Hamburg nimmt sich Kölns Bettensteuer als Vorbild und plant eine so genannte Kulturtaxe zu erheben. Das hat der schwarz-grüne Senat im Rahmen seiner dreitägigen Sparklausur am Mittwoch, den 22. September bekannt gegeben.
Demnach sollen künftig fünf Prozent des Preises für eine Hotel-Übernachtung an die Stadt Hamburg abgeführt werden. Ziel der Steuer: Eine zusätzliche Geldeinnahme von zehn Millionen Euro pro Jahr.
Laut einem Bericht des Hamburger Abendblatts sollen diese Steuern zu 25 Prozent für ein verbessertes Hamburg-Marketing und zu 75 Prozent für die finanzielle Unterstützung von Kulturveranstaltungen verwendet werden. "Die Kultur ist der Gewinner der letzten drei Tage", sagte Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) laut Zeitungsbericht.
Als Verlierer sehen sich hingegen die Hoteliers. Laut dem Branchenmagazin fvw kündigte der Hotelverband Deutschland (IHA) bereits nach dem Beschluss der Kölner Bettensteuer juristische Schritte an. IHA-Hauptgeschäftsführer Markus Luthe sagte, dass mehrere Gutachten bestätigten, dass die Bettensteuer verfassungswidrig sei. Bis zu einer endgültigen Klärung können laut Luthe jedoch Jahre vergehen.
