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Gemeinsam gärtnern

Sie sind gartenbegeistert und planen einen Trip nach Berlin, München, Hamburg oder eine andere Großstadt? Dann schauen Sie doch mal bei den hiesigen Gemeinschaftsgärten vorbei: Die meisten von ihnen sind frei zugänglich und interessierte Besucher gern gesehen. Doch worum geht es beim gemeinsamen Gärtnern eigentlich? Wie das Prinzip Gemeinschaftsgarten funktioniert und welche die schönsten Projekte sind, erfahren Sie hier.

Wer in der Stadt lebt, sehnt sich gerade jetzt im Sommer nach ein bisschen Grün. Wer kann, schafft sich eine kleine Oase auf dem Balkon oder im Garten. Oder mietet einen Schrebergarten. Doch es gibt eine neue Alternative für Stadtmenschen mit grünem Daumen: Gemeinschaftsgärten. Ungenutzte Flächen in der Stadt werden zu Gemeinschaftsgärten umfunktioniert. Damit die Pflanzen bei Planänderungen der Stadtverwaltung transportfähig sind, wachsen Obst, Gemüse und Blumen meist in Kübeln, Töpfen, Säcken und sogar leeren Tetrapacks.

Engagieren kann sich jeder, ob Schüler, Studenten, Familien oder Senioren. So fungieren die Gemeinschaftsgärten nicht nur als Ausgleich zum stressigen Stadtalltag, sondern auch als Bindeglied zwischen den Generationen. Eine Mitgliedschaft ist bei den meisten Gemeinschaftsgärten nicht nötig, auch gärtnerische Vorkenntnisse braucht man nicht. Und das Beste: Wer mit anpackt, darf nachher auch ernten. Einige Gärten sind mit Koch- oder Grillstationen ausgestattet. Zucchinis, Tomaten, Auberginen landen dann erntefrisch in der Pfanne oder auf dem Rost und werden nach getaner Arbeit vor Ort verzehrt.

Wir stellen Ihnen die schönsten Gemeinschaftsgärten Deutschlands vor:

Der Prinzessinnengarten in Berlin (Kreuzberg) ist wohl der bekannteste Gemeinschaftsgarten Deutschlands. Seit 2009 wird die ehemalige Brachfläche zwischen Prinzen- und Oranienstraße als Nutzgarten bewirtschaftet. Der Garten ist mobil angelegt: Container dienen als Gebäude, Pflanzen wachsen in Kisten, Säcken und Tetrapacks. Das Gartencafé hat täglich geöffnet, das Gartenrestaurant bietet jeden Tag Mittagstisch und Abendessen an. Verarbeitet werden neben der eigenen Ernte nur regional angebaute, biologische Zutaten. Gemeinschaftliches Gärtnern donnerstags 15 bis 18 Uhr, samstags 11 bis 14 Uhr.

Der Gemeinschaftsgarten Annalinde in Leipzig befindet sich in einem Hinterhof im Stadtteil Plagwitz. Annalinde entstand im Sommer 2011. Wer mit anpacken will, ist willkommen: An einer kleinen Tafel steht der Arbeitsplan für den Tag – „Gurken einkochen, Saatgut sammeln, Säcke versetzen“. Auch dieser Garten ist mobil angelegt. In einem kleinen Wagencafé gibt es Kuchen und Snacks. Der Garten ist noch bis 26. Oktober 2013 geöffnet, danach beginnt die Winterpause. Gemeinsam gärtnern können Sie donnerstags bis samstags von 15 bis 20 Uhr.

Ebenfalls im Jahr 2011 ins Leben gerufen wurde der soziale Garten Keimzelle in Hamburg im Karolinenviertel. Gemüse, Kräuter und auch Blumen werden hier angebaut. Die Ernte wird gemeinschaftlich zubereitet und verzehrt. Wer mitgärtnern möchte, tut dies gerne donnerstags ab 17 Uhr und sonntags ab 16 Uhr.

Erst seit dem vergangenen Jahr gibt es den Margarethengarten in Mönchengladbach (Eicken), der sich an einer Straßenkreuzung auf 600 Quadratmeter erstreckt. Das Projekt finanziert sich durch Spenden von Privatleuten, Gartencentern oder Sponsoren. Gepflanzt werden dürfen sowohl Blumen als auch Obst und Gemüse. Gemeinsam mit anderen Anwohnern gärtnern können Sie dienstags und donnerstags. Jeden zweiten Sonntag im Monat lädt ein kleines Fest zum Treffen und Genießen ein.

Den Experimentiergarten am Ökologischen Bildungszentrum in München gibt es schon seit zehn Jahren. Der Garten in Bogenhausen ist 500 Quadratmeter groß. Die Beete sind thematisch aufgeteilt, zum Beispiel in die Bereiche Insekten, Duftpflanzen, Wasser, Gemüse, Wildgemüse und mehr. Das Besondere: Hier wird mit alten, teilweise längst vergessenen Sorten experimentiert. Die Gruppe trifft sich jeden Samstag und freut sich über Zuwachs.

Ob als tatkräftiger Hobby-Gärtner oder interessierter Besucher - das Vorbeischauen lohnt sich.

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Ein Tipp zu
Maria

Travelzoo, Hamburg
Mittwoch, 24. Juli 2013
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Maria Seliger