais

papa rellena – mit Rindfleisch, Ei und Rosinen gefüllt Kartoffel. Die Kartoffel wird dazu aus einer Kartoffelmasse bzw. einem Püree neu geformt und anschließend mit der Masse gefüllt und gebraten

papa a la Huancaina – diese Vorspeise wird typischerweise kalt serviert. Besonders lecker ist die gelbe Soße, die unter anderem aus Weichkäse, Kondensmilch, Salzkrackern und Aji Amarillo (gelbe Chili) hergestellt wird

Anticucho – am Spieß gegrilltes Rinderherz. Beim Anticucho habe ich übrigens erst nach dem Essen erfahren, dass es sich um Rinderherz handelt. Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich vermutlich ein wirklich leckeres Gericht und sehr saftiges Fleisch verpasst

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