48 Stunden in Salzburg

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Angela Merkel, Thomas Gottschalk, Nadja Swarovski… wenn die Salzburger Festspiele ihre Tore öffnen, strömt nicht nur die Prominenz in die Alpenstadt. Aber auch während der 46 Wochen zwischen den allsommerlichen Spektakeln versprüht die viertgrößte Stadt Österreichs einen ganz besonderen Charm, dem ich seit Jahr(zehnt)en immer wieder gern erliege. Für Salzburg-Neulinge und/oder die nächste Stippvisite hätte ich folgende Tipps:

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5 Dinge, die ich nicht über Salzburg wusste

    • Die einzige runde Mozartkugel (alle anderen sind unten flach) stammt aus dem Hause Mirabell, erfunden wurde das Rezept aber 1890 in der Konditorei Fürst. Fürst Mozartkugeln sind aber die einzigen, die sich „original“ nennen dürfen.

  • Das Kaffeehaus Tomaselli, Alter Markt 9, ist das älteste noch betriebene Kaffeehaus in ganz Österreich.
  • Der ohne Frage beeindruckende Salzburger Dom, Teil des UNESCO-Welterbes „Historisches Zentrum Stadt Salzburg“, hätte eigentlich noch viel größer und gewaltiger werden sollen. Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau plante gemeinsam mit dem italienischen Architekten Vicenzo Scamozzi ein monumentales Bauwerk, das aber nach dem Sturz des Bischofs von seinem Nachfolger nur in sehr verkleinerter Form ausgeführt wurde.
  • Red Bull, der Energy-Drink, den junge Leute heute mehr mit der Stadt an der Salzach verbinden als das Mozarteum oder die Festspiele, geht auf das thailändische Energiegetränk Krating Daeng zurück.
  • Salzburg befindet sich auf halbem Weg des Tauernradwegs, der von den Krimmler Wasserfällen über Zell am See (und wenn man möchte auch St. Johann) durch die Mozartstadt und Braunau ca. 300km bis nach Passau führt.

Wo schlafe ich?

Der Klassiker ist natürlich der Goldene Hirsch in der Getreidegasse. Mit seinem eleganten Landhausstil bietet das Fünf-Sterne-Luxushotel ein authentisches Salzburg Erlebnis.

In einem Seitensträßchen der Getreidegasse empfängt das Hotel Elefant bereits seit über 500 Jahren Gäste. Damit ist das Vier-Sterne-Haus eine der ältesten Adressen der Stadt und steht für die ganz besondere österreichische Gastfreundschaft.
Der Stadtkrug im ruhigen Teil der Altstadt nördlich der Salzach liegt in der charmanten Linzer Gasse nahe der Dreifaltigkeitskirche. Vom Dachgarten-Restaurant hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt, nach dem Essen lockt der Kapuzinerberg gleich hinter dem Hotel zu einem Spaziergang.

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Was muss ich sehen?

Schaupsieler Ulrich Matthes kommt gern nach Salzburg, weil er „das Bad in den Museen“ genießt. Tatsächlich lockt die Stadt mit so viel mehr als Mozarts Geburtshaus, der Residenz und dem Salzburg Museum.

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Für das Museum der Moderne auf dem Mönchsberg sollte sich unbedingt auch bei einem 48 Stunden-Aufenthalt ein Fenster finden lassen – und wenn es nur eine Stipvisite im Rupertinum, des Sammlung in der Altstadt, ist.

Der Sommer wird hier vom Festspielkalender bestimt. Letztendlich ist es fast zweitrangig, wer im aktuellen Jahr grad den Jedermann gibt, dieses Schauspiel einmal live auf dem Domvorplatz erlebt zu haben, ist in jeder Besetzung ein Genuss.

Was esse ich?

Beim Wiener Schnitzel trennt sich die Spreu vom Weizen. Und damit ist nicht das No-Go eines „Schnitzel Wiener Art“, also aus Schweinefleisch, gemeint. Bei einem Koch, der etwas auf sich hält, gehen nur Petersilienkartoffeln oder vielleicht noch Kartoffelsalat als Beilagen durch. Pommes Frites sind verpönt und – wenn überhaupt – eine Option für die Kinderkarte.

 Salzburger Nockerl. Kaum eine Speisekarte, auf der man die Spezialität der Stadt nicht findet. Die Zubereitung erfordert Sorgfalt und nicht wenig Zeit. Es lohnt sich daher, dieses kulinarische Abenteuer (Nockerln sind sehr süß und wirklich nicht jedermanns Geschmack!) ein wenig zu planen und die Gaststätte bereits bei der Tischreservierung zu informieren.

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Weniger kompliziert und kein bisschen weniger landestypisch verpflegen einen die zahlreichen Würstelstände, die mit Debrezinern, Frankfurtern oder Käsekrainern locken. Die besten Bosna (Schweinswürstel mit Zwiebeln im Brot) gibt es in einem Durchhaus in der Nähe des Goldenen Hirschen. Die Schlange ist von weitem Auszumachen. Guten Appetit!

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Was mache ich abends?

Wer urige (Irish) Pubs und trendige Bars sucht, macht sich am Abend auf zum Rudolfskai. Clubgänger finden um den Anton-Neumayer-Platz herum die richtige Anlaufstelle zum Abtanzen. Auch im Bereich um die Steingasse kann man die Nacht zum Tage machen.

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Die heimelige Atmosphäre und die sachkundigen Barmenschen machen die Sternlounge im Sternbräu zum idealen Ort für einen Absacker.

Was darf ich auf keinen Fall verpassen?

Das „schönste Shopping-Center der Welt“. So zumindest bewirbt die Stadt selbst die Bereiche Linzergasse und Getreidegasse.
Auch für einen Besuch im größten Biergarten Österreichs, dem Augustiner Bräustübl Mülln oder kurz Müllner Bräu, sollte Zeit sein. Wie es sich für einen Biergarten gehört, darf man hier sein Essen selbst mitbringen.


Insgesamt bietet Salzburg ausreichend sehenswürdigkeiten für eine Woche oder mehr, in 48 Stunden kann man sich aber auf die TOP3 der langen Liste der Must-Sees beschränken: Den Dom, den Stift St. Peter (die älteste Benediktinerabtei nördlich der Alpen) und die Festung Hohensalzburg, die als die größte Festungsanlage Mitteleuropas gilt.

Was muss ich sonst noch wissen?

Für alle, die nach 48 Stunden noch nicht Servus Österreich sagen möchten, ist Salzburg der perfekte Ausgangspunkt für die weitere Erkundung des Landes. In weniger als einer Stunde erreicht man in Richtung Südosten das Salzkammergut mit St. Wolfgang und dem Wolfgangsee sowie das malerische Bad Ischl.

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