Vergangene Woche waren drei Ryanair-Flugzeuge in nur vier Tagen notgelandet. Für 7 Prozent der Deutschen ist diese Pannenserie ein Grund, ihr Flugverhalten zu ändern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von TNS Emnid, die das Fly.com-Team in Auftrag gegebenen hat.
5 Prozent der befragten Bundesbürger sagen, dass sie in Zukunft nicht mehr mit preisgünstigen Fluglinien fliegen werden. 2 Prozent geben sogar an, aufgrund der jüngsten Pannen-Berichte komplett auf andere Verkehrsmittel als das Flugzeug umzusteigen. Rechnet man die generell nicht-fliegenden Bundesbürger heraus (29 Prozent), ändern sogar 9 Prozent ihr Flugverhalten.
Dass sich neun Prozent der deutschen Flugreisenden aufgrund von nur drei Zwischenfällen bei Ryanair jetzt gegen Billigflieger entscheiden, zeigt, wie sensibel Flugreisende sind und welches Sicherheitsbedürfnis sie haben. Und das, obwohl die Ryanair-Vorfälle in Spanien und nicht in Deutschland passierten.
Unter den befragten Flugreisenden hat insbesondere die ältere Generation ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis: 22 Prozent der über 40-Jährigen wird nicht mehr mit preisgünstigen Fluglinien fliegen. Zum Vergleich: Dies geben nur 9 Prozent der „fliegenden“ 14- bis 39-Jährigen an. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch beim Umstieg auf andere Verkehrsmittel: 15 Prozent der über 40-Jährigen wählen aufgrund der Pannenserien alternative Transportmittel, aber nur 5 Prozent der 14- bis 39-Jährigen.
Die Hälfte (48 Prozent) der befragten Flugreisenden zeigt sich unbeeindruckt. Sie sagen, die Pannenserie habe keinen Einfluss auf ihr Flugverhalten, und 40 Prozent verzichten ohnehin komplett auf Flugreisen mit Billigfliegern. Ferner zeigt die Umfrage, dass die Zwischenfälle bei Ryanair nicht unbemerkt an der Öffentlichkeit vorbei gegangen sind: Nur 1 Prozent der Befragten gab an, nichts davon gehört zu haben.
Die repräsentative Umfrage hat TNS Emnid für Fly.com im Befragungszeitraum 19. bis 20. September 2012 unter 1.001 Befragten durchgeführt. 708 von ihnen unternehmen Flugreisen.
