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Spar-Tipps für den Italienurlaub

In Rom, Florenz oder Venedig kann man schon mal rückwärts vom Stuhl fallen, wenn man sich in einem zentral gelegenen Café niederlässt, einen Espresso bestellt und beim Bezahlen der Rechnung feststellen muss, dass man in eine klassische Touristenfalle getappt ist. Bis zu 10 € kostet ein Kaffee in den Lokalen rund um die berühmten Sehenswürdigkeiten dieser Städte. Wer einen solchen Preis nicht in Kauf nehmen will, kann sich natürlich ein abgelegeneres Lokal aussuchen – nötig ist das jedoch nicht unbedingt. Unser Tipp: Wer seinen Espresso „al banco“, also an der Bar trinkt, zahlt niemals mehr als 1,10 € dafür. Dies ist per Gesetz festgelegt. In der Regel kostet der Cappuccino oder Latte Macchiato im Stehen ebenfalls nicht viel mehr.

Auch beim Essen zahlen gerade deutsche Touristen oft mehr als nötig. Vor allem beim Trinkgeld. Denn wenn in einer italienischen Speisekarte der Hinweis „Servizio compreso“ (Service inbegriffen) steht, so ist dies ernst gemeint. Trinkgeld ist weder Pflicht noch ist es üblich. In Urlaubsorten mit hoher Anzahl an ausländischen Touristen hat es sich zwar mittlerweile eingebürgert Trinkgeld anzunehmen, doch gerade in Städten weiß so manchner Kellner nicht so recht etwas damit anzufangen, wenn man ihm mit dem Satz „Va bene così“ („Stimmt so“) vermitteln möchte, dass er das Restgeld behalten kann. Wenn überhaupt, dann lässt man beim Gehen ein paar Münzen auf dem Tisch liegen. Dies gilt freilich nicht, wenn man in einem gehobenen Restaurant besonders zufrieden war.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind die Kosten für das „Coperto“ (Gedeck) in italienischen Restaurants. Denn Messer, Gabel und Serviette werden in der Regel als Pauschale pro Person der Rechnung hinzugefügt. So entpuppt sich die Pasta für 5 € ebenfalls schnell als doppelt so teuer. Weil dieser typisch italienische Missstand in den letzten Jahren bei immer mehr ausländischen Urlaubern zu Unmut geführt hat, bieten viele Gaststätten mittlerweile so genannte Touristenmenüs („Menù turistico“) an. Anders als man zunächst vermuten mag, handelt es sich hierbei eben nicht um eine unverholene Abzocke von hungrigen Ausländern. Im Gegenteil: In dem Preis für eine solche Speisenfolge sind tatsächlich immer alle Kosten inklusive, manchmal sogar jene für die Getränke.

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Ein Tipp von
Marco

Marco de Martino

Travelzoo, München
Montag, 27. August 2012
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Marco de Martino