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Neuseeland - das Outdoor-Paradies am Ende der Welt

Zugegeben, die Anreise ist lang, die Zeitverschiebung mit zwölf Stunden maximal groß und die Reisekasse wird reichlich strapaziert. Dennoch reisen Jahr für Jahr mehr als 60.000 Deutsche nach Neuseeland. Ob Wanderer, Familien, Backpacker oder Abenteuer-Sportler, der isolierte Inselstaat im südlichen Pazifik übt eine Faszination aus, die nicht zuletzt den atemberaubenden Kulissen des Films „Herr der Ringe" geschuldet ist. Eine gut ausgebaute Infrastruktur, überaus freundliche Menschen und die Bemühungen um Naturschutz und einen nachhaltigen Tourismus tun ein übriges für das positive Image Neuseelands als Reiseziel.

Die Landschaftsformen Neuseelands gehören zu den spektakulärsten der Welt. Auf einer Fläche von der Größe Großbritanniens finden Sie weiße Sandstrände, gemäßigte Regenwälder, Fjorde, Vulkane, Hochgebirge und Gletscher vor. Dazwischen liegen sanfte Hügel und saftige Wiesen, auf denen rund 30 Millionen Schafe weiden. Zum Vergleich: Neuseeland hat nur 4,4 Millionen Einwohner, also etwas mehr als 16 pro Quadratkilometer.

Die Travelzoo-Redaktion hat für Sie die besten Reisetipps für das „schönste Ende der Welt" zusammengestellt:

Die Temperaturen in Neuseeland sind das ganze Jahr über moderat, es gibt weder extreme Hitze im Sommer noch extreme Kälte im Winter. Für eine Rundreise sind die neuseeländischen Sommer- und Herbstmonate ideal, also von Dezember bis April.

Da das Wetter auch im Sommer sehr wechselhaft sein kann, gehören warme Kleidung und Regenkleidung ins Gepäck. Neuseeland ist ein Outdoor-Land par excellence, daher können High Heels, Minirock und Makeup getrost zu Hause bleiben. Ähnlich wie in Australien sollte man sich immer gut vor der Sonne schützen.

Die Highlights Neuseelands liegen mitten in der Natur. Daher sollte – wer sich nicht gleich einer geführten Gruppe anschließt – auf alle Fälle ein Mietwagen oder Camper nehmen. Keine Angst vorm Linksverkehr: Das Land ist so dünn besiedelt und die Verkehrsdichte so gering, dass man beim Fahren auf keinen Fall in Stress gerät. Zudem ist die touristische Infrastruktur so gut und die Einheimischen so hilfsbereit, dass auch Unerfahrene oder Reisende mit wenig Englischkenntnissen bedenkenlos auf eigene Faust reisen können.

Die Frage, die sich jeder Neuseeland-Neuling bei der Reiseplanung stellt, lautet: Welche Hälfte ist schöner? Sollte man mehr Zeit für die Nord- oder Südinsel einplanen? Beide Inseln haben gleichwertig beeindruckende Highlights, und wer die Zeit hat, sollte auf alle Fälle beide Inseln besuchen.  Auf der Nordinsel gibt es atemberaubend schöne Strände, vulkanische Aktivität und lebendige Zeugnisse der Maori-Kultur. Die Südinsel bietet großartige Berg- und Fjordlandschaften á la „Herr der Ringe“, Adrenalinkicks in der „Funsport-Hauptstadt“ Queenstown, bekannte Weinanbaugebiete und die Möglichkeit zum Whale Watching.

 

Tipps für die Nordinsel:

Coromandel Peninsula: Eine Halbinsel mit tollen Stränden und malerischen Buchten. Besonderes Highlight ist der Hot Water Beach in der Nähe von Whitianga. An einem Strandabschnitt steigt 60 Grad heißes Thermalwasser nach oben ins Meer. Während der Ebbe kann man sich hier seinen eigenen Thermalpool graben.

Rotorua: Der Ort ist berühmt für seine hohe geothermische Aktivität. Im Wai-O-Tapu und Whakarewarewa Thermal Park lassen sich heiße Quellen, blubbernde Schlammlöcher und Geysire bestaunen. Der schönste Thermalsee der Region ist der Champagne Pool in Wai-O-Tapu. Metalloid-Verbindungen färben die Ränder des Sees orange, und Gasblasen aus Kohlendioxid perlen an die Oberfläche wie in einem Champagnerglas. Die natürlichen Quellen werden auch in Thermalbädern und Spas genutzt, zum Beispiel im Polynesian Spa Rotorua oder im renommierten Wai Ora Lakeside Spa Resort.

Außerdem ist Rotorua ein Zentrum der lebendigen Maori-Kultur. Im Tamaki Maori Village werden traditionelle Zeremonien und Gesänge gezeigt. Nicht fehlen darf dabei ein traditioneller Hangi – eine Mahlzeit aus Fleisch und Gemüse, die in einem heißen Erdloch gegart wird.

Tongariro Alpine Crossing: Wahrscheinlich die beeindruckendste Tageswanderung der Welt. Auf rund 19 Kilometern geht es durch die spektakuläre Vulkanlandschaft des ältesten Nationalparks von Neuseeland. Die Szenen im Land Mordor aus Herr der Ringe wurden hier gedreht, mit dem Vulkankegel des Tongariro als „Schicksalsberg“. Die Wanderung ist nur bei gutem Wetter möglich, und man sollte unbedingt gute Kondition und eine gute Ausrüstung für alpines Gelände mitbringen, um die Herausforderung zu wagen. Der Shuttle-Service zum Start- und vom Endpunkt der Strecke muss vorreserviert werden.

Tipps für die Südinsel:

Kajakfahren im Abel-Tasman Nationalpark: Sie paddeln entlang goldener Strände und malerischer Buchten, die fast an die Südsee erinnern. Für den Rückweg bietet es sich an, ein Teilstück des Abel Tasman Coast Track zu wandern. Der 51 Kilometer lange Weitwanderweg entlang der Küste gehört zu den „Great Walks" Neuseelands. Ein Geheimtipp für die Übernachtung ist das schwimmende Aqua Packers Hostel auf einem Boot, das in einer der Buchten ankert. Statt Duschen gibt es hier nur den beherzten Sprung von Deck ins glasklare Wasser.

Bootstour im Doubtful Sound: Dieser Fjord ist weit weniger überlaufen als der berühmte Milford Sound, aber mindestens so schön. Hier lassen sich Delphine, Pinguine und Robben beobachten. Das Abendessen angelt man sich selbst – oder die Bootscrew taucht nach Hummer frisch vom Meeresgrund.

Nicht verpassen sollte man eine Weinprobe auf einem der zahlreichen Weingüter in Marlborough. Die Region mit der längsten Sonnenscheindauer der Landes ist weltbekannt für ihren Sauvignon Blanc.

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Ein Tipp zu
Monika

Travelzoo, München
Mittwoch, 5. Juni 2013
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Monika Heigl